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Bitcoin-Crash: Hat der Halving-Effekt schon wieder zugeschlagen?

Bitcoin Halving. © Dall-E / Trending Topics
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Es gibt ja viele Thesen da draußen: Bitcoin ist für manche Menschen eine Art Tech-Aktie, die sich mit den Höhen und Tiefen der Tech-Welt mitbewegt. Oder der Preis von BTC wird durch wichtige wirtschaftliche und politische Ereignisse wie die Trump-Zölle beeinflusst. Oder aber Bitcoin fährt manchmal auf der Welle – im Guten wie im Schlechten – von Edelmetallen mit. Und so weiter und so fort.

Was in der Bitcoin-Welt aber jedenfalls fix ist, quasi in Code gemeißelt, ist das Halving. Das Bitcoin Halving ist ein im Code fest verankertes Ereignis, das etwa alle vier Jahre (alle 210.000 Blöcke) die Belohnung für Miner – und damit die Neuausgabe neuer Bitcoins – um exakt 50 % reduziert. Dieser Mechanismus ist das Herzstück von Bitcoins Geldpolitik: Er simuliert die zunehmende Schwierigkeit der Goldgewinnung, begrenzt die Gesamtmenge unwiderruflich auf 21 Millionen Einheiten und schützt das Netzwerk so vor Inflation.

Wiederholt sich der 4-Jahres-Zyklus?

Da das Angebot an neuen Coins schrumpft, während die Nachfrage in den letzten Jahren oft gleich blieb oder stieg, wirkt das Halving historisch gesehen wie ein regelmäßiger Angebotsschock, der die typischen vierjährigen Marktzyklen und die damit einhergehenden Kurssteigerungen erst in Gang setzt.

Wenn man sich nun die Zeitspannen zwischen den Bitcoin Halvings und den darauf folgenden Preisspitzen ansieht, dann wird eines augenfällig: Es vergingen meistens zwischen 12 und 18 Monaten zwischen diesen beiden Events:

Zyklus Halving-Datum Datum des ATHs Tage Monate (ca.) ATH Preis
1. Zyklus 28. Nov. 2012 30. Nov. 2013 368 12,1 $1.163
2. Zyklus 09. Juli 2016 16. Dez. 2017 525 17,2 $19.666
3. Zyklus 11. Mai 2020 10. Nov. 2021 549 18,0 $69.044
4. Zyklus 20. April 2024 06. Okt. 2025 534 17,5 $126.198

Nach dem ATH kam immer der Krypto-Winter

Wie Bitcoiner leidlich auch immer wieder erfahren haben, ist es nach diesen All Time Highs auch immer wieder stark hinunter gegangen. Die Krypto-Winter von 2014/2015 (-85%; Hack der Börse Mt. Gox, Verbot in China), dann 2018/2019 (-84%, Platzen der ICO-Blase, Werbeverbote) und dann 2022 (-77%; Zinswende, Terra/LUNA-Crash, FTX-Kollaps) sind vielen noch in (schmerzhafter) Erinnerung.

Aktuell sieht es so aus, als würde der nächste Krypto-Winter anstehen. Bitcoin ist seit dem ATH am 6. Oktober 2025 um etwa 50 Prozent gefallen, und es könnte noch schlimmer werden, wenn man sich die Verluste zwischen 70 und 80 Prozent der vergangenen Crashes ansieht.

Ob es letztlich der Halving-Effekt war oder nicht, ist derzeit (und vielleicht auch generell) nicht klar; jedenfalls kann man aber schon jetzt sagen, dass Bitcoin kein neues Stadium in einem Super-Zyklus erreicht hat und stetig vor sich hin wächst; vielmehr hat Bitcoin zumindest eines bewiesen: Dass er immer wieder und sehr hart crashen kann.

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