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Bitcoin fällt auf 86.000 Dollar, während Gold auf neues Rekordhoch bei mehr als 5.000 Dollar steigt

Bitcoin in Gold. © Dmytro Demidko auf Unsplash
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Der Goldpreis hat am Montag ein historisches Hoch von 5.080 Dollar pro Unze erreicht und verzeichnet damit einen Anstieg von 17 Prozent allein im Januar 2026. Gleichzeitig fällt Bitcoin zeitweise auf rund 86.000 Dollar zurück und markiert damit ein Fünf-Wochen-Tief  -aktuell ist BTC wieder leicht auf mehr als 87.000 Dollar geklettert.

Die digitale Leitwährung liegt nun 30 Prozent unter ihrem Höchststand von 126.000 Dollar aus dem Oktober und hat alle Gewinne des laufenden Jahres wieder abgegeben. Auch Silber profitiert von der Flucht in Edelmetalle und überschreitet erstmals die Marke von 107 Dollar pro Unze, was einem Plus von 48 Prozent im Jahr 2026 entspricht. Das Narrativ, dass Bitcoin so etwas wie digitales Gold sei, ist damit (wieder einmal) widerlegt.

Händler flüchten in das Edelmetall angesichts eskalierender Handelsspannungen und geopolitischer Unsicherheiten. Die Trump-Administration hat ihre Zolldrohungen verschärft, wobei der US-Präsident Kanada mit einem 100-prozentigen Zoll wegen eines Handelsabkommens mit China gedroht hat. Zusätzlich erhöht die Aussicht auf einen möglichen Regierungsstillstand Ende des Monats den Druck auf die Märkte. Analysten der BTSE-Börse führen die unterschiedliche Entwicklung auf die Wahrscheinlichkeit einer Haushaltssperre sowie die Erwartung zurück, dass die Federal Reserve die Zinssätze angesichts robuster Wachstums- und Beschäftigungszahlen auf dem aktuellen Niveau belassen wird.

Anleger bevorzugen Gold gegenüber US-Staatsanleihen

In unsicheren Zeiten fließt Kapital normalerweise in sichere Häfen wie US-Staatsanleihen und Gold, doch die gegenwärtige Situation zeigt eine deutliche Präferenz für das Edelmetall. Globale Investoren zeigen sich aufgrund des drohenden Regierungsstillstands und der jüngsten Zolldrohungen Trumps bezüglich Grönlands weniger geneigt, in Staatsanleihen zu investieren. Die anhaltende Nachfrage von Zentralbanken und ein schwächerer US-Dollar verstärken die Rolle von Gold als dauerhaften Schutz gegen globale Risiken. Seit dem Vorjahr hat Gold um 83 Prozent zugelegt, während Bitcoin im gleichen Zeitraum 17 Prozent verloren hat.

On-Chain-Daten von CryptoQuant zeigen, dass Bitcoin-Halter erstmals seit Oktober 2023 wieder mit Verlust verkaufen. Ältere Käufer steigen aus ihren Positionen aus, während neuere Halter einspringen – ein Muster, das typischerweise auf eine Konsolidierungsphase hindeutet. Glassnode-Analysten berichten von einem erheblichen Angebotsüberhang oberhalb der 100.000-Dollar-Marke, wobei Rallyes wiederholt auf Verkäufer nahe den Preisen treffen, zu denen jüngere Käufer ursprünglich eingestiegen sind. Die Marktstruktur deutet darauf hin, dass genügend Verkäufer auf höheren Niveaus vorhanden sind, um Kursanstiege zu begrenzen.

Futures-Märkte und Derivate signalisieren anhaltende Konsolidierung

Die Marktmechanik verstärkt die vorsichtige Stimmung im Krypto-Bereich. Die Futures-Volumina bleiben komprimiert, die Hebelwirkung ist gedämpft, und die jüngsten Preisbewegungen erfolgten bei dünner Liquidität statt mit expandierender Teilnahme. Der Preis von Bitcoin stagniert unterhalb wichtiger Kostenbasis-Niveaus kurzfristiger Halter nahe 98.000 Dollar. Auf Predictions Markets setzen Händler zunehmend darauf, dass Gold bis Mitte des Jahres über 5.500 Dollar bleiben wird, während sie für Bitcoin eine weitere Konsolidierung erwarten, bevor ein erneuter Aufwärtstrend einsetzen kann.

Ethereum zeigt sich noch schwächer als Bitcoin und notiert unter 2.800 Dollar, was einem Rückgang von mehr als 40 Prozent gegenüber dem Allzeithoch von 4.946 Dollar entspricht. Die schwache Nachfrage nach höher volatilen Krypto-Assets und die gedämpfte Teilnahme an Derivatemärkten unterstreichen die zurückhaltende Marktstimmung. Während Gold makroökonomischen Stress absorbiert und seine Funktion als sicherer Hafen erfüllt, arbeitet Bitcoin weiterhin an der Bewältigung interner Angebotsdynamiken, anstatt auf externe Katalysatoren zu reagieren. Marktbeobachter gehen davon aus, dass die Divergenz zwischen beiden Assets vorerst bestehen bleibt.

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