Finanzierungen

Cloover startet über Partnerschaft mit Heizma in Österreich – Scoop

Valentin Perkonigg, Michael Kowatschew und Alexander Valtingojer von Heizma. © Heizma
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Es ist mit Sicherheit jetzt schon eine der größten Finanzierungen, die ein europäisches Startup dieses Jahr bekommt: Gerade eben erst hat Cloover aus Berlin, spezialisiert auf Finanzierungen für PV-Anlagen, Wärmepumpen und Co, bekannt gegeben, etwa 1,2 Milliarden Euro an Finanzierungszusagen (Eigenkapital plus Fremdkapital) bekommen zu haben. Anders als Enpal oder 1Komma5° wendet sich Cloover aber nicht direkt an Endkonsumenten, sondern geht B2B2C über Installateure als Partner auf den Markt.

Bedeutet: Installationsbetriebe bekommen eine Web-Plattform, die CRM, Projektplanung, Beschaffung, Finanzierung, Förderung und Service für die Endkunden umsetzen lässt. Im Zuge der Finanzierungsrunde und steilen Wachstumsplänen für 2026 steht auch die Expansion nach Frankreich, Italien, Großbritannien und Österreich auf dem Plan. In Österreich ist, wie Trending Topics in Erfahrung gebracht hat, nun auch seit einigen Wochen gelandet. Der Partner hierzulande: Das Wiener Startup Heizma.

„Kunden, die bei der Bank keinen Kredit bekommen hätten“

„Heizma ist einer der besten Wärmepumpen-Installateure in Österreich und unser erster Kunde im österreichischen Markt. Sie nutzen die Cloover-Plattform und können jetzt eine Installation, die 30.000 bis 40.000 Euro kostet, für 100 bis 200 Euro im Monat anbieten“, sagt Cloover-CEO Jodok Betschart im Gespräch mit Trending Topics.

Das Wiener Startup, das gerade die Kunden aus der Insolvenzmasse des niederländischen Unternehmens Soly übernommen hat, setzt die End-to-End-Software von Cloover folgendermaßen ein: „Wenn Heizma vor Ort beim Kunden ist, nutzen sie unsere Plattform, stellen ein paar Fragen, und unser KI-basiertes Underwriting-Modell gibt in Echtzeit einen Entscheid: wie wir die Person finanzieren können, wie lange und zu welchen Konditionen. So hat Heizma die Möglichkeit, Kunden abzuschließen, die vielleicht sonst liegen gelassen worden wären. Schon im Dezember konnten wir viele Abschlüsse machen von Kunden, die bei der Bank keinen Kredit bekommen hätten“, beschreibt Betschart den Usecase.

„Wir freuen uns, mit Cloover zusammenzuarbeiten. Nicht zuletzt schätzen wir das Team um Jodok Betschart sehr und teilen hier ein ähnliches Mindset. Am Ende war die Entscheidung für eine Partnerschaft deshalb für beide Seiten sehr logisch und mit AngelInvest haben wir auch einen gemeinsamen Investor an Bord, was natürlich auch noch einmal sehr cool ist“, sagt Alexander Valtingojer, Mitgründer von Heizma, zu Trending Topics. „Unser Ziel ist es, in den ersten 12 Monaten gemeinsam ein Finanzierungsvolumen von 10 Millionen Euro umzusetzen, und ich glaube, wir sind bereits auf einem sehr guten Weg!“

Die Cloover-Gründer. © Cloover
Die Cloover-Gründer. © Cloover

„Haben sehr tiefe Ausfallquoten“

Cloover finanziert die Wärmepumpe, die PV-Anlage und/oder den Stromspeicher für einen Haushalt vor – Anschaffungen, die schnell auf einen Preis von 30.000 bis 40.000 Euro gehen können. Über Ratenzahlungen, ähnlich wie beim Auto-Leasing, stottert der Kunde diesen großen Betrag dann über eine Laufzeit von 25 Jahren ab – beispielsweise für etwa 100 bis 150 Euro im Monat.

Die Zahlungen gehen direkt an Cloover und nicht an die Bank, die die Fremdkapitalfazilität von etwa einer Milliarde Euro stellt. Das hat laut Betschart einen Vorteil: „Eine Bank schaut auf die Vergangenheit und Kreditrating-Möglichkeiten. Wir schauen dagegen auch auf zukünftige Energiegewinne und Einsparungen. Wir kennen die Assets, die Installateure, haben Zugang zur Performance der installierten Anlagen und können genau einschätzen, wie viel ein Haushalt sparen wird“, erläutert er. „Wir haben die Möglichkeit, neben den normalen Kreditinformationen auch zukünftige Energieersparnisse einzurechnen. So können wir Kunden ein Ratenkaufmodell anbieten, die von einer normalen Bank nicht finanziert würden – etwa Selbstständige oder Menschen in Rente, die noch ein Haus besitzen. Unsere Annahmequote ist viel höher als bei normalen Banken, und wir haben sehr tiefe Ausfallquoten.“

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