Interview

Dachfonds: „Wir reden von einem Ankerinvestment um die 100 Millionen Euro“

Elisabeth Zehetner, Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus. © BKA/ Andy Wenzel
Elisabeth Zehetner, Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus. © BKA/ Andy Wenzel
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Startup-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner hat kürzlich neue Zahlen zu Gründungen in Österreich präsentiert. Wir haben aus diesem Anlass bei den Storm.Days 2026, dem Jahres-Event des Wiener Venture Capital Fund Calm/Storm, mit Zehetner über die aktuelle Startup-Landschaft gesprochen und sie gefragt, wie sich Themen wie der kommende Dachfonds oder die FlexCo auf sie auswirken.

Wie kürzlich bekannt wurde, kommt der Dachfonds doch erst im Jahr 2027. Warum nicht dieses Jahr?

Elisabeth Zehetner: Der Dachfonds “kommt” insofern, dass er ab 2027 perativ tätig ist. Das heißt, die ganzen Vorbereitungsarbeiten werden natürlich jetzt schon 2026 starten. Wir sind nach wie vor im Zeitplan. Es war immer klar, dass es ungefähr ein Jahr dauert, bis er dann tatsächlich die ersten Investitionen tätigen kann.

Wie, wann und zu welchen Konditionen wird das Management für den Fonds ausgeschrieben?

Diese Frage kann ich Ihnen zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht beantworten. Klar ist, dass wir ein international renommiertes Management haben wollen, mit einem tollen Track Record. Und wir werden sicher auch internationale Expert:innen bei der Auswahl einbinden, sodass wir ein wirkliches Top-Management an Bord haben.

Gibt es schon Zusagen von institutionellen Investoren für den Dachfonds?

Wir haben noch keine klassische Funding-Runde begonnen. Wir sind jetzt dabei, gewisse Details auszuarbeiten, um den Fonds für diverse institutionelle Investoren attraktiv zu machen. Wir holen hier Feedback ein, damit der Dachfonds von Beginn an gut performt.

Wie hoch wird der Anteil der Republik Österreich an dem Fonds sein?

Wir haben eine Studie gemeinsam mit EcoAustria durchgeführt, wo wir uns das im internationalen Vergleich angeschaut haben. Im Schnitt liegt die Beteiligung von Staaten an solchen Fonds bei etwa 20 Prozent. Daran werden wir uns auch orientieren. Unser ideales Volumen liegt etwa bei 500 Millionen Euro, also reden wir von einem Ankerinvestment um die 100 Millionen Euro.

Zu der jüngsten Aussendung zu den Gründungszahlen. Können Sie sagen, wie sich die Gründungszahlen auf die Unternehmensformen verteilen? Viele Gründungen scheinen Ein-Personen-Unternehmen (EPU) zu sein, wie verhält sich das im Vergleich zu Firmen mit mehreren Mitarbeitenden?

Die positive Message aus den Gründungszahlen ist, dass es mehr werden, die bereit sind, unternehmerisch tätig zu sein, selbstständig tätig zu sein und damit ein Risiko für sich selbst aufzunehmen. Man muss über Ein-Personen-Unternehmen sagen, dass sie für manche Jobs tatsächlich die beste Organisationsform sind. Es gibt Branchen, wo EPU 15 Jahre als solche aktiv sind.

Ich glaube nicht, dass die Menschen in Österreich in die Selbstständigkeit gedrängt werden, viele wünschen sich mehr Flexibilität, sie wollen der eigene Chef sein und ihre eigenen Ideen verwirklichen. Das sind häufig die Hauptmotive bei der Gründung. Auch bei Unternehmen mit mehreren Personen glaube ich, dass wir optimistisch in dieses Jahr blicken können. Die Leute sehen wieder viele Business-Chancen und sind bereit, anzupacken.

Zur FlexCo: In Ihrer Aussendung war die Rede von rund 1.500 FlexCos-Startups. Viele FlexCos sind jedoch keine Startups in der klassischen Definition, viele sind Unternehmensberatungen, Agenturen, Gastro-Unternehmen oder Vermittlungen. Wie viele FlexCo-Startups im eigentlichen Sinn gibt es?

Das weist die Statistik leider nicht aus. Sie ist gegliedert in Branchen, und es gibt in allen Branchen Startups. Zum Beispiel ist Refurbed eigentlich so eine Art Altwarenhändler, aber eben auch ein Startup. Der im April kommende Startup Report könnte hierzu mehr Informationen bieten, weil dieser auch die Gesellschaftsformen mittrackt. Doch auf jeden Fall ist die FlexCo eine attraktive Unternehmensform für typische Startups, die hochinnovativ sind und schnell wachsen wollen.

Wir haben auch im Regierungsprogramm vorgesehen, die FlexCo weiterzuentwickeln. Derzeit haben wir auch eine Studie zum Thema Evaluierung der Mitarbeiterbeteiligungen am Laufen. Dabei handelt es sich um eines der Kernelemente der FlexCo. Hier geht es darum, wie man das noch besser machen kann. Dafür, dass es eine sehr junge Rechtsform ist, sind die Zahlen für uns sehr beeindruckend.

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