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Dogami: Gehyptes NFT-Startup von Austro-Gründer sperrt zu

Max Stöckl, Mitgründer von Dogami. © M. Stöckl
Max Stöckl, Mitgründer von Dogami. © M. Stöckl
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Sie gehörten im NFT-Hype zu jenen Startups, die viel Geld raisen konnten – und sind jetzt am Ende der Lebenszeit angelangt: Das österreichisch-französische NFT-Startup Dogami stellt seinen Betrieb ein. Der Gründer und CEO Max Stöckl hat Ende Dezember die Markenrechte verkauft und wickelt nun die verbleibenden Geschäftsaktivitäten ab. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Paris entwickelte ein Metaverse-Konzept rund um virtuelle Hunde, das auf NFTs und Blockchain-Technologie basierte. Nach 4,5 Jahren endet damit ein Projekt, das zeitweise beachtliche Investorensummen anzog und eine sechsstellige Community aufbaute.

Dogami orientierte sich am Prinzip der CryptoKitties: Nutzer erwerben Krypto-Token, die virtuelle Haustiere repräsentieren, ziehen diese groß und sammeln weitere Token in einer digitalen Welt. Das Startup setzte dabei auf NFTs, die Hunde darstellen, und nannte sein Metaverse konsequenterweise Petaverse. Anders als frühere Projekte sollten Smartphone-Apps den Zugang deutlich niederschwelliger gestalten. Die NFTs basierten technisch auf der Tezos-Blockchain, was durch die Investorenstruktur und den Frankreich-Bezug nahelag.

Millionenfinanzierung und prominente Investoren

Das Unternehmen sicherte sich insgesamt 14 Millionen Dollar Kapital. Auf eine Seed-Runde über 7 Millionen Dollar folgte eine Erweiterungsfinanzierung in gleicher Höhe. Zu den Geldgebern zählten der Venture-Capital-Fonds XAnge, die französische Investmentbank Bpifrance, der Blockchain Founders Fund aus Singapur sowie Wagram Capital aus den Niederlanden. Bereits zuvor hatten sich prominente Namen beteiligt: der weltweit bekannte französische Spielepublisher Ubisoft, die Blockchain-Firma Tezos und der Hongkonger Metaverse-Konzern Animoca Brands, der unter anderem The Sandbox betreibt. Ein Vertreter von Bpifrance lobte damals den Aufbau einer starken Community von über 200.000 Menschen und sah darin den Grundstein für eine globale Marke.

Das Team um die Gründer Max Stöckl, Adrien Magdelaine, Kris Penseyres und den ursprünglichen Mitgründer Bilal El Alamy brachte rund 12.000 NFTs auf den Markt. Als nächster Meilenstein stand der Release des Smartphone-Games Doga House an, das die NFTs mittels Augmented Reality in dreidimensionale Avatare verwandeln sollte. Die Entwickler wollten NFT-Besitzern ermöglichen, die volle Funktionalität ihrer virtuellen Haustiere zu erleben und damit im Petaverse zu interagieren.

Token-Kollaps und Geschäftsmodell-Probleme

Die Realität fiel ernüchternd aus. Der im März 2022 eingeführte DOGA-Token, der als In-Game-Währung für virtuelle Gegenstände und Spielfunktionen dienen sollte, verlor 95 Prozent seines Wertes. Die Kryptowährung wird lediglich auf einer einzigen Börse gehandelt, nämlich Gate.io. Stöckl räumt ein, dass das Unternehmen trotz starken Umsatzwachstums in den ersten Jahren nicht in der Lage war, daraus ein skalierbares und langfristig tragfähiges Geschäft zu entwickeln. Die Grenzen des Kernprodukts seien in Kombination mit einem schwierigen Marktumfeld deutlich geworden.

Der Gründer zeigt sich dennoch stolz auf den Ehrgeiz des Projekts und den Teamgeist der Mitarbeiter, die bis zum Ende durchhielten. Trotz schmerzhafter Phasen würde er den Weg erneut gehen, betont Stöckl. Seinen Dank richtet er an die Mitgründer, die verbliebenen Teammitglieder Benjamin Raaymakers, Andy O. und Christophe Hamel sowie an Investoren, Partner und die tausenden engagierten Fans, die dem Unternehmen über die Jahre Vertrauen und Unterstützung entgegenbrachten.

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