Future Energy Ventures steigt bei Energy-Startup Solarize ein
Future Energy Ventures (FEV) steigt bei Solarize ein. Der Stuttgarter Anbieter für Mieterstrom-Software hat einen der größten europäischen Venture-Capital-Investoren Energy-Tech als neuen Investor an Bord geholt. Die bestehenden Investoren Picus Capital und Point Nine Capital beteiligen sich erneut. Die Höhe der aktuellen Finanzierungsrunde wurde nicht kommuniziert.
Solarize betreibt eine cloudbasierte Plattform für die Abrechnung dezentraler Energieversorgung und zählt mittlerweile über 200 Kunden aus der Energiewirtschaft und Immobilienbranche. Mit den frischen Mitteln will das Unternehmen die technologische Weiterentwicklung beschleunigen und den Zugang zu Entscheidern im Energiemarkt ausbauen.
Zeitreihen-Abrechnung als Kernkompetenz
Die Solarize-Plattform konzentriert sich auf ein spezifisches Problem der Energiewende: die Abrechnung komplexer, zeitreihenbasierter Produkte in dezentralen Energiesystemen. „Unsere Plattform ist von Grund auf für die Verarbeitung und Abrechnung komplexer zeitreihenbasierter Produkte optimiert. Damit lösen wir viele der zentralen Herausforderungen der dezentralen Energiewelt“, erklärt Frederik Pfisterer, Gründer und Geschäftsführer von Solarize. Die Software-as-a-Service-Lösung basiert auf einer Cloud-Architektur und deckt Anwendungsfälle von lokaler Stromvermarktung bis zu dynamischen Tarifen ab. Ursprünglich für Mieterstrom in Gewerbeimmobilien entwickelt, hat sich das Einsatzspektrum mittlerweile deutlich erweitert.
FEV bringt neben Kapital vor allem Marktexpertise und ein internationales Netzwerk mit. Der VC wurde von ehemaligen Führungskräften der Energiekonzerne RWE und E.ON gegründet und investiert seit 2016 in digitale Infrastrukturlösungen für erneuerbare Energien. Moritz Jungmann, Partner bei FEV, begründet das Investment: „Solarize hat uns durch seine technologische Tiefe und ganzheitliche Vision überzeugt.“
Positionierung als spezialisiertes Nebenbuch
Solarize versteht sich als Nebenbuch für dezentrale Energieversorgung – ein spezialisiertes System, das parallel zum Hauptbuch eines Unternehmens läuft. Der Fokus liegt auf der nahtlosen Integration in bestehende ERP-Systeme und Hauptbuch-Lösungen von Energieversorgern. „Mit FEV gewinnen wir einen Partner mit tief verwurzeltem Energiemarkt-Wissen und einem weitreichenden Netzwerk“, so Pfisterer. „Gemeinsam werden wir Solarize als Nebenbuch für die Geschäftsmodelle der dezentralen Energiewelt etablieren und unsere Kunden dabei unterstützen, ihre Angebote massentauglich zu skalieren.“
Die Meter-to-Cash-Software soll Energieversorger und Immobilieneigentümer in die Lage versetzen, verbrauchsgenaue Abrechnungen in einer zunehmend zeitreihenbasierten Energiewelt durchzuführen. Die neue Finanzierungsrunde zielt darauf ab, die Abrechnungslösung weiter für die spezifischen Anforderungen von Energieversorgungsunternehmen zu optimieren. „Wir glauben, dass jetzt ein entscheidender Zeitpunkt für Investitionen in digitale Energietechnologien ist“, so Jungmann.
Das Gründertrio Andi Weiß, Florian Feigenbutz und Frederik Pfisterer betreibt Solarize von Standorten in Berlin und Stuttgart aus. Mit FEV, Picus Capital und Point Nine Capital stehen drei spezialisierte VCs hinter dem Unternehmen, das die Komplexität dezentraler Energiesysteme in standardisierte Abrechnungsprozesse übersetzen will.
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