GeneralMind: 12 Mio. Dollar für Berliner „AI System of Action“
GeneralMind, ein Berliner Startup, das mit einem „KI System of Action“ zur Automatisierung von digitaler Zettelwirtschaft, unstrukturierter Koordination sowie ineffizienter manueller Prozesse entlang der gesamten Lieferkette aufwartet, konnte eine Eigenkapitalfinanzierung in Höhe von 12 Millionen US-Dollar aufstellen. Die Runde ist laut der Jungfirma eine der größten europäischen Pre-Seed-Runden der letzten Jahre. Sie kam weniger als 6 Monate nach der Aufnahme der Geschäftstätigkeit des Startups zum Abschluss.
Angeführt haben die Finanzierungsrunde Lakestar, Leo Capital, Lucid Capital, Heliad und BOOOM. Weitere Beteiligungen kamen von Angel-Investoren wie Alexander Kudlich, Jens Urbaniak, Samir Sood und Vishal Lugani. GeneralMind wird die Mittel verwenden, um die Skalierung seiner Technologie in Europa voranzutreiben.
Kampf gegen Komplexität bei Lieferketten
Die Founder-Gruppe von GeneralMind besteht aus dem Gründerteam um die Razor Group und führenden Technolog:innen aus dem Silicon Valley. Tushar Ahluwalia fungiert als CEO. Ebenfalls in der Firmenführung sitzen Shrestha Chowdhury (CPO), Oliver Dlugosch (CCO), Lennart von Hardenberg (CTO Platform), Nishrit Shrivastava (CTO Deployments) und Sergiu Șoima (SVP Engineering). Neben dem Hauptsitz in Berlin betreibt das Unternehmen einen weiteren Standort in Bangalore.
Unternehmen arbeiten laut GeneralMind heute mit sogenannten „Systems of Record“ (SoR), um die Komplexität von Lieferketten zu bewältigen. Dazu gehören zum Beispiel ERP-Systeme. Trotz dieser Systeme findet ein Großteil der operativen Arbeit weiterhin in E-Mail-Posteingängen und Spreadsheets statt. Teams müssen unstrukturierte Kommunikation und Koordination, Übergaben, Rückfragen und Ausnahmen manuell zusammenführen, nachhalten und in Systeme übertragen. Oft fehlt dabei klare Nachverfolgbarkeit, es entstehen Medienbrüche und die Fehleranfälligkeit ist hoch. Dabei ist genau diese Arbeit entscheidend, um die Lieferkette zuverlässig am Laufen zu halten.
one.five: Hamburger AI-Verpackungs-Startup erhält 14 Millionen Euro
GeneralMind übernimmt repetitive Tasks
GeneralMind entwickelt das „AI System of Action“, um genau diese manuelle, repetitive Arbeit sowie unstrukturierte Koordination entlang der Lieferkette end-to-end zu übernehmen. Der KI-Autopilot übernimmt die „digitale Zettelwirtschaft“ entlang komplexer Lieferketten. Er führt automatisiert manuelle, repetitive Abläufe zwischen E-Mail, Excel und ERP-Systemen autonom aus. Eingehende Aufgaben (oft per E-Mail) werden erfasst, analysiert und anschließend end-to-end ausgeführt.
„Unternehmen wissen oft genau, wo es hakt, scheitern aber an der operativen Umsetzung“, sagt Tushar Ahluwalia, Gründer und CEO von GeneralMind. „Ich habe im E-Commerce immer wieder gesehen, wie digitale Zettelwirtschaft, ineffiziente manuelle Prozesse und schmerzhafte Stakeholder-Koordination zwischen unstrukturierter Kommunikation und ERP-Systemen enorme Ineffizienzen in großen Unternehmen erzeugen. Genau dieses Problem lösen wir mit GeneralMind. Unsere KI übernimmt diese Prozesse end-to-end; kein Copilot, sondern mit Autopilot-Funktionalität, die von Menschen überwacht und bei Bedarf freigegeben wird“, ergänzt er.
