Investment

goUrban: Wiener Mobility-Startup holt mehrere Millionen Euro

Bojan Jukić und Jonathan Gleixner von goUrban. © goUrban
Bojan Jukić und Jonathan Gleixner von goUrban. © goUrban

Seit einigen Jahren sind sie von den Straßen Wiens wieder verschwunden, wirklich weg waren sie aber nie: Das Wiener Startup goUrban hat sich in den vergangenen Jahren weg vom B2C-Anbieter von E-Mopeds hin zu einer B2B-Softwarefirma für Shared-Mobility-Dienste entwickelt. Und da wittern jetzt renommierte Investoren das große Zukunftsgeschäft.

Heute wird bekannt, dass aws Gründerfonds, Elevator Ventures der Raiffeisen Bank International (RBI) und Uniqa Ventures gemeinsam bei goUrban einsteigen. Sie kommen gemeinsam auf etwa 13 Prozent. Zwar wird öffentlich nur kommuniziert, dass dem Unternehmen rund um die beiden Gründer Jonathan Gleixner und Bojan Jukić nun einen achtstelligen Betrag zum Skalieren zur Verfügung hätten. Dieser Betrag setzt sich aus dem Investment sowie aus dem Umsatz zusammen, den das Unternehmen selber macht. In der Branche ist zu hören, dass es sich um grob 10 Millionen Euro handelt, die das 2016 gegründete Unternehmen nun zur Verfügung hat.

Vor allem ins Wachstum des Teams, das zwischen Wien und Serbien (Novi Sad) arbeitet, soll investiert werden. Angepeilt ist eine Verdreifachung des Teams von 50 auf 150 Mitarbeiter:innen bis Jahresende. Ausgebaut werden soll natürlich auch die Software, die vom kleinen Autohaus für neue Lending-Modelle für Autos bis zum großen Flottenbetreiber von Sharing-Diensten mittlerweile viele Unternehmen verwenden.

Schaufeln für den Mobility-Boom

Bekanntestes Beispiel ist wohl GO Sharing aus den Niederlanden. Der Betreiber einer E-Moped-Flotte startete im März 2021 in Wien – und goUrban ist mit seiner Software im Hintergrund für die digitale Komponente des Angebots verantwortlich. Aus österreichischer Sicht auch zu sagen: GO Sharing ist gerade wieder dabei, Wien zu verlassen. Zwar stehen noch einige der grünen E-Mopeds auf den Straßen herum, doch sie werden aktuell nach und nach wieder eingezogen.

„Vor sechs Jahren waren wir nach Car2Go die ersten Anbieter mit einem Sharing-Modell in Wien. Im Bereich Micromobility sogar einer der ersten weltweit. Die damals am Markt verfügbare Software erfüllte unsere Erwartungen nicht. Also begannen wir, unsere eigene Software zu entwickeln, und wurden zur digitalen Mobilitätsplattform. Heute agieren wir global mittlerweile in über 100 Städten und möchten ab 2023 auch die größte Software-Firma im Bereich Shared Mobility sein“, so Gleixner über die Entwicklung des Unternehmens.

Aktuell werden etwa 30.000 Fahrzeuge in 100 verschiedenen Städten weltweit mit der Software aus Wien betrieben. Thomas Muchar, Managing Director von Elevator Ventures: „Uns hat sowohl das außergewöhnliche Gründerteam als auch die Skalierbarkeit der Plattform, die es ermöglicht, Lösungen von Drittanbietern zu integrieren, überzeugt. Wir wollen mit unserem Investment einen Beitrag zur Reduktion des Verkehrsaufkommens in den Städten leisten.“

Shared Mobility ist trotz des wechselhaften Marktes ein boomendes Geschäft. Die Umsätze mit Sharing-Flotten und passenden Services wie Ladestationen für Elektrofahrzeuge soll bis 2030 auf satte 660 Milliarden Dollar wachsen – das ist ein Wachstum von 40 Prozent im Vergleich zu heute. Einfach ist der Markt nicht. Zuletzt haben sich BMW und Mercedes-Benz aus dem Carsharing zurück gezogen und entschieden, ShareNow an den Autokonzern Stellantis zu verkaufen.

Shared Mobility: Es gibt einen heimlichen Star, der stark wachsen wird

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