Kite Rise: Grazer GreenTech für Heimbatterie mit Millionenschulden im Konkurs
Sie wollten unter der Marke „Guardian Angel“ einen Heimspeicher mit schöner Verkleidung für Innenräume anbieten, der Batteriespeicher, Wechselrichter und Energiemanagement (EMS) in einem Gerät vereint – und dann noch eine große Besonderheit hat: Er basiert auf Natrium-Ionen-Technologie als Alternative zu Lithium-Ionen-Batterie. Jedoch: Kite Rise Technologies aus Graz musste nun Konkurs anmelden, das Unternehmen soll nicht saniert und fortgeführt werden.
Die Kite Rise Technologies GmbH mit Sitz in Graz hat beim Landesgericht Graz einen Antrag auf Eröffnung eines Konkursverfahrens gestellt. Das Gericht gab dem Antrag statt und eröffnete das Insolvenzverfahren.
Das Unternehmen wurde 2021 gegründet und ist auf die Entwicklung und Produktion nachhaltiger Energiespeichersysteme spezialisiert. Der Schwerpunkt liegt auf der Natrium-Ionen-Technologie, die als ressourcenschonende und sichere Alternative zu herkömmlichen Lithium-Ionen-Batterien gilt. Aktuell beschäftigt das Unternehmen acht Mitarbeiter.
Ursachen der Insolvenz
Als Hauptgrund für die Zahlungsunfähigkeit nennt das Unternehmen die schwierige Übergangsphase von der Entwicklung zum Markteintritt. Derzeit werden noch keine Umsätze am Markt erzielt. Die Finanzierung sollte durch Vorverkäufe in Form von Bestellungen und Anzahlungen für die entwickelten Energiespeichersysteme gesichert werden.
Die Anzahl der Bestellungen und Anzahlungen blieb jedoch deutlich unter den erwarteten Planwerten. Zusätzlich belasteten ungeplant erhöhte Entwicklungskosten die finanzielle Situation. Eine erwartete Forschungsprämie in namhafter Höhe wurde bislang nicht ausbezahlt, und der Zeitpunkt einer möglichen Auszahlung ist ungewiss.
Vermögenslage
Die finanzielle Situation des Unternehmens stellt sich wie folgt dar:
- Passiva (zu Liquidationswerten): 1.734.370 Euro
- Aktiva (zu Liquidationswerten): 362.950 Euro
- Fehlbetrag: rund 1.371.420 Euro
Weiteres Vorgehen
Eine Fortführung des Unternehmens wird nicht angestrebt. Das Konkursverfahren wird durch den bestellten Insolvenzverwalter abgewickelt.

