1. Bandcamp schützt menschliche Kreativität mit striktem AI-Verbot
Die Musik-Plattform Bandcamp hat einen umfassenden Bann für KI-generierte Musik ausgesprochen. Musik, die vollständig oder zu wesentlichen Teilen durch generative AI erstellt wurde, ist ab sofort auf der Plattform nicht mehr erlaubt. Diese Entscheidung begründet das Unternehmen mit dem Schutz der lebendigen Community echter Künstler, die täglich ihre menschliche Kreativität und Leidenschaft auf Bandcamp zum Ausdruck bringen.
Besonders streng geht Bandcamp gegen die AI-Imitation anderer Künstler vor. Jeglicher Einsatz von AI-Tools zur Nachahmung von Künstlern oder Musikstilen ist ausdrücklich verboten und wird als Verletzung bestehender Richtlinien gegen Identitätsdiebstahl und geistiges Eigentum behandelt. Nutzer werden aufgefordert, verdächtige Inhalte zu melden, und Bandcamp behält sich das Recht vor, AI-verdächtige Musik eigenständig zu entfernen. Das Unternehmen verspricht, die Richtlinien entsprechend der schnellen Entwicklungen im AI-Bereich kontinuierlich anzupassen.
2. Larian Studios rudert zurück und setzt klare Grenzen
Nach anfänglicher Verwirrung hat Larian Studios, das gefeierte Entwicklerstudio hinter Baldur’s Gate 3, seine Position zu generativer AI grundlegend präzisiert. In einem ausführlichen Statement stellte Co-Gründer Swen Vincke klar, dass keine AI-generierten kreativen Assets in das kommende Spiel Divinity einfließen werden. Das Studio hat seine ursprünglichen Pläne, GenAI-Tools für Konzeptkunst zu nutzen, vollständig aufgegeben, um jegliche Zweifel über die Herkunft der Kunst auszuräumen.
Die neue Leitlinie des Studios ist eindeutig: Sollte generative AI zum Einsatz kommen, dann nur mit Trainingsdaten, die Larian selbst besitzt oder für die eine ausdrückliche Zustimmung der Urheber vorliegt. Machine Learning Director Gabriel Bosque konkretisierte, dass AI lediglich zur Effizienzsteigerung mechanischer Aufgaben dienen soll, nicht aber zur Erstellung kreativer Inhalte. Besonders bemerkenswert: Larian hat sich vertraglich verpflichtet, die Stimmen der über hundert beteiligten Synchronsprecher nicht für AI-Voice-Modelle zu verwenden – eine klare Abgrenzung gegen den verbreiteten Missbrauch von AI zur Imitation von Schauspielern in der Gaming-Industrie.
3. Games Workshop verbietet AI komplett in Design und Content
Der britische Tabletop-Gigant Games Workshop, Schöpfer der Warhammer-Franchise, hat einen umfassenden AI-Bann für seine gesamten Design- und Content-Prozesse verhängt. CEO Kevin Rountree stellte in seinem Finanzbericht klar, dass Mitarbeiter keine AI zur tatsächlichen Produktion verwenden dürfen und keiner der Senior Manager aktuell von der Technologie begeistert sei. Die Richtlinie verbietet AI-generierte Inhalte nicht nur in der Produktion, sondern auch in offiziellen Wettbewerben und jeglicher nicht autorisierter externer Nutzung.
Diese strikte Haltung wurzelt tief in der DNA des Unternehmens: Die ikonische Warhammer-40.000-Ästhetik wurde über Jahrzehnte von legendären Künstlern wie John Blanche geprägt und ist untrennbar mit menschlicher Kreativität verbunden. Games Workshop investiert bewusst weiter in menschliche Talente und hat im Berichtszeitraum mehr Kreativschaffende eingestellt – von Konzeptkünstlern über Autoren bis zu Bildhauern. Während nur wenige Senior Manager die Technologie explorieren dürfen, gilt unternehmensweit das Prinzip: starkes Engagement für den Schutz geistigen Eigentums und Respekt vor menschlichen Schöpfern. Diese Position steht im deutlichen Kontrast zu Konkurrenten wie EA oder Square Enix, die AI massiv in ihre Geschäftsmodelle integrieren.