Lovable erreicht 6,6 Milliarden Dollar Bewertung, CapitalG (Google) steigt ein
Es wurde erst 2023 gegründet, gehört aber bereits zu den Speerspitzen der europäischen Unicorns und weltweit zu den höchst bewerteten Coding-Startups überhaupt: Die Vibe-Code-Plattform Lovable aus Stockholm, Schweden, verkündet eine 330-Millionen-Dollar-Finanzierungsrunde (Series B) bei einer Bewertung von 6,6 Milliarden Dollar.
CapitalG, also der Risikokapitalarm von Google, und Menlo Ventures‘ Anthology Fund führen die Investition an. Damit setzt das Unternehmen seine rasante Wachstumsstory fort. Erst Anfang des Jahres hatte Lovable eine Series-A-Runde über 200 Millionen Dollar bei einer Bewertung von 1,8 Milliarden Dollar abgeschlossen, angeführt von Accel.
An der aktuellen Runde beteiligen sich die Venture-Arme führender Tech-Konzerne: NVentures (Nvidia), Salesforce Ventures, Databricks Ventures, T. Capital (Deutsche Telekom), Atlassian Ventures und HubSpot Ventures. Hinzu kommen Khosla Ventures, DST Global, EQT Growth und Kinship Ventures sowie die Bestandsinvestoren Accel, Creandum und Evantic. Bei der Series A hatten sich bereits zahlreiche Gründer und Führungskräfte von Canva, Slack, Klarna und Revolut beteiligt.
Die Beteiligung der Corporate-Venture-Arme zeigt die strategische Relevanz: Nvidia, Salesforce, Databricks und andere Tech-Konzerne positionieren sich früh in einem Markt, der die Softwareentwicklung demokratisiert. Unternehmer gründen neue Geschäfte mit der Plattform, Produktteams verkürzen Prototypen-Zyklen von Wochen auf Stunden.
Millionen Nutzer seit November-Launch
Lovable ermöglicht es Nutzern ohne Programmierkenntnisse, Software-Anwendungen (v.a. Websites, Web-Apps) per Texteingabe zu erstellen. Seit dem öffentlichen Launch Ende November 2024 verzeichnet die Plattform bereits 2,3 Millionen aktive Nutzer. Apps, die mit Lovable gebaut wurden, erreichten in den letzten sechs Monaten kombiniert über eine halbe Milliarde Visits. Mittlerweile vertrauen auch große Konzerne auf Lovable und die damit entwickelten Anwendungen, so Gründer und CEO Anton Osika.
Die Plattform adressiert ein fundamentales Problem: Weniger als ein Prozent der Weltbevölkerung kann programmieren, obwohl Software nahezu jeden Lebensbereich durchdringt. „Mit Lovable sind Fähigkeiten nicht länger der Engpass für Ideen“, erklärt Osika. Nutzer formulieren eine Produktidee und erhalten umgehend funktionsfähige Ergebnisse inklusive Backend-Funktionalität und nativer Integrationen. Die Anwendungsfälle reichen von Mahlzeiten- und Kinderbetreuungsplanern über Wetter-Apps bis zu Karriere-Trackern.
Hinter Lovable stehen die Mitgründer Anton Osika und Fabian Hedin. „Mit Lovable kann jetzt jeder millionenschwere Unternehmen aufbauen und Produkte entwickeln, denen die größten Konzerne der Welt vertrauen“, meinen die Gründer und haben die Vision, „das letzte Stück Software zu bauen.

