2 Minuten 2 Millionen

Ontoworks: Münchner Video-KI-Startup ohne Beispiel-Videos

Seán McFadden und Kevin Berdux gründeten Ontoworks. © Ontoworks
Seán McFadden und Kevin Berdux gründeten Ontoworks. © Ontoworks
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Das Münchner Startup Ontoworks traut sich – und positioniert sich im hart umkämpften Markt der KI-gestützten Videoerstellung. Die Jungfirma entwickelt eine SaaS-Plattform, die aus Audioinhalten automatisiert Videocontent generiert. CEO Seán McFadden, der einen Elite Master in Neuroengineering absolviert hat, tritt am Dienstag in der österreichischen Investoren-Show „2 Minuten 2 Millionen“ auf.

Ontoworks bietet drei Hauptprodukte an: eine API für Audio-zu-Video-Konvertierung, einen Social-Media-Bot für automatisierte Videopostings auf Plattformen wie Instagram, TikTok und YouTube Shorts sowie maßgeschneiderte SaaS-Entwicklung für Kreativproduktionen. Die Abrechnung erfolgt entweder per Video oder über ein Abonnementmodell. Das Unternehmen richtet sich sowohl an Einzelnutzer als auch an B2B-Kunden aus der Kreativbranche.

Für die Videogenerierung muss man letztlich doch einiges berappen. Für 5 Minuten Video bezahlt man pro Monat regulär 25 Dollar, pro Minute sind also 5 Dollar fällig. Seltsam ist, dass die aktuelle Webseite des Startups keine Beispiel-Videos zeigen kann – sie liegen bei YouTube und wurden, aus welchen Gründen auch immer, auf „privat“ gesetzt.

Team und Struktur

Das Unternehmen beschreibt sich als multidisziplinäres Team aus Ingenieuren, Kreativen und Strategen. Neben CEO McFadden gehören zur Führungsebene CTO Roman Baryalay (Full Stack Developer), CFO Henrik Naujoks (PhD Mathematik) und CMO Kevin Berdux (Music Business). Ergänzt wird das Team durch Berater aus den Bereichen Business (Serena Laughton, Warwick Business School) und Marketing (Rebekka Reissinger, Music and Creative Industries).

Ontoworks tritt in einem Segment an, das von etablierten Tech-Konzernen dominiert wird. Google hat mit Veo 3 ein leistungsstarkes Video-KI-Modell vorgestellt, OpenAI konkurriert mit Sora 2. Beide Systeme verfügen über erhebliche Ressourcen in Forschung, Rechenkapazität und Datenbeständen. Die Herausforderung für kleinere Anbieter besteht darin, sich durch Spezialisierung, Nutzerfreundlichkeit oder spezifische Anwendungsfälle zu differenzieren.

Die Nutzungsbedingungen der Plattform regeln, dass vom Kunden erstellte Inhalte in dessen Eigentum bleiben. Ontoworks erhält jedoch das Recht, Inhalte für Support- und Entwicklungszwecke zu nutzen.

Investorenpitch ohne Prototyp

Bei seinem Auftritt in der Investoren-Show präsentierte McFadden das Konzept ohne funktionsfähigen Prototypen. Dies führte zunächst zu Skepsis bei den Investoren. Dennoch entwickelte sich eine lebhafte Diskussion, in der mehrere Investoren Interesse signalisierten.

Ontoworks befindet sich in der frühen Entwicklungsphase und muss seine Wettbewerbsfähigkeit gegenüber ressourcenstarken Konkurrenten noch unter Beweis stellen. Der Erfolg wird davon abhängen, ob das Startup spezifische Nischen besetzen, technologische Alleinstellungsmerkmale entwickeln oder durch überlegene Nutzerführung überzeugen kann.

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