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OpenAI startet Prism: KI-Workspace für wissenschaftliches Arbeiten

OpenAI Prism. © OpenAI
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OpenAI hat Prism gelauncht, einen neuen Workspace für wissenschaftliches Schreiben. Die Plattform ist kostenlos für alle mit einem ChatGPT-Account verfügbar und integriert das Sprachmodell GPT-5.2 direkt in den Arbeitsablauf. Prism soll Textverarbeitung, Literaturrecherche und Kollaboration in einer cloudbasierten Umgebung vereinen. Das Tool baut auf Crixet auf, einer LaTeX-Plattform, die OpenAI übernommen und zu Prism weiterentwickelt hat. Damit reagiert das AI-Unternehmen auf durchschnittlich 8,4 Millionen wöchentliche Nachrichten zu naturwissenschaftlichen Themen, die bei ChatGPT eingehen.

Die Software funktioniert als KI-basierter Editor, der Forschenden erlaubt, Behauptungen zu überprüfen, Texte zu überarbeiten und Fachliteratur zu durchsuchen. Nutzer:innen können per Chat Hypothesen testen, Gleichungen und Quellenangaben erstellen sowie Whiteboard-Zeichnungen direkt in LaTeX umwandeln. LaTeX ist ein professionelles Textsatzsystem, das vor allem für wissenschaftliche Publikationen genutzt wird.

Das Modell soll die Struktur eines Papers verstehen, einschließlich Gleichungen, Abbildungen und Gesamtargumentation. Prism ist jedoch nicht dafür konzipiert, eigenständig zu forschen, sondern soll die Arbeit menschlicher Wissenschaftler:innen beschleunigen – ähnlich wie Coding-Tools wie Cursor oder Windsurf in der Softwareentwicklung.

KI soll wissenschaftliche Forschung beschleunigen

„Ich denke, dass 2026 für KI und Wissenschaft das sein wird, was 2025 für KI und Softwareentwicklung war“, so Kevin Weil, Vizepräsident von OpenAI for Science, in einer Pressekonferenz.

Laut OpenAI nutzen akademische Forscher:innen KI bereits für komplexe Aufgaben. In der Mathematik haben KI-Modelle mehrere langjährige Erdős-Probleme durch Literaturanalyse und neue Anwendungen bestehender Techniken gelöst. Ein im Dezember veröffentlichtes Statistik-Paper verwendete GPT-5.2 Pro, um neue Beweise für ein zentrales Axiom der statistischen Theorie zu etablieren. Menschliche Forscher:innen waren nur für Prompts und Verifizierung verantwortlich.

Unbegrenzte Kollaboration

Prism soll einen verbesserter Worflow rund um etablierte Standards bieten, der aktuell verfügbare LaTeX-Tools übertrifft. Die visuellen Fähigkeiten von GPT-5.2 erlauben es demnach, Diagramme aus Online-Whiteboard-Zeichnungen zusammenzustellen – ein bekannter Pain Point.

OpenAI betont auch den kollaborativen Aspekt von Prism. Da die Plattform cloudbasiert läuft, entfällt die lokale LaTeX-Installation. Teams können in Echtzeit zusammenarbeiten, Änderungen und Kommentare sind sofort sichtbar. User können Änderungen direkt im Dokument vornehmen oder optional sprachbasierte Bearbeitung nutzen.

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