Wandlung

Moltbot wird OpenClaw: Peter Steinbergers KI-Assistent lockt Millionen Interessierte an

Peter Steinberger's OpenClaw. © OpenClaw / P. Steinberger
Peter Steinberger's OpenClaw. © OpenClaw / P. Steinberger
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Zuerst Clawdbot, dann Moltbot, und schließlich OpenClaw (möglicherweise in Anlehnung an OpenAI?): Der Open Source KI-Agent des österreichischen Entwicklers Peter Steinberger hat die Tech-Welt im Sturm erobert. Die Grundidee ist, ihn lokal auf eigener Hardware wie einem Mac Mini laufen zu lassen, ansprechen kann man ihn über bestehende Chat-Apps wie WhatsApp oder Telegram, und zur Verarbeitung lassen sich unterschiedliche KI-Modelle anbinden.

Dieses Wochenendprojekt hat sich innerhalb von zwei Monaten zu einer der am schnellsten wachsenden Open-Source-Plattformen entwickelt. Das ursprünglich als „WhatsApp Relay“ gestartete Projekt verzeichnet mittlerweile über 100.000 GitHub-Sterne und zog in einer einzigen Woche 2 Millionen Besucher an. Der Entwickler Steinberger hat nun die dritte Umbenennung des Projekts angekündigt: OpenClaw.

In der Tech-Szene ist Steinberger, der vor Jahren PSPDFKit in Wien aufbaute und dann einen großen Exit machte, durch OpenClaw zum Star geworden. Das Projekt hat auf GitHub einen steilen Anstieg von „Stars“ verzeichnet – so etwas wie Likes, nur eben in der durchaus kritischen Entwickler-Community. So viele Sterne bekommen nur wenige Projekte.

Vorschau des Bildanhangs

Die Namensgebung gestaltete sich kompliziert. Im November 2025 taufte der Entwickler das Projekt „Clawd“ – ein Wortspiel mit „Claude“ und dem englischen Wort für Klaue. Anthropics Rechtsabteilung bat jedoch um eine Änderung. Der zweite Name „Moltbot“ entstand in einem Discord-Brainstorming um fünf Uhr morgens mit der Community. Die Häutung von Hummern sollte Wachstum symbolisieren, doch wie der Entwickler einräumt, „es ging nie so richtig leicht über die Lippen“. OpenClaw ist nun die finale Wahl – diesmal mit abgeschlossenen Markenrecherchen, gekauften Domains und geschriebenem Migrationscode.

Dezentrale Architektur als Kernprinzip

OpenClaw ist eine offene Agentenplattform, die auf der eigenen Maschine läuft und über bereits genutzte Chat-Anwendungen funktioniert. Die Plattform unterstützt WhatsApp, Telegram, Discord, Slack, Teams und weitere Kanäle. Das Prinzip fasst der Entwickler zusammen: „Dein Assistent. Deine Maschine. Deine Regeln.“ Im Gegensatz zu SaaS-Assistenten, bei denen Daten auf fremden Servern liegen, läuft OpenClaw auf der gewählten Infrastruktur – Laptop, Homelab oder VPS. Die Nutzer behalten die Kontrolle über ihre Schlüssel und Daten.

Mit dem Rebrand liefert das Team neue Funktionen aus: Plugins für Twitch und Google Chat, Unterstützung für die Modelle KIMI K2.5 und Xiaomi MiMo-V2-Flash sowie die Möglichkeit, Bilder im Web-Chat zu versenden. Besondere Aufmerksamkeit erhält die Sicherheit: 34 sicherheitsbezogene Commits haben die Codebasis gehärtet. Das Projekt hat diese Woche maschinenprüfbare Sicherheitsmodelle veröffentlicht. Steinberger betont jedoch, dass Prompt Injection weiterhin ein branchenweit ungelöstes Problem darstellt und empfiehlt die Verwendung starker Modelle sowie das Studium der Sicherheits-Best-Practices.

Wie berichtet, gibt es bei OpenClaw zahlreiche Sicherheitsprobleme, weswegen nur Kenner der Materie sich die software installieren sollten (mehr dazu hier).

Professionalisierung der Projektstruktur

Die Roadmap konzentriert sich auf Sicherheit als oberste Priorität, gefolgt von Gateway-Zuverlässigkeit und der Unterstützung weiterer Modelle und Anbieter. Der Entwickler arbeitet daran, Maintainer hinzuzufügen und Prozesse zu etablieren, um den massiven Zustrom von Pull Requests und Issues zu bewältigen. Er plant, Maintainer angemessen zu bezahlen – wenn möglich in Vollzeit. Das Projekt sucht aktiv nach Beiträgen und Sponsoren für die Organisation.

Der Entwickler dankt vor allem der „Claw Crew“ – allen Mitwirkenden, die Code eingereicht, Issues gemeldet, dem Discord beigetreten oder das Projekt einfach ausprobiert haben. Mit der finalen Umbenennung zu OpenClaw schließt das Projekt seine Metamorphose ab und positioniert sich als Community-getriebene Alternative zu proprietären KI-Assistenten.

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