Finanzierung

Orbem sammelt 55,5 Millionen Euro für KI-gestützte MRT-Technologie ein

Orbem‑Management (v.l.n.r.: Dr. Miguel Molina (CTO & Co‑Founder), Dr. Maria Laparidou (CSO & Co‑Founder), Dr. Pedro Gómez (CEO & Co‑Founder), Benjamin Rauser (CCO)) © Orbem
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Das Münchner DeepTech-Unternehmen Orbem hat in einer Series-B-Finanzierungsrunde 55,5 Millionen Euro erhalten. Die Runde wird vom niederländischen DeepTech-Investor Innovation Industries angeführt, auch der französische VC-Fonds Supernova Invest beteiligt sich. Bestehende Investoren wie General Catalyst, 83North und The Venture Collective investieren ebenfalls. Orbem macht KI-basierte MRT-Technologie industrietauglich und ermöglicht nicht-invasive Einblicke in biologische Materialien im industriellen Maßstab.

Das Unternehmen wurde 2019 als Spin-off der Technischen Universität München gegründet und hat sich als einer der europäischen Marktführer beim In-Ovo-Sexing etabliert. Die Technologie ermöglicht die Geschlechtserkennung im Ei und bietet eine Alternative zum Töten männlicher Küken, eine Praxis, die in vielen Ländern mittlerweile verboten ist. Insgesamt hat Orbem bereits 170 Millionen Eier gescannt. Neben dem Hauptsitz in München betreibt das Unternehmen seit 2025 auch ein Büro in Houston, Texas.

MRT-Technologie gegen Kükentöten und Lebensmittelverschwendung

Das Flagship-Produkt Genus Focus kombiniert MRT-Sensoren mit vertikaler KI und bestimmt das Geschlecht eines Embryos im Ei in unter einer Sekunde. „Wir sind das erste und bisher einzige Unternehmen der Welt, das den Einsatz von MRT in weniger als einer Sekunde und ohne menschliches Eingreifen ermöglicht“, erklärt Dr. Pedro Gómez, Mitgründer und CEO von Orbem. Die Nachfrage nach ethisch produzierten Eiern wächst stetig, auch durch Initiativen wie das US-amerikanische Hatch Check-Zertifikat.

Genus Focus In-Ovo-Sexing © Orbem
Genus Focus In-Ovo-Sexing © Orbem

Mit dem Genus Scale hat Orbem kürzlich ein zweites Produkt für die Geflügelwirtschaft auf den Markt gebracht. Brütereien können damit den Befruchtungsstatus von Eiern noch vor der Bebrütung feststellen. Unbefruchtete Eier werden frühzeitig erkannt und können anderweitig verwertet werden, ein wichtiger Schritt gegen Lebensmittelverschwendung. Brütereien sparen wertvollen Platz im Inkubator und erschließen sich neue Einkommensquellen.

Genus Scale © Orbem
Genus Scale © Orbem

Expansion in die USA und neue Märkte

Das frische Kapital fließt in die US-Expansion und in neue Anwendungen für den Obst- und Gemüsesektor. Orbems nicht-destruktive Technologie kann tief unter die Schale von Produkten wie Wassermelonen, Avocados und Mangos blicken, um interne Schäden zu erkennen. Produzenten können ihre Waren präzise sortieren und Lebensmittelabfälle drastisch reduzieren. „Orbem bekämpft Tierleid, die Verschwendung von Lebensmitteln und baut ein nachhaltigeres, globales Lebensmittelsystem auf“, kommentiert Michaël Thomas, Investment Director bei Supernova Invest.

Langfristig will Orbem auch Anwendungen für den Gesundheitssektor entwickeln. Durch die gesammelten Informationen aus Millionen von Eiern und pflanzlichen Agrarprodukten baut das Unternehmen den weltweit größten biologischen Datensatz auf. „Diese neue Finanzierungsrunde ermöglicht es uns, unsere US-Expansion zu beschleunigen und weiteren Lebensmittelproduzenten und bald auch Gesundheitsdienstleistern zu helfen, bessere, datenbasierte Entscheidungen zu treffen“, so Gómez.

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