Gastbeitrag

Prediction: 2026 markiert den Moment, in dem Bitcoin endgültig institutionell wird

Prognose 2026 von Ed Prinz
Prognose 2026 von Ed Prinz
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Ausgangslage Anfang 2026: Eine Fed im Übergang

Zu Beginn des Jahres 2026 befindet sich die US Notenbank in einer institutionell sensiblen Phase. Die Amtszeit des amtierenden Fed Chair endet im Mai 2026. Damit steht die Federal Reserve bereits ab dem ersten Quartal unter politischem und marktseitigem Erwartungsdruck. In der Praxis bedeutet das, dass geldpolitische Entscheidungen nicht isoliert betrachtet werden, sondern immer auch im Lichte der anstehenden Führungsentscheidung interpretiert werden.

Zu Jahresbeginn sind die Leitzinsen noch auf einem im historischen Vergleich hohen Niveau. Die Inflation ist zwar gegenüber den Vorjahren rückläufig, bewegt sich jedoch weiterhin oberhalb des langfristigen Zielwerts. Gleichzeitig zeigen mehrere Frühindikatoren eine Abkühlung der US Wirtschaft, insbesondere im Konsum und am Arbeitsmarkt. Dieses Spannungsfeld prägt die Fed Kommunikation im ersten Quartal 2026.

Für Bitcoin bedeutet diese Phase zunächst Zurückhaltung. Historisch reagieren Kryptomärkte in Übergangsphasen der Geldpolitik eher seitwärts, da Liquiditätserwartungen noch nicht klar bestätigt sind.

Erstes Quartal 2026: Signalpolitik statt harter Maßnahmen

Im ersten Quartal 2026 steht für die Fed weniger die tatsächliche Zinspolitik im Vordergrund als die kommunikative Vorbereitung. Zinssenkungen sind zwar bereits erwartet, werden jedoch noch nicht aggressiv umgesetzt. Stattdessen sendet die Fed gezielte Signale über Reden, Projektionen und Forward Guidance.

Entscheidend ist hierbei nicht der absolute Zinsschritt, sondern die Erwartung, dass der geldpolitische Höhepunkt überschritten ist. Für Märkte ist das der Übergang von restriktiver zu neutraler Politik. Diese Phase ist historisch der Moment, in dem Risikoassets beginnen, strukturell zu reagieren.

Bitcoin profitiert in diesem Umfeld nicht sofort durch starke Kursanstiege, sondern durch sinkenden Verkaufsdruck. Langfristige Halter reduzieren Abgaben, institutionelle Investoren beginnen, Positionen aufzubauen oder bestehende Engagements abzusichern.

Frühjahr 2026: Führungsentscheidung und Richtungsfestlegung

Der entscheidende Einschnitt erfolgt im Frühjahr 2026 mit der formalen Ernennung eines neuen Fed Chair. Diese Personalentscheidung ist für die Märkte wichtiger als einzelne Zinsschritte, da sie den mittelfristigen Kurs der Geldpolitik definiert.

Ein Fed Chair mit klarer Präferenz für Wachstum und Finanzmarktstabilität signalisiert höhere Toleranz gegenüber Inflation und damit eine größere Bereitschaft zu Zinssenkungen und gegebenenfalls bilanzpolitischen Maßnahmen. Ein stärker stabilitätsorientierter Kandidat würde hingegen einen vorsichtigeren Kurs einschlagen.

Für Bitcoin ist diese Phase besonders relevant, da sie die Erwartungshaltung für die kommenden zwölf bis achtzehn Monate festlegt. In der Vergangenheit folgten auf solche Richtungsentscheidungen oft Neubewertungen von knappen Assets. Bitcoin beginnt in dieser Phase typischerweise, sich vom breiten Markt zu entkoppeln, sofern Liquiditätsperspektiven positiv interpretiert werden.

Sommer 2026: Zinsrealität trifft Liquiditätsfrage

Ab dem Sommer 2026 wird aus Erwartung Realität. Die Fed muss zeigen, ob sie bereit ist, die Wirtschaft aktiv zu stützen oder lediglich eine Normalisierung anstrebt. Sollte sich die wirtschaftliche Abkühlung fortsetzen, steigt der Druck, die Zinsen deutlicher zu senken.

Parallel rückt die Frage der Bilanzpolitik in den Fokus. Selbst ohne explizites Quantitative Easing kann bereits eine Verlangsamung des Bilanzabbaus als Liquiditätsimpuls wirken. Finanzmärkte reagieren sensibel auf diese Veränderungen, da sie direkte Auswirkungen auf Kreditvergabe, Assetpreise und Risikobereitschaft haben.

Bitcoin reagiert historisch verzögert, aber überproportional auf solche Liquiditätseffekte. Während Aktien oft zuerst steigen, folgt Bitcoin häufig in einer zweiten Phase, wenn Kapital beginnt, in nicht inflationierbare Assets umzuschichten.

Zweite Jahreshälfte 2026: Politischer Zyklus und Marktdynamik

In der zweiten Jahreshälfte 2026 gewinnt der politische Zyklus in den USA an Bedeutung. Mit Blick auf die Midterm Elections im Folgejahr steigt das Interesse an stabilen oder positiven Wirtschaftsdaten. Historisch erhöht dies die Wahrscheinlichkeit einer marktfreundlichen Geldpolitik.

Die Fed agiert zwar formal unabhängig, kann sich dem politischen Umfeld jedoch nicht vollständig entziehen. Eine Kombination aus moderaten Zinssenkungen, stabilisierender Inflation und wachsender Staatsverschuldung schafft ein Umfeld, in dem monetäre Expansion zumindest indirekt begünstigt wird.

Für Bitcoin ist diese Phase besonders konstruktiv. Steigende Liquidität, sinkende Realzinsen und zunehmende institutionelle Akzeptanz wirken gleichzeitig. In solchen Konstellationen kam es in der Vergangenheit häufig zu starken Aufwärtsbewegungen, auch wenn diese von hoher Volatilität begleitet waren.

Konkrete Bitcoin Prognose für 2026

Unter der Annahme eines geldpolitischen Übergangs von restriktiv zu moderat expansiv ist 2026 für Bitcoin ein Jahr struktureller Neubewertung. Kursschwankungen bleiben wahrscheinlich, insbesondere rund um Fed Entscheidungen und makroökonomische Daten. Gleichzeitig spricht vieles dafür, dass Rücksetzer eher akkumuliert als verkauft werden.

Ein Szenario mit graduellen Zinssenkungen und stabil wachsender Liquidität würde Bitcoin mittelfristig in neue Bewertungsbereiche führen. Ein deutlich expansiverer Kurs der Fed könnte eine beschleunigte Preisphase auslösen. Nur ein unerwarteter geldpolitischer Schwenk zurück zur Straffung würde dieses Bild substanziell verändern.

Zusammengefasst ist 2026 kein Jahr des plötzlichen Umbruchs, sondern der monetären Bestätigung. Die Entscheidungen der Fed wirken nicht punktuell, sondern zeitverzögert und kumulativ. Genau in diesem Umfeld entfaltet Bitcoin historisch seine stärkste Wirkung.

Ed Prinz ist Vorstand von DLT Austria, Gründer des Web3 Hub Vienna sowie Co-Founder von DLT Germany und DLT Switzerland. Mit jahrelanger Erfahrung in Research und Analyse von Token, Protokollen und Märkten sowie im Portfolio-Management bringt er fundiertes Wissen in den Bereichen Blockchain-Technologie und EVM mit. Seit 2017 berät er Blockchain-Startups und Unternehmen und ist aktiv in der Entwicklung innovativer Web3-Lösungen. Im Gastbeitrag analysiert er die aktuellen Entwicklungen im Krypto-Sektor.

Disclaimer: Dies ist meine persönliche Meinung und keine Finanzberatung. Aus diesem Grund kann ich keine Gewähr für die Richtigkeit der Informationen in diesem Artikel übernehmen. Wenn du unsicher bist, solltest du dich an einen qualifizierten Berater wenden, dem du vertraust. In diesem Artikel werden keine Garantien oder Versprechungen bezüglich Gewinnen gegeben. Alle Aussagen in diesem und anderen Artikeln entsprechen meiner persönlichen Meinung.

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