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SkiCoach: Grazer Solo-Entwickler setzt bei seiner AI-App auf Anti-Cloud und Anti-Abo

Die SkiCoach-App. © Cyprien Delaporte auf Unsplash / SkiCoach / Montage Trending Topics
Die SkiCoach-App. © Cyprien Delaporte auf Unsplash / SkiCoach / Montage Trending Topics
Startup Interviewer: Gib uns dein erstes AI Interview Startup Interviewer: Gib uns dein erstes AI Interview

Das Grazer Brand Seeds Studio, hinter der der Solo-Entwickler Mihajlo Grmaš aus Graz, bringt eine Ski-Coaching-App auf den Markt, die komplett ohne Cloud-Anbindung auskommt. SkiCoach verarbeitet alle Daten direkt am Smartphone – und verzichtet auf das übliche Abo-Modell.

Grmaš hat 18 Monate an SkiCoach gearbeitet. Das Ergebnis: die „erste App mit 100 % On-Device AI für den Skisport“, wie der Entwickler erklärt. Die gesamte Sensorverarbeitung, Bewertung und Audio-Coaching läuft lokal auf dem Gerät. Internet braucht die App nur für den initialen Download.

Die technische Basis bilden Standard-Smartphone-Sensoren: GPS, Beschleunigungsmesser, Gyroskop und Barometer. Externe Hardware ist nicht nötig. Die App unterstützt iOS und Android und funktioniert in vier Sprachen: Englisch, Deutsch, Französisch und Italienisch.

19,99 Euro statt Jahresabo

SkiCoach setzt auf Einmalkauf statt Subscription. Die Pro-Version kostet 19,99 Euro – einmalig, ohne Verlängerung. Zum Vergleich: Mitbewerber verlangen laut Grmaš zwischen 25 und 50 Euro pro Jahr. Über fünf Saisonen spare man damit mehr als 100 Euro. Ein monatliches Abo macht bei sehr saisonalen Sport Skifahren auch wenig Sinn, weswegen ein einmaliger Kaufpreis den Usern entgegen kommen soll.

Die Gratis-Version bietet Speed-Tracking, drei Abfahrten pro Tag, einen Basis-Technik-Score und einen Coaching-Tipp täglich. Die Sturzerkennung bleibt immer kostenlos. Die Pro-Version schaltet unbegrenzte Abfahrten frei, drei Coaching-Intensitätsstufen, vollständige Verlaufshistorie mit Charts, einen Rhythmus-Coach mit BPM-Anzeige, Batterie-Optimierungsmodi und Export-Funktionen für CSV, GPX und JSON.

Privacy-First: Keine Cloud, keine Accounts

„Wir wollen Ihre Daten nicht“ – mit diesem Satz startet die Datenschutz-Sektion. SkiCoach speichert alle Daten ausschließlich in einer SQLite-Datenbank in der App-Sandbox auf dem Gerät. Es gibt keine Cloud-Synchronisation, keine Server für Nutzerdaten und keine Account-Pflicht. Kein Login, keine E-Mail, kein Profil.

Nutzer exportieren ihre Daten selbst: als CSV für Excel und Google Sheets, als GPX für Strava, Google Maps und Komoot oder als JSON für eigene Analysen. Wer alle Daten löschen will, findet die Funktion in den Einstellungen. Die Löschung erfolgt sofort und permanent. Auch die Deinstallation der App entfernt alle Daten.

Wer sicher tiefer mit der Thematik beschäftigen will: hat sogar ein eigenes Whitepaper verfasst, das sich auf 6 Seiten darum dreht, warum man im Skisport eine Offline-Funktion zum Erfassen der Performance braucht.

Sturzerkennung und technische Grenzen

Die App erkennt Stürze ab einer Beschleunigung von 3G und fragt dann nach, ob alles in Ordnung ist. Ein Notfallkontakt lässt sich hinterlegen. Die App ruft aber nicht automatisch Rettungsdienste an. Der Entwickler stellt klar: Die Sturzerkennung ist „ein unterstützendes Feature“, kein zertifiziertes Sicherheitsgerät. Sie ersetzt weder Schutzausrüstung noch Pistenrettung noch Notdienste.

Auch beim Technik-Score nennt Grmaš Grenzen: „Die Technik-Bewertung ist ein relativer Indikator“ mit einer Schwankung von plus/minus 5 bis 10 Punkten zwischen Abfahrten. Bedingungen, Handy-Platzierung und Pistenschwierigkeit beeinflussen das Ergebnis. Am wertvollsten sei der Score für das Tracking des eigenen Fortschritts über Zeit.

Akkulaufzeit und Platzierung

Die Batterie hält im Full-Modus rund vier Stunden, im Balanced-Modus etwa sechs Stunden, im Eco-Modus über acht Stunden. Kälte reduziert die Laufzeit – das Smartphone sollte warm gehalten werden. Für optimale Messergebnisse empfiehlt der Entwickler die vordere Hosentasche im Oberschenkelbereich. Auch Brusttaschen funktionieren. Rucksäcke eignen sich nicht, weil sie sich zu unabhängig bewegen.

Snowboard-Einschränkung und globale Verfügbarkeit

Die Technik-Bewertung ist auf Skifahren kalibriert. Snowboarder nutzen Speed-Tracking und Sturzerkennung, die Scores sind aber weniger aussagekräftig. Die App funktioniert überall mit GPS-Signal und ist global in den iOS- und Android-Stores verfügbar – ohne regionale Sperren.

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