Softbank könnte weitere 30 Milliarden Dollar in OpenAI investieren
Der japanische Technologie-Investor Softbank erwägt laut Handelsblatt, weitere 30 Milliarden US-Dollar in OpenAI zu investieren. Die Verhandlungen hierzu seien jedoch noch nicht abgeschlossen. Softbank zählt bereits jetzt zu den größten Geldgebern des ChatGPT-Entwicklers. Erst letzten Monat investierte das Unternehmen 22,5 Milliarden Dollar.
Geld aus Nvidia-Aktienverkauf könnte in OpenAI fließen
Softbank-Gründer Masayoshi Son will eine zentrale Rolle bei der Entwicklung von AI spielen. Aktuell hält Softbank einen Anteil von elf Prozent an OpenAI. Auf dem Aktienmarkt kam die Nachricht des möglichen erneuten Investment gut an. Die Aktien von Softbank stiegen zwischenzeitlich um bis zu 8,8 Prozent an, bevor sie in Tokio am Mittwochnachmittag (Ortszeit) um etwa 3,3 Prozent im Plus notieren.
Erst kürzlich hat Softbank seine Anteile an Nvidia verkauft (wir berichteten) und Gespräche über den Kauf des US-Rechenzentrums Switch Inc. unterbrochen. Das daraus gewonnene Kapital könnte nun in OpenAI fließen. Derzeit wollen sich Vertreter:innen des Tech-Investors noch nicht zu den Verhandlungen äußern.
Softbank geht bei Investments große Risiken ein
Obwohl Softbank frühzeitig in KI-Technologien investiert hat, hat das Unternehmen den weltweiten Ansturm auf den Bau von Halbleitern, Server-Racks und anderer Hardware zur Unterstützung des maschinellen Lernens weitgehend verpasst. Der Hauptteil des Geldes floss an einen kleinen Kreis von Chipherstellern wie Nvidia und Taiwan Semiconductor Manufacturing.
Der Konzern hat seine Investitionen in AI in den letzten Monaten stark erhöht. Im vergangenen Jahr hat das in Tokio ansässige Unternehmen den US-Chip-Designer Ampere Computing LLC für 6,5 Milliarden US-Dollar gekauft und die Übernahme der Robotik-Sparte von ABB Ltd. für 5,4 Milliarden US-Dollar angekündigt.
Diese Investitionen sowie der starke Wertverlust der Arm-Aktien Ende letzten Jahres setzen die Kreditwürdigkeit des Unternehmens unter Druck, warnte S&P Global Ratings Anfang dieses Monats. Auch OpenAI steht durch Konkurrenten wie Google Gemini unter Druck. Expert:innen zufolge geht Masayoshi Son mit seinen Investments derzeit große Risiken ein.
