Sparkli: Ex-Google-Trio sammelt 5 Mio. Dollar für kindgerechte KI-Lernplattform
Das in Zürich ansässige EdTech-Startup Sparkli sammelt in einer Pre-Seed-Runde 5 Millionen Dollar ein. Die KI-basierte Lernplattform für Kinder will damit seine Lösung in Familien und Schulen international etablieren. Das Unternehmen verlässt nun den Stealth-Modus und will interaktive Lernerfahrungen schaffen, berichtet Tech.eu. Die Pre-Seed-Finanzierungsrunde wird von Founderful angeführt, unter Beteiligung von Arc Investors und einer Förderung durch Innosuisse.
Viele digitale Lerntools für Kinder bieten nur begrenzte Möglichkeiten, komplexe Ideen in ansprechenden und altersgerechten Formaten zu erkunden. Sparkli adressiert diese Lücke. Die Plattform nutzt multimodale KI und will es Kindern zwischen 5 und 12 Jahren ermöglichen, interaktive Lernerfahrungen zu kreieren. Fragen werden in multidisziplinäre, praxisnahe Lernreisen transformiert, die Bereiche wie Technologie, Nachhaltigkeit, Finanzkompetenz und globales Bewusstsein fördern sollen.
Gründer:innen mit Google-Background
Sparkli wurde 2025 von Lax Poojary, Lucie Marchand und Mynseok Kang gegründet. Zuvor bauten Poojary und Kang gemeinsam einen Reise-Plattform namens Touring Bird auf, die 2018 von Google übernommen wurde. Mithilfe von Area 120, dem internen Startup-Inkubator von Google, folgte die videobasierte Social-Commerce-App Shoploop. Poojary arbeitete später bei Google und YouTube im Bereich Shopping. Sparkli-CTO Lucie Marchand war ebenfalls bei Google tätig.
„Kinder sind von Natur aus sehr neugierig und mein Sohn stellte mir Fragen darüber, wie Autos oder Regen funktionieren. Mein Ansatz war es, ChatGPT oder Gemini zu verwenden, um einem Sechsjährigen diese Konzepte zu erklären, aber das ist immer noch eine Wand aus Text. Was Kinder wollen, ist eine interaktive Erfahrung. Das war unser Kerngedanke hinter der Gründung von Sparkli“, so Poojary gegenüber TechCrunch.
Drei Shifts im Lernprozess
Sparklis Ansatz fokussiert sich auf drei Veränderungen im Lernverhalten von Kindern: Der Wechsel von statischen Lehrplänen zu Echtzeit-Exploration, der Ersatz passiver Inhalte durch interaktive und multimodale Erfahrungen sowie die Priorisierung von Kreativität und Problemlösung gegenüber reinem Auswendiglernen.
Für jedes Kind wird ein Interessen- und Wissensprofil erstellt, das personalisiertes und adaptives Lernen über die Zeit ermöglicht. CEO Lax Poojary erklärt: „Unser Ziel ist es, der nächsten Generation Handlungsfähigkeit zu vermitteln. Sparkli wurde entwickelt, um Bildschirmzeit in eine Umgebung zu verwandeln, in der Neugier und unabhängiges Denken sich entwickeln können.“
Pilotprogramm mit 100.000 Schüler:innen
Das frische Kapital fließt in die Skalierung von Sparklis generativer Learning-Engine und die Vorbereitung des Private-Beta-Launches. Die Plattform wird derzeit durch ein Pilotprogramm validiert, das Zugang zu einem Netzwerk von mehr als 100 internationalen Schulen und über 100.000 Schüler:innen bietet.
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