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Warum der SpaceX-Deal in Wirklichkeit xAI rettet

© SpaceX on Unsplash
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Elon Musks SpaceX kauft sein KI-Unternehmen xAI und plant den größten Börsengang der Geschichte. Der kombinierte Konzern würde mit 1,25 Billionen Dollar bewertet. Wie die Financial Times berichtet, feiern Unterstützer den Move als Geniestreich, Kritiker sehen darin einen Schachzug, um xAI zu retten: Das KI-Startup verbrennt monatlich eine Milliarde Dollar.

250 Milliarden für xAI

SpaceX kauft xAI für 250 Milliarden Dollar und zahlt damit einen Aufschlag auf die jüngste Finanzierungsrunde, die das erst zweijährige Startup mit 230 Milliarden Dollar bewertet hatte. Die Aktien von xAI werden im Verhältnis von etwa sieben zu eins in SpaceX-Anteile umgewandelt, die kombinierte Einheit wird mit 527 Dollar je Aktie bepreist.

Gleichzeitig hat Musk die private Bewertung von SpaceX auf eine Billion Dollar hochgeschraubt – 200 Milliarden mehr als bei einem Secondary Sale im Dezember. Als Begründung nennt er steigende Umsätze durch den Starlink-Breitbanddienst, der SpaceX mittlerweile 16 Milliarden Dollar Jahresumsatz beschert.

Aktuell steht xAI finanziell schwach da: Der Umsatz lag 2025 im niedrigen dreistelligen Millionenbereich, während das Unternehmen mehr als zehn Milliarden Dollar für Chips und Rechenzentren ausgeben könnte. Im Vergleich dazu erwirtschaftet SpaceX solide Einnahmen durch sein Monopol bei kommerziellen Raketenstarts und die wachsende Starlink-Satellitenbasis. SpaceX hat vergangene Woche die Genehmigung für den Start von einer Million Satelliten beantragt – aktuell sind 9.400 im Orbit -, um ein KI-Rechenzentrum-System im All aufzubauen.

IPO-Pläne und Investoren-Reaktionen

SpaceX peilt weiterhin einen Börsengang im Juni an, der bis zu 50 Milliarden Dollar einbringen und damit den Rekord von Saudi Aramco (29 Milliarden Dollar im Jahr 2019) brechen könnte. Musk hatte das Timing mit einer seltenen planetaren Konstellation von Jupiter, Venus und Merkur in jenem Monat begründet. Investoren vermuten jedoch eher, dass es darum geht, OpenAI und Anthropic im Wettlauf um den ersten großen AI-IPO zu schlagen. Beide Konkurrenten verhandeln ebenfalls über Börsengänge und verfügen über fortschrittlichere Modelle mit höheren Umsätzen. Banker befürchten, dass die öffentlichen Märkte nicht alle drei gleichzeitig stemmen können, daher hätte der First Mover den Vorteil.

Die Reaktionen der Investoren fallen gespalten aus. Sol Bier, Gründer von Factorial Funds, jubelt: „Diese Fusion ist ein Beweis für großartige Ingenieurskunst. Raumfahrt, Rechenzentren, Solarenergie.“ Ein anderer xAI-Investor ist der Meinung: „Es ist ein Gewinn für beide, aber netto ein größerer Gewinn für xAI-Aktionäre – allein ist xAI nicht so gut. Google und OpenAI dominieren bei Konsumenten, Anthropic bei Unternehmenskunden.“ „Keine der Bewertungen basiert auf einem rationalen Multiplikator“, zitiert die Financial Times eine weitere Person, die in xAI investiert hat: „Sie alle profitieren von Elon.“

„Für immer draußen“

Langjährige SpaceX-Investoren sorgen sich, dass die Fusion mit dem hochdefizitären xAI den IPO gefährden könnte. SpaceX muss 250 Milliarden Dollar an neuen Aktien ausgeben, was bestehende Anteilseigner verwässert. Doch da Musk beide privaten Firmen kontrolliert, kann ihn niemand stoppen.

Musks Investoren-Basis – darunter Sequoia Capital, Andreessen Horowitz, Vy Capital, Valor Equity Partners, Qatar Investment Authority und MGX – gleicht einem „cult following“. „Wenn du einen Deal verpasst, bist du für immer draußen“, erklärt eine Person aus Musks Umfeld.

Viele dieser Firmen investierten in Musks 44-Milliarden-Dollar-Übernahme von Twitter 2022. Nachdem der Wert zunächst kollabierte, rettete Musk die Investoren im März vergangenen Jahres, indem xAI Twitter (mittlerweile X) kaufte und die kombinierte Einheit mit 113 Milliarden Dollar bewertete. Nun wiederholt sich das Muster. Ein Aktionär resümiert: „Er ist ein Genie, das war von Anfang an der Plan.“

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