Zepo Intelligence: 15 Millionen Dollar für Schutz vor AI-Social-Engineering-Attacken
Das in New York ansässige Cybersecurity-Startup Zepo Intelligence hat eine Seed-Finanzierungsrunde über 15 Millionen Dollar abgeschlossen. Angeführt wird die Runde vom deutschen Investor eCAPITAL. Kibo Ventures und TIN Capital beteiligen sich ebenfalls. Zepo entwickelt eine Cybersecurity Plattform, die Social-Engineering-Angriffe auf Unternehmen erkennt und bei der Abwehr unterstützt.
Zepo Intelligence konnte bereits Google beeindrucken
Die Plattform der Jungfirma ermöglicht es zudem, KI-getriebene Social-Engineering-Angriffe wie Deepfakes, Anrufe, kanalübergreifende Nachrichten oder personalisiertes Phishing zu simulieren, menschliche Schwachstellen sichtbar zu machen und Teams mit umsetzbaren Metriken sowie verhaltensbasiertem Training zu stärken.
„Cybersicherheit ist seit vielen Jahren ein zentraler Investitionsfokus für eCAPITAL“, sagt Dirk Seewald, Managing Partner bei eCAPITAL. „Zepo Intelligence überzeugt durch einen daten- und intelligence‑getriebenen Ansatz und ein klares Verständnis dafür, wie sich moderne Bedrohungen entwickeln.“
Zepo konnte bereits mehrere internationale Großunternehmen als Kunden gewinnen. Google hat Zepo 2024 als eines der innovativsten Cybersecurity-Startups mit KI-Fokus vorgestellt. Außerdem hat es das Jungunternehmen in den 2026 Cybersecurity Startup Accelerator von CrowdStrike, Amazon und Nvidia geschafft.
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„Agentic Social Intelligence“ gegen Cyber-Angriffe
Cyber-Angriffe verlagern sich laut Zepo zunehmend von klassischen Phishing-E-Mails hin zu koordinierten Multi-Channel-Kampagnen in Kollaborations-Tools und Identity-Workflows. Generative KI macht diese Angriffe zusätzlich skalierbarer und überzeugender. Es ist dadurch möglich, solche Angriffe über mehrere Kanäle zu orchestrieren. Entsprechend hoch ist das Schadenspotenzial für Unternehmen.
Zepo setzt bei seiner Cybersecurity-Plattform auf „Agentic Social Intelligence.“ Ziel ist es, Hinweise auf Social Engineering in laufenden Workflows zu erkennen und Mitarbeitende im Moment der Interaktion zu schützen. Technisch integriert sich die Lösung in die genutzten Kommunikations- und Identitätssysteme. Erkennt Zepo ein Social-Engineering-Muster, kann die Plattform Nutzer:innen in Echtzeit warnen, eskalieren und je nach Setup zusätzliche Verifikationen anstoßen.
„Generative KI senkt die Hürden für Social Engineering deutlich. Organisationen brauchen Schutzmechanismen, die Mitarbeitende in Echtzeit unterstützen und nicht nur Schulungen, die Monate später wirken“, sagt Antonio Muñoz, CEO und Co‑Founder von Zepo. Mit der Finanzierung will das Startup sein Team für Data Engineering und Künstliche Intelligenz ausbauen.
„KI ist der Kern unserer Plattform. Wir bauen gezielt an der Schnittstelle von KI und Cybersicherheit“, sagt Enrique Holgado, CPTO und Co‑Founder. Neben der Weiterentwicklung des Produktes fließt das frische Kapital vor allem in den Go-to-Market in Europa und den USA.
