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Bitcoin fällt nach Trumps neuen Zoll-Drohungen auf 65.000 Dollar

Bitcoin © EglantineUdry on Pixabay
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Mit Bitcoin und anderen Krypto-Assets geht es weiter abwärts: In der Nacht auf Montag ist BTC um weitere etwa 3,4 Prozent abgerutscht und zeitweise unter die Marke von 65.000 Dollar gerutscht, bevor sich die größte Kryptowährung dann wieder leicht erholte und aktuell bei etwa 65.700 Dollar notiert. Bitcoin liegt damit nunmehr 48% unter dem eigenen Allzeithoch vom Oktober 2025 bei 126.000 Dollar.

Bitcoin erreichte damit den niedrigsten Stand seit dem 6. Februar. Andere führende Digitalwährungen verzeichneten ähnliche Rückgänge: Ether verlor mehr als fünf Prozent und notierte bei 1.861 Dollar, während XRP um 6,42 Prozent auf 1,33 Dollar nachgab. Solana verzeichnete mit einem Minus von 8,3 Prozent auf 77,6 Dollar den stärksten Rückgang unter den großen Kryptowährungen. Gegenüber seinem Rekordhoch hat Bitcoin mittlerweile 36 Prozent an Wert eingebüßt.

Die jüngsten Kursverluste gehen auf neue Unsicherheit bezüglich der US-Handelspolitik zurück. Nachdem der Oberste Gerichtshof Präsident Donald Trump die Nutzung von Notstandsbefugnissen zur Einführung von Zöllen untersagt hatte, erklärten US-Vertreter am Sonntag, dass bereits ausgehandelte Handelsabkommen weiterhin in Kraft blieben. Trump selbst kündigte jedoch am Samstag an, den zuvor verkündeten globalen Basiszoll von zehn Prozent auf 15 Prozent anzuheben. Diese Ankündigung hat die Märkte erneut verunsichert und zu einem Rückgang bei Wall-Street-Futures und dem US-Dollar geführt.

Makroökonomische Schocks

Neben der Zollunsicherheit belasten weitere makroökonomische Entwicklungen die Risikobereitschaft der Anleger. In Mexiko haben Sicherheitskräfte den Anführer eines der größten Kartelle getötet, was zu massiven Gewaltausbrüchen im ganzen Land führte und internationale Fluggesellschaften veranlasste, Flüge nach Mexiko auszusetzen. Gleichzeitig sind die anstehenden Hausverkäufe in den USA im Januar um 0,8 Prozent auf ein Allzeittief von 70,9 gefallen – der niedrigste Stand seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2001. Zusätzlich hat der japanische Yen stark zugelegt, was auf Spekulationen über eine weitere geldpolitische Straffung durch die Bank of Japan zurückzuführen ist und Fonds zur Reduzierung ihrer Hebelwirkung zwang.

Die Marktfragilitität zeigt sich besonders deutlich in den massiven Liquidationen von Handelspositionen. Nach verfügbaren Daten wurden innerhalb einer Stunde fast 360 Millionen Dollar an Long-Positionen liquidiert. Analysten von BTC Markets betonen, dass der Kryptomarkt bereits vor diesen Schocks geschwächt war: Bitcoin verzeichnete fünf aufeinanderfolgende Wochen mit ETF-Abflüssen, während das Spot-Handelsvolumen innerhalb einer Woche um 59 Prozent zurückgegangen ist. Experten von Orbit Markets weisen darauf hin, dass viele Marktteilnehmer eine Unterstützung bei 60.000 Dollar erwarten, wobei makroökonomische Unsicherheiten von geopolitischen Risiken im Nahen Osten bis zur unberechenbaren US-Zollpolitik einen erneuten Test dieser Marke auslösen könnten.

Technischer Ausblick

Marktbeobachter sehen die 60.000-Dollar-Marke als kritische Unterstützungszone. Analysten von Kronos Research gehen davon aus, dass eine Rückeroberung des Bereichs zwischen 65.000 und 66.000 Dollar Bitcoin stabilisieren könnte, während ein Anstieg auf 70.000 Dollar eine Erholung signalisieren würde – dies hänge jedoch stark von makroökonomischen Kapitalflüssen ab.

Trotz der aktuellen Schwäche sehen Analysten auch positive Signale. Großinvestoren haben im vergangenen Monat 200.000 Bitcoin hinzugekauft, was auf langfristiges Vertrauen hindeutet. Als mögliche Katalysatoren für eine Erholung nennen Branchenexperten eine Beruhigung der makroökonomischen Lage sowie regulatorische Fortschritte wie die Verabschiedung des CLARITY Act im US-Senat, der die regulatorische Klarheit schaffen könnte, die notwendig ist, um institutionelles Kapital zurück in den Markt zu ziehen. Entlastung könnte auch von erneuerten ETF-Zuflüssen oder den am Donnerstag anstehenden Daten zu Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe kommen, die weitere Einblicke in die wirtschaftliche Lage liefern könnten.

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