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Bitpanda plant IPO in Frankfurt in der ersten Jahreshälfte – Bericht

Bitpanda-CEO Lukas Enzersdorfer-Konrad. © Bitpanda
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Kenner der Materie wird der neue Bloomberg-Bericht kaum überraschen, aber jedenfalls: Das Wiener Krypto-Unicorn Bitpanda, das unter anderem von Milliardär Peter Thiel finanziert wurde, bereitet einen Börsengang in Frankfurt vor, der bereits in der ersten Jahreshälfte 2026 erfolgen könnte. Das Wiener Unternehmen strebt dabei eine Bewertung zwischen 4 und 5 Milliarden Euro an, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen Bloomberg berichteten. Eine Notierung bereits im ersten Quartal sei möglich. Für die Abwicklung des Börsengangs hat Bitpanda Goldman Sachs, Citigroup und die Deutsche Bank AG mandatiert.

Mitgründer Eric Demuth bestätigte bereits vor meheren Monaten gegenüber der Financial Times, dass London als möglicher IPO-Standort ausgeschlossen wurde. Stattdessen prüfte das Unternehmen später eine Notierung in Frankfurt oder New York. Da Bitpanda sich als führender europäischer Krypto-Player (im Kernmarkt Österreich hat man einen Marktanteil von 60 Prozent) sieht, dürfte man sich letztendlich für Frankfurt entschieden haben. Eine finale Entscheidung über den genauen Zeitpunkt ist noch nicht gefällt.

London wegen mangelnder Liquidität ausgeschlossen

Als Hauptgrund für den Ausschluss Londons nannte Demuth die fehlende Liquidität an der London Stock Exchange. „Derzeit bewegt sich jeder weg von der LSE“, erklärte der ehemalige Bitpanda-Chef. Er verwies dabei auf das britische Fintech-Unternehmen Wise, dessen Aktionäre im vergangenen Monat für eine Verlegung der Primärnotierung von London nach New York stimmten.

Bitpanda kann bei den Börsengangs-Überlegungen auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2024 und ein vermutlich ebenso starkes 2025 verweisen. Das Unternehmen erzielte 2024 Umsätze von 393 Millionen Euro, was einer Steigerung von 166 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht, als 147,6 Millionen Euro erwirtschaftet wurden.

Besonders bemerkenswert entwickelte sich die Profitabilität: Das bereinigte EBITDA verfünffachte sich mehr als, wobei Bitpanda eine EBITDA-Marge von über 30 Prozent erreichte. Das Unternehmen kommunizierte diese Kennzahl erstmals als zentrale Messgröße, nachdem es 2023 noch den Gewinn vor Steuern von 13,6 Millionen Euro als Hauptindikator verwendet hatte. Der Wechsel zur EBITDA-Berichterstattung entspricht internationalen Standards börsennotierter Technologieunternehmen und dürfte die IPO-Vorbereitungen unterstützen.

Führungswechsel vor geplantem Börsengang

Elf Jahre nach der Gründung vollzog Bitpanda dann 2025 einen bedeutenden Führungswechsel: Mitgründer Eric Demuth legt seine Rolle als Co-CEO nieder und wird Executive Chairman des Verwaltungsrats der Bitpanda Group AG. Die operative Führung des europäischen Krypto-Unicorns übernahm allein Lukas Enzersdorfer-Konrad als CEO. Schon zuvor sind die beiden anderen Bitpanda-Mitgründer Paul Klanschek und Christian Trummer aus den Chefrollen ausgeschieden.

Die aktuellen Marktbedingungen begünstigen eine Notierung für Krypto-Unternehmen. Unter „Krypto“-Präsident Donald Trump hat sich das regulatorische Umfeld für Kryptowährungen deutlich verbessert, in der EU gibt es mit MiCA eine klare Gesetzgebung mit Lizenzen für Unternehmen wie Bitpanda. Mehrere Krypto-Unternehmen haben bereits IPOs in den USA gemacht, darunter Figure Technology Solutions, Gemini, Circle, Bullish oder eToro. Für 2026 wird erwartet, dass auch Kraken, BitGo oder ConsenSys (MetaMask) folgen.

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