Ledger bereitet Börsengang in den USA vor – Bewertung von 4 Mrd. Dollar angestrebt
Das französische Krypto-Unicorn Ledger plant laut Sifted einen IPO in den USA, der das Unternehmen mit mehr als vier Milliarden Dollar bewerten könnte. Das Scale-up hat Medienberichten zufolge die Banken Goldman Sachs, Jefferies und Barclays mit der Vorbereitung des Deals beauftragt. Die Börsennotierung könnte noch in diesem Jahr erfolgen, heißt es von auf mit der Angelegenheit vertrauten Personen. Allerdings könnten sich die Pläne noch ändern.
Ledger entwickelt Hardware-Krypto-Wallets
Ledger wurde zuletzt 2023 mit 1,5 Milliarden Dollar bewertet, als das Scale-up eine Aufstockung seiner Series C-Runde um 108 Millionen Dollar abschloss (wir berichteten). Damit belief sich die Gesamtfinanzierung der Runde auf knapp 500 Millionen Dollar. Seither soll die Bewertung gestiegen sein.
Seit seiner Gründung im Jahr 2014 entwickelt das heutige Unicorn Hardware-Krypto-Wallets. Dabei handelt es sich um physische Geräte, die die kryptografischen Schlüssel speichern, mit denen Krypto-Besitzer:innen auf ihre digitalen Assets zugreifen. Nach Unternehmensangaben sind derzeit mehr als 20 Prozent der weltweiten Krypto-Assets durch Ledger-Wallets geschützt.
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USA als bevorzugter IPO-Standort
CEO Pascal Gauthier hatte bereits im vergangenen Jahr gegenüber Sifted erklärt, dass „die Größe des Unternehmens mit einem IPO vereinbar“ sei und eine Börsennotierung auf der Agenda stehe. Die USA wären der bevorzugte Standort, sagte er, weil bis zu 40 Prozent der Aktivitäten von Ledger aus Nordamerika kommen.
Der Schritt erfolgt in einem günstigen Umfeld für die Krypto-Industrie nach der Wahl von Donald Trump, die zu einer krypto-freundlichen Haltung der US-Regierung führte. Diese Woche ging das Krypto-Unternehmen BitGo an der New York Stock Exchange mit einer Bewertung von 2 Milliarden Dollar an die Börse. Ledger lehnte eine Stellungnahme ab.

