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Atlas: Wiener Startup launcht Agenten-Plattform für Generierung von Games

Atlas AI Studio. © Atlas
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Wenn man Texte, Bilder, Videos oder ganze Programme von KI generieren lassen kann, warum dann nicht auch – Computer-Spiele? Das Wiener Startup Atlas ist genau in diesem Bereich unterwegs hat heute, Montag, eine neue KI-gestützte Plattform zur Automatisierung der Spieleentwicklung vorgestellt. Atlas AI Studio nutzt mehrere KI-Agenten, um Aufgaben wie Generierung, Texturierung, Optimierung und Engine-Integration zu automatisieren.

Die Plattform basiert vollständig auf der Infrastruktur von Google Cloud und verwendet dessen Orchestrierungswerkzeuge wie Vertex AI. Das Unternehmen hat bereits 2025 eine strategische Partnerschaft mit Google Cloud geschlossen, um die Multi-Agenten-Architektur zu skalieren und die Entwicklung sogenannter KI-nativer Spiele zu beschleunigen.

Das System ermöglicht es Entwicklern, gewünschte Ergebnisse in natürlicher Sprache zu beschreiben, woraufhin die Plattform automatisch eine Kombination verschiedener KI-Modelle zusammenstellt und einsetzt. Anders als herkömmliche generative Werkzeuge konzentriert sich Atlas auf produktionsreife Workflows statt auf die Erstellung einzelner Assets. Die Plattform fungiert als kreativer Co-Pilot und ermöglicht Echtzeit-Zusammenarbeit zwischen Entwicklern und KI-Systemen. Studios können die Technologie direkt in branchenübliche Pipelines wie Unreal Engine, Unity und Houdini integrieren.

Partnerschaft mit Google Cloud als technisches Fundament

Die Zusammenarbeit mit Google Cloud verschafft Atlas Zugang zu skalierbarer Recheninfrastruktur und fortgeschrittenen Orchestrierungswerkzeugen. Das Unternehmen betont, dass KI-native Spiele dynamisch, personalisiert und sich ständig weiterentwickelnd sein werden und eine neue kreative Infrastruktur erfordern. Die Partnerschaft zielt darauf ab, Studios die Möglichkeit zu geben, nicht nur Inhalte zu erstellen, sondern die dynamischen, sich entwickelnden Welten zu bauen, die die nächste Generation interaktiver Unterhaltung definieren werden. Kunden können die Plattform mit ihren eigenen Google-Cloud-Guthaben betreiben.

Atlas AI Studio ist nun über den Google Cloud Marketplace weltweit verfügbar und wechselt von der geschlossenen Beta-Phase in die allgemeine Verfügbarkeit. Während der Beta-Phase haben Studios wie Square Enix, PARALLEL und Ego das System bereits eingesetzt. Das Unternehmen startet zudem ein kostenloses geschlossenes Beta-Programm für qualifizierte Studios und Entwickler, das frühen Zugang zur vollständigen generativen Pipeline und den Multi-Agenten-Funktionen bietet. Ein technischer Direktor von Square Enix hebt hervor, dass die nahtlose Integration in hochgradig angepasste Workflows die Bereitstellung qualitativ hochwertiger, leistungsoptimierter Lösungen mit bemerkenswerter Agilität ermöglicht habe.

KI-Einsatz in der Spielebranche bleibt umstritten

Die Einführung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Entwickler weiterhin mit KI in der Spieleproduktion experimentieren, während Spieler deren Einsatz kritisch gegenüberstehen. Im Jahr 2023 sah sich Cyan Worlds Kritik ausgesetzt, nachdem Spieler entdeckten, dass das Adventure-Spiel Firmament KI-unterstützte Inhalte verwendete. Synchronsprecher protestierten gegen den Einsatz KI-generierter Stimmen im Shooter The Finals. Die Debatte veranlasste einige Unternehmen, den Einsatz von KI öffentlich abzulehnen. Im Januar erklärte Games Workshop, der Hersteller von Warhammer 40K, dass das Unternehmen keine generative KI in seinem kreativen Designprozess verwenden werde. Zuletzt hat auch Larian Studios, das gefeierte Entwicklerstudio hinter Baldur’s Gate 3, seine Position zu generativer AI grundlegend präzisiert. In einem ausführlichen Statement stellte Co-Gründer Swen Vincke klar, dass keine AI-generierten kreativen Assets in das kommende Spiel „Divinity“ einfließen werden.

Der Gründer und CEO von Atlas, Ben James, argumentiert, dass die Kritik häufig sichtbare KI-generierte Kunst betreffe, nicht aber die technische Arbeit zur Vorbereitung von Assets für Spiele. KI könne viele nicht-kreative Aspekte der Spieleentwicklung übernehmen, etwa die Generierung verschiedener Detailstufen für von menschlichen Künstlern erstellte Objekte, die Optimierung von Materialaufbauten oder das Einrichten von Kollisionen und Drehpunkten. Spieler würden vermutlich nicht negativ reagieren, wenn KI dazu beitrage, dass ein Spiel leistungsfähiger laufe oder Assets optimierter eingesetzt würden. Bei Urheberrechtsfragen liege die Verantwortung weiterhin beim Entwickler, der die Technologie nutze. Wer mit KI kreiere, dürfe nur geistiges Eigentum in das System einführen, für das er auch Besitz- oder Nutzungsrechte habe.

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