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Bitcoin zurück bei 70.000 Dollar, nachdem Ölpreis wieder unter 100 Dollar liegt

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Bitcoin hat am Dienstagmorgen die Marke von 70.000 Dollar zurückerobert und damit eine schnelle Erholung von einem Wochenend-Ausverkauf vollzogen, der die größte Kryptowährung kurzzeitig auf etwa 65.000 Dollar gedrückt hatte. Die Erholung erfolgte parallel zu sinkenden Ölpreisen und einer Stabilisierung der globalen Finanzmärkte nach erhöhten geopolitischen Spannungen im Nahen Osten.

Ölpreise und Marktstabilisierung

Der Anstieg von Bitcoin fiel mit einem Rückgang der Ölpreise unter 100 Dollar zusammen, nachdem diese zuvor aufgrund von Störungen in der Straße von Hormus gestiegen waren. Die wichtigsten Öl-Benchmarks WTI und Brent waren erstmals seit Jahren über 100 Dollar geklettert, bevor sie nach Äußerungen von US-Präsident Donald Trump über eine mögliche Deeskalation des Iran-Konflikts auf etwa 91 bis 100 Dollar zurückfielen.

Market Maker Enflux kommentierte die bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit der Kryptowährung trotz des Ausmaßes des Energieschocks. Das Unternehmen stellte fest, dass Bitcoin während der anfänglichen Risikoaversion unter 66.000 Dollar fiel, sich aber schnell wieder im Bereich von 66.000 bis 68.000 Dollar stabilisierte und sich damit besser hielt als Aktien und einige traditionelle Absicherungsinstrumente.

Institutionelle Nachfrage bleibt stabil

Die institutionelle Nachfrage nach Bitcoin erwies sich weiterhin als unterstützend. US-amerikanische Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten in der vergangenen Woche Nettozuflüsse von etwa 568 Millionen Dollar, nach 787 Millionen Dollar in der Woche zuvor. Laut Daten von SoSoValue haben die kumulierten Nettozuflüsse über alle Produkte hinweg mittlerweile 55 Milliarden Dollar überschritten.

Glassnode berichtete in einer aktuellen Analyse, dass die ETF-Zuflüsse auf 934 Millionen Dollar gestiegen sind, was einem Anstieg von 20 Prozent oder 158 Millionen Dollar gegenüber der Vorwoche entspricht. Dies deutet auf ein anhaltendes Interesse institutioneller Investoren hin, trotz der Marktvolatilität.

On-Chain-Indikatoren zeigen vorsichtige Erholung

Analysten von Glassnode stellten fest, dass sich die Marktbedingungen stabilisieren, auch wenn die Überzeugung noch nicht vollständig zurückgekehrt ist. In ihrem wöchentlichen Marktbericht schrieben sie, dass sich die Bedingungen insgesamt stabilisieren, wobei sich Momentum, ETF-Nachfrage und Rentabilitätskennzahlen moderat verbessern.

Analysten wiesen jedoch auch darauf hin, dass mehrere Indikatoren auf eine fragile Erholung hindeuten. Das Open Interest bei Futures hat zugenommen, was auf einen moderaten Aufbau von Hebelwirkung hindeutet, während aggressives Kaufen auf den Perpetual-Derivatemärkten auf erneutes Interesse von Händlern hinweist. Gleichzeitig bleiben die Spot-Handelsvolumen gedämpft und die Netzwerkaktivität hat nachgelassen.

Stimmungsindikatoren drehen ins Positive

Vorhersagemärkte zeigten ebenfalls eine bullischere Tendenz, als Bitcoin sich erholte. Auf Polymarket stiegen die Chancen, dass BTC im März 75.000 Dollar erreichen wird, am Montag von etwa 34 Prozent am Vortag auf rund 56 Prozent. Dies unterstreicht, wie schnell sich die Erwartungen der Händler änderten, als die Kryptowährung das Niveau von 70.000 Dollar zurückeroberte.

Marktausblick bleibt unsicher

Trotz der jüngsten Erholung bleiben Analysten vorsichtig. Ryan Kirkley, Mitbegründer und CEO von Global Settlement Network, wies darauf hin, dass die Märkte stärker korreliert, stärker gehebelt und schneller sind als die Infrastruktur, die sie verbindet. Settlement-Systeme, die auf T+1- oder T+2-Zyklen basieren, können Schocks nicht absorbieren, die sich in Echtzeit über Anlageklassen, Währungen und Regionen ausbreiten.

Analysten von QCP Capital merkten an, dass Bitcoin zwar seine Erzählung als „digitales Gold“ noch nicht vollständig verdient habe, sein praktischer Anwendungsfall als „digitale Fluchttür“ jedoch zunehmend relevant werde. Die jüngste Kursentwicklung vor dem Hintergrund eskalierender Spannungen deute auf eine wachsende Anerkennung dieser Funktion hin, auch wenn die langfristige Entwicklung unsicher bleibe.

Bitcoin liegt damit rund 44 Prozent unter seinem Allzeithoch von etwa 126.000 Dollar, das im Oktober 2025 erreicht wurde.

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