Zahlen

2023 so viele Insolvenzen wie seit zehn Jahren nicht mehr

Trübe Stimmung bei Unternehmer:innen. © Dall-E / Trending Topics
Trübe Stimmung bei Unternehmer:innen. © Dall-E / Trending Topics

Es hat sich im Startup-Bereich in den vergangenen Monaten abgezeichnet, aber es betrifft nicht nur sie: In der gesamten österreichischen Wirtschaft gibt es 2023 so viele Insolvenzen wie seit zehn Jahren nicht mehr. Laut aktueller KSV1870 Hochrechnung sind im Jahr 2023 in Österreich 5.401 Unternehmen (+13 % gegenüber 2022) von einer Insolvenz betroffen. Das entspricht 15 Firmenpleiten pro Tag. Besonders hart trifft es den Handel, die Bauwirtschaft und den Bereich Beherbergung/Gastronomie. Darüber hinaus haben sich die vorläufigen Passiva um 286 Prozent auf rund 8,53 Mrd. Euro erhöht – hauptverantwortlich dafür ist die Insolvenz der SIGNA Holding GmbH, heißt es.

Wie der Insolvenz-Ticker von KSV1870 zeigt, ist die Kurve über das Jahr hinweg stark angestiegen. In den Jahren davor gab es aufgrund massiver COVID-Pleiten deutlich weniger Insolvenzen, weil sich Unternehmen so über die Corona-Krise retten konnten. Doch jetzt laufen diese Hilfen aus, gleichzeitig hat sich das Zinsumfeld durch erhöhte Leitzinsen ins Gegenteil der Nullzins-Jahre gedreht, und hohe Inflation und Energiekrise macht den Unternehmen ebenfalls zu schaffen. Obendrauf drehte die österreichische Wirtschaft wie die deutsche in die Rezession.

Hier die Entwicklungen in der Grafik:

Starker Anstieg auch bei Jungfirmen

„Das Thema Kosten ist nach wie vor der Key-Faktor, was innerbetriebliche Entwicklungen betrifft. Zum jetzigen Zeitpunkt muss man sagen, dass sich Österreichs Wirtschaftsentwicklung in vielen Bereichen am Scheideweg befindet“, sagt Ricardo-José Vybiral, MBA, CEO der KSV1870 Holding AG. „Was es jetzt braucht, ist ein frischer ‚Drive‘, um die Leistungsfähigkeit der heimischen Wirtschaft anzukurbeln. So braucht es etwa neue Impulse für den Export und Initiativen zur Stärkung der Bauwirtschaft und des Handels. Nur so wird es möglich sein, dass Österreich vom Stottermodus in den Überholmodus schaltet.“

Sieht man sich die Insolvenzen bei Jungfirmen (max. 4 Jahre alt) an, dann sieht man deutlich, dass es gegen Jahresende wöchentlich immer mehr werden. Zwar gibt es immer wieder Erfolgsmeldungen wie bei Domonda oder App Radar, wo in derInsolvenz noch ein Verkauf gelingt, allerdings ist das eher die Ausnahme.

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