Studie

Bitcoin: Größere Korrelation zum Aktienmarkt begann mit Corona-Krise

Bitcoin-Kurs am Display. © Amjith S on Unsplash
Bitcoin-Kurs am Display. © Amjith S on Unsplash

Nach dem Rekordjahr 2021 ist Ernüchterung im Krypto-Markt eingekehrt – wieder mal wohlgemerkt. Auch nach dem ersten großen Bitcoin-Hype 2017/2018 gab es nach starken Preisstürzen eine längere Durststrecke, die gemeinhin als Krypto-Winter bekannt wurde. Aber ab dem Ausbruch der COVID-Pandemie und der anschließenden Wirtschaftskrise hat sich noch ein Effekt eingeschlichen: Bitcoin (und damit viele andere Krypto-Assets) korreliert immer stärker mit klassischen Aktien-Indizes.

Das bestätigt jetzt der aktuelle „State of Crypto Report“ der Schweizer 21Shares AG, einem der wichtigsten Emittenten weltweit für börsengehandelte Kryptowährungsprodukte (ETPs). Darin wird unter anderem Bitcoin mit dem wohl bekanntestem Aktien-Indizes, dem S&P 500 verglichen. Und da zeigt sich folgende Entwicklung:

Korrelation steigt ab März 2020

„In den vergangenen acht Jahren hat Bitcoin eine relativ niedrige Korrelation mit dem S&P 500 (Korrelationskoeffizient von rund 0,15) aufrechterhalten. Im März 2020, während des durch COVID-19 ausgelösten Marktcrashs, lag die Korrelation von Bitcoin und dem S&P 500 bei 0,53. Im Laufe dieses risikoarmen Umfelds erreichte der Bitcoin wie jeder andere Vermögenswert außer Gold ein Allzeithoch der Korrelation mit dem S&P 500 (0,69)“, heißt es seitens 21Shares. Dazu ist zu wissen: Ein Wert von 0 bedeutet, dass es keine Korrelation gibt, 1 wäre eine perfekte lineare Beziehung zwischen den Kursen.

In einer Grafik, in der BTC mit US-Anleihen, Gold und eben Aktien verglichen wird, sieht man, wie sich die Korrelation von Bitcoin, Gold, US-Equities und US-Staatsanleihen entwickelt haben. Zu sehen ist ein sprunghafter Anstieg mit dem Einsetzen der Corona-Krise im März 2020:

Die große Frage ist nun: Werden sich Bitcoin und Krypto-Assets weiter im Gleichschritt mit Aktien (v.a. Tech-Aktien) und damit den regulären Finanzmärkten entwickeln? Und: Wenn das so ist, warum sollte man dann in Bitcoin und Co. investieren und nicht einfach in ETFs?

„Kurzfristig, insbesondere in Krisenzeiten, steigen die Korrelationsniveaus zwischen den Anlageklassen, aber langfristig betrachtet sind Kryptowährungen unkorreliert und gehören weiterhin zu den Anlageklassen mit der besten Performance in den letzten zehn Jahren“, heißt es dazu seitens 21Shares AG. Und argumentiert weiter dafür, dass man in Portfolios Krypto-Assets beimischen sollte. Klar, immerhin ist das das Geschäft von 21Shares.

Nicht nur auf Bitcoin setzen

Wer Krypto-Assets in sein Analge-Portfolio aufnimmt, sollte dann aber nicht nur auf den Marktführer Bitcoin setzen. Die Beimischung von fünf Prozent großvolumiger Krypto-Anlagen biete ein besseres Risiko-Rendite-Verhältnis als ein reines Bitcoin-Portfolio, gemessen an der Sharpe-Ratio, so die 21 Shares-Analyst:innen. „Selbst bei der aktuellen Volatilität des Kryptomarktes zeigt unsere Forschung empirisch belegbar, dass Portfolios mit Krypto-Assets besser abschneiden als traditionelle Portfolios“, so Eliézer Ndinga, Director Research bei 21Shares. „Wir sehen weiterhin zunehmende Anwendungsfälle für Krypto und eine größere Akzeptanz gegenüber dieser Anlageklasse. Insbesondere bei Unternehmen und Institutionen, die erkannt haben, wie stark die Anlageklasse trotz Höhen und Tiefen langfristig performt.“

Anzumerken bei Altcoins ist aber auch, dass es da immer wieder zu Abstürzen und Rückgängen kommen kann. In den letzten Jahren hat man mehrmals beobachten können, wie einst im Markt wichtige Token (z.B. IOTA, Dash, NEM usw.) einen starken Bedeutungsverlust erleben. Zuletzt musste man auch mitansehen, wie das 2021 stark gehypte Terra-Projekt mit dem LUNA-Token und dem UST-„Stablecoin“ in wenigen Tagen in sich zusammen brach. Dementsprechend ist bei Altcoins ein regelmäßiges Rebalancing des Portfolios notwendig.

Terra-Wiederbelebung: Auch der neue LUNA-Token bricht gleich wieder ein

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