Analyse

Bitcoin unter 37.000 Euro: Krypto-Assets fallen zurück in den Bärenmarkt

Stock market. © energepic.com von Pexels
Stock market. © energepic.com von Pexels

So sehr es sich viele Krypto-Enthusiasten auch wünschen würden – Bitcoin und Co entkommen der Schwerkraft des Finanzmarktes aktuell nicht. Das zeigt sich auch wieder zum Anfang dieser Woche, wo die Korrelation von BTC, ETH und Co mit wichtigen führenden Aktien-Indizes wieder stark zu sehen ist. Wenn auch stärker ausgeprägt, BTC, ETH und Co. fallen aktuell parallel zum Dow Jones, dem S&P500 und dem Nasdaq100.

Auch wenn Krypto-Assets traditionell stärker schwanken als reguläre Aktien, muss man aktuell festhalten: Bitcoin und Ethereum haben in den vergangenen sechs Monaten deutlich stärker verloren als die oben genannten Aktienindizes, die gerne stellvertretend für die generelle Marktentwicklung herangezogen werden. Zwar wird immer die gute Upside von Krypto-Assets gelobt (große Gewinnchancen!), doch das bedeutet auch, das die Downside größer ist. 2021 sind sehr viele neue Nutzer:innen in den Krypto-Markt gekommen. Je nachdem, wann sie investiert haben, können sie viel Geld verloren haben. Vor alle, wenn sie kurz vor den 2 Spitzen bei Krypto-Assets 2021 (Mai und November) investiert haben, schaut es eher mies aus.

Zurück im Bärenmarkt

Auch diese Woche zeigt sich: Die schlechte Stimmung an den Aktienmärkten wirkt sich auf die Krypto-Märkte durch bzw. umgekehrt. Bitcoin ist in den vergangenen 24 Stunden noch einmal hart eingebrochen und wird nun bei deutlich weniger als 37.000 Euro gehandelt (-16% in 7 Tagen). Bei Ethereum sieht es nicht besser aus, ETH steht bei etwa 2.700 Euro (-16% in 7 Tagen). Altcoins wurden in den vergangenen Tagen noch härter getroffen: Solana (SOL) verliert 25%, Cardano (ADA) 24%, Terra (LUNA) 30 Prozent oder Avalanche (AVAX) 23 Prozent innerhalb von sieben Tagen.

Hier die Kurse im Vergleich:

  • Bitcoin = Blau
  • Ethereum = Orange
  • S&P500 = Türkis
  • Nasdaq100 = Gelb
  • Dow Jones = Violett

Verlauf über 6 Monate:

Verlauf über 12 Monate:

Schlechte Stimmung wegen makroökonomischer Trends

Gab es seit Beginn des Ukraine-Kriegs einige Ausreißer bei den Krypto-Kursen, so ist die schlechte Stimmung nun zurück. Das hat viel mit der US-Geldpolitik zu tun, aber auch mit der Weltwirtschaft. Der Preis für ein Barrel Öl der Marke Crude Brent ist unter 100 Dollar gefallen. In den USA ist nun so genanntes Quantitative Tightening (QT) angesagt. Das bedeutet, dass die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) versucht, die Liquidität in der Wirtschaft zu verringern – und das drückt die Investment-Laune durch die Bank. Die Fed muss immerhin auf die stark gestiegene Inflation reagieren, auch auch bei der EZB im Euroraum werden von Beobachter:innen bald erste Schritte erwartet.

Damit sind Krypto-Assets vorerst zurück im Bärenmarkt und drohen, noch stärker zu fallen. Die Stimmung im Krypto-Markt ist jedenfalls so schlecht wie lange nicht und steht nun bei „Extreme Fear“, wie der Crypto Fear & Greed Index aktuell anzeigt:

Latest Crypto Fear & Greed Index

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