Viehworld

Die Fusion aus Tinder und Amazon – für Schweine, Pferde oder Rinder

So funktioniert Viehworld ©Flasco
So funktioniert Viehworld ©Flasco

Die App von Wolfgang Schiessl und Florian Aspalter hat den Nutztierhandel 2021 völlig auf den Kopf gestellt. Denn auf der Plattform Viehworld werden mit nur wenigen Klicks Rinder, Schweine, Schafe, Pferde & Co. versteigert oder verkauft. Smartphone raus, die richtige Pose und den perfekten Winkel finden, Aufnahme drücken, hochladen und schon kann zwischen Tier und Mensch drauflos “gematcht” werden.

Spaß beiseite. Tierarzt Wolfgang hat bei seiner Idee natürlich an das Wohl der Tiere gedacht. Er erinnert sich an die Entstehungsgeschichte seines Startups zurück: „Im Zuge meiner Arbeit kam immer die Frage auf, warum es bei Viehversteigerungen vermehrt zu Krankheitsausbrüchen in Stallungen kommt. Dann haben wir uns mit Landwirt:innen zusammengesetzt und die Idee der Direktvermarktung entworfen. Danach habe ich mit Florian Aspalter das Konzept ausgearbeitet”.

Krankheitsausbrüche und Stressfaktoren mit dem Smartphone minimieren

Da sich über den App-Verkauf die Transportwege verkürzen und Ansammlungen vieler verschiedener Tiere aus verschiedensten Viehhandelsbetrieben vermieden werden, soll das Risiko von zum Beispiel Atemwegserkrankungen sinken. Mithilfe eines geographischen Filters möchte Viehworld außerdem gewährleisten, dass Rinder aller Nutzungsarten und Rassen in der unmittelbaren Umgebung verkauft bzw. gekauft werden. Zudem soll jeder gesparte Transport-Kilometer sich positiv auf das Immunsystem der Rinder auswirken. 

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Viehworld in Zahlen: 1000 Tiere, 16.000 Downloads und 5 Prozent Provision

Mehr als 1000 Tiere haben in der unmittelbaren Umgebung ihres Stalls in Österreich ein neues Zuhause gefunden.  Die Viehandels-App wurde bisher in Österreich von rund 16.000 Nutzer:innen heruntergeladen. Sie ist kostenlos und erfordert lediglich eine einmalige Anmeldung mit dem AMA-Login. Eine Provision von fünf Prozent für Viehworld wird nur beim Verkauf von Tieren fällig, während der Transport zwischen Käufer und Verkäufer direkt vereinbart wird. 

Nutztierhandel in eine digitale und ökologische Zukunft führen – nicht nur hierzulande

Als besondere Meilensteine betrachtet Wofgang Schiessl den Weg nach  Luxemburg, Polen und Deutschland. „Wir treiben die Expansion in weitere Länder Europas voran. Nur ist jedes Land anders, was gesetzliche Grundlagen betrifft. Jetzt sollte Holland bald kommen und weitere Länder im Osten, Kroatien, Tschechien und im Westen Frankreich, Italien. Wir hatten auch schon Gespräche mit Kanada und USA, aber wir konzentrieren uns jetzt auf den europäischen Markt”,  sagt er mit Blick in die Zukunft. 

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Der Traum: Die Rot-Weiß-Rote Vorreiterrolle

Details zu den bestehenden Investor:innen lassen sich nicht entlocken, da diese sich bedeckt halten möchten. Jedoch merkt der Gründer an, dass Viehworld noch neue Investor:innen für die Internationalisierung und Marketingmaßnahmen benötigt. Viehworld wolle beweisen, dass Österreich eine international richtungsweisende Vorreiterrolle in Sachen Tiergesundheit, Datenqualität und Transparenz einnehmen kann.  Langfristiges Ziel soll es sein, den Nutztierhandel überall in eine digitale und ökologische Zukunft zu führen.

 

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