E-Mobilität

Feststoffbatterien sollen laut QuantumScape Ladezeit von E-Autos halbieren

Pressefoto von QuantumScape. © QuantumScpae.
Pressefoto von QuantumScape. © QuantumScpae.

Feststoffbatterien gelten als extrem wichtig für die Zukunft der E-Mobilität. Sie sollen es Elektroautos ermöglichen, endgültig zum Mainstream zu werden. Die Batterien sollen deutlich kompakter sein, die Reichweite erhöhen, die Ladezeiten verkürzen und außerdem sicherer sein als gewöhnliche Lösungen. Anders als bei herkömmlichen Lithium-Ionen-Akkus kommt bei dieser Technik laut dem Handelsblatt anstelle eines flüssigen Elektrolyts ein festes Material zum Einsatz. Dabei ist der hohe Preis jedoch immer noch ein Problem.

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„Reichweite auf Niveau von konventionellem Antrieb“

Dennoch sehen Hersteller in den Feststoffbatterien sehr viel Potenzial. „Die Technologie der Feststoffbatteriezelle gilt als der aussichtsreichste Ansatz für die Elektromobilität der Zukunft. Mit ihr würde sich zum Beispiel die Reichweite eines e-Golf von derzeit 231 auf etwa 750 Kilometer erhöhen. Bei gleicher Größe eines aktuellen Batteriepakets werden durch die Feststoffbatterie elektrische Reichweiten ermöglicht, die auf dem Niveau von konventionellen Antrieben liegen“, heißt es beispielsweise von VW.

Ein Unternehmen, das sich massiv mit dieser Form von Akku für E-Fahrzeuge beschäftigt, ist QuantumScape aus Kalifornien, das auch Partner von VW ist. Dieser Firma zufolge sollen Feststoffbatterien die Ladezeit von Elektrofahrzeugen halbieren können. Im Dezember 2020 gab der Batterieentwickler laut Electrek bekannt, dass er durch die Verwendung eines keramischen Separators einen „großen Durchbruch“ in seiner Technologie erzielt hat, der zum erfolgreichen Testen von einschichtigen Prototypzellen führte. Nach der Verdoppelung der Größe seiner ersten Pilotproduktionslinie gab Quantumscape bekannt, dass es auch eine 10-Schicht-Zelle entwickelt hatte.

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Porsche soll auf Feststoffbatterien setzen

Im Februar präsentierte QuantumScape eine Branchenneuheit: Eine einschichtige Zelle, die 400 aufeinanderfolgende 15-minütige Schnellladezyklen absolvierte und dabei von zehn Prozent auf 80 Prozent der Kapazität auffüllte und dabei noch über 80 Prozent ihrer ursprünglichen Energie beibehielt. Auch in Zukunft will das Unternehmen weitere solche Zellen entwickeln und testen. So gebe es nun eine 16-schichtige Feststoffbatteriezelle, die bereits über 500 Ladezyklen durchlaufen hat.

Durch die Feststoffbatterien soll es möglich sein, künftig sowohl die Leistung als auch die Energie der E-Autos zu verbessern, was bei gewöhnlichen Batterien nicht gleichzeitig möglich sei. Das würden große Autohersteller ähnlich sehen. Nach Angaben von QuantumScape hat das Unternehmen fünf Vereinbarungen über Verbraucherproben abgeschlossen, drei davon mit Top-10-Erzeugern. Gerüchten zufolge soll unter anderem Porsche zu den Unternehmen gehören, die künftig auf die Feststoffzellen-Technologie von QuantumScape setzen wollen. Unklar ist aber noch, wann die Batterien wirklich in der Praxis im Einsatz sein werden.

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Kontroversen um QuantumScape

Jedoch sind nicht alle überzeugt. So gab es vergangenes Jahr großes Aufsehen um QuantumScape. Denn der Hedge-Fonds Scorpion Capital, ein bekannter Shortseller, warf dem Unternehmen „Milliardenbetrug durch Silicon-Valley-Berühmtheiten, die Theranos wie Amateure aussehen lässt“, vor. Die Versprechungen von schnellem Laden, langer Lebenszeit und gutem Funktionieren bei niedrigen Temperaturen seien alles nur „falsche Behauptungen“. Der Prototyp sei außerhalb eines Labors nicht lebensfähig. Zu bedenken ist aber, dass Scorpion als Shortseller großes Eigeninteresse hat, QuantumScape schlecht aussehen zu lassen. Das Unternehmen weist die Vorwürfe natürlich zurück (Trending Topics berichtete).

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