Neustart

Founders of Europe: 7 Gründer:innen investieren gemeinsam in Seed-Startups

© Founders of Europe
© Founders of Europe

Neues Jahr, neue Investment-Vehikel. Der ehemalige WeAreDevelopers-Chef Benjamin Ruschin hat sechs weitere Gründer bzw. Business Angels um sich geschart, um gemeinsam künftig Startup-Investments zu tätigen. Als Vehikel nutzt er dazu seine relativ neue Firma bzw. Brand Founders of Europe, die er 2021 eigentlich als Ausbildungsvehikel für angehende Gründer aufbauen wollte. Doch aus den gemeinsamen Gründern mit Mitgründer Michael Ionita wurde nichts – und Founders of Europe wird nun andersweitig neues Leben eingehaucht.

„Founders of Europe besteht aus sechs Gesellschaftern, erfahrene Startup-Unternehmer, die gemeinsam über die FOE Investment GmbH in Startups investieren. Wir werden jedoch auch externen Investoren die Möglichkeit geben, sich als Treugeber an unseren Investmentrunden zu beteiligen“, heißt es seitens Ruschin gegenüber Trending Topics. „Aktuell planen wir jedes Jahr drei bis vier sechsstellige Runden durchzuführen. Wir investieren in Pre-Seed- und Seed-Runden. Bei Pre-Seed-Runden ist uns nur wichtig, dass das Team bereits vollständig ist und die Gesellschaft des Startups schon gegründet worden ist.“

Founders in Europe: Das ist das neue Ding von Benjamin Ruschin und Michael Ionita

Durchsetzen im Überangebot von Investor:innen

Mit wem arbeitet Ruschin, nachdem er sich von Ionita getrennt hat, also neuerdings zusammen? Die sieben Partner:innen von Founders sind:

  • Benjamin Ruschin, Co-Founder WeAreDevelopers & CEO Code Capital Holding
  • Thomas Urbanek, Co-Founder TAURUS Sicherheitstechnik
  • Christina Neworal, Co-Founder Olav
  • Peter Steinberger, Co-Founder PSPDFKit
  • Larissa Kravitz, Founder Investorella
  • Kambis Kohansal Vajargah, Head of Startup Services der WKÖ
  • Avi Kravitz, Co-Founder A-Team.Rocks Consulting

Dass sie als Investment-Konsortium in einen Markt gehen, in dem es ein Überangebot an Geld gibt, wissen die Sieben – und wollen sich durch ihr Team und das darin verteilte Know-how differenzieren. „Aufgrund des Überangebots von finanziellen Investments, vor allem in der Early-Stage-Phase, können sich Startup-Gründer die Investoren mehr oder weniger auswählen. Unsere Strategie ist ganz klar: Unser Gründer-Mindset und unser diversifiziertes Skills-Set bringt den Foundern einen Added-Value, den nur wenige bieten können“, so Ruschin. Man werde auch nicht immer alleine investieren, sondern „Investoren aus unserem näheren Umfeld an den Investmentrunden teilnehmen lassen“. 

Kambis Kohansal Vajargah, nach seiner Zeit als Business Angel nun seit längerem Head of Startup Services der Wirtschaftskammer, sieht keinen Interessenskonflikt durch seine neue Tätigkeit als Investor via Founders of Europe. Zwar hat er seine Investment-Aktivitäten mit dem Antritt seiner neuen Rolle als WKÖ-Referent vorübergehend aufgehört, er werde aber „rein nicht-operative Gesellschaftertätigkeiten“ machen und stets transparent bezüglich seiner Investitionen in Startups sein.

Zebras & Unicorns: Christina Neworal, Mitgründerin des Pfannen-Startups Olav

Trennung vom ehemaligen Mitgründer

Zum schnellen Aus für die erste Version von Founders of Europe – geplant war ein kostenpflichtiges Startup-Training via Video – sagt Ruschin: Das Unternehmen beruhte sehr stark auf uns als Protagonisten, wir waren das Produkt. Ich bin diesen Kompromiss anfangs eingegangen, obwohl mir bei meinem Unternehmungen wichtig ist, dass die Firma auch ohne mein tägliches Aktivsein funktioniert. Ich habe mich in der Rolle des „Erklär-Bären“ der jede Woche aufs neue die Bühne bespielen muss nicht wohlgefühlt und wollte das Vorhaben auf breitere Beine stellen.“

Mit den nunmehr sechs Mitstreiter:innen sieht er sich besser aufgestellt. „Ich bin der Meinung, dass man nicht in allen Bereichen Spitzenreiter sein kann und dass man den jungen Gründer:innen einen größeren Mehrwert bieten kann, wenn man ihnen zeigt, welche groben Fehler sie vermeiden können, als ihnen zu predigen, wie der „beste“ oder „richtige“ Weg aussieht“, so Ruschin. „Es muss jeder den richtigen Weg für sich selbst entdecken, es gibt nicht den einen richtigen Weg – das ist meine Meinung. Und aus den Fehlern anderer kann man ein enormes Wissen ziehen. Hier waren wir unterschiedlicher Auffassung, deshalb war für mich eine Fortführung nicht denkbar.“

Das erste Investment der neu aufgestellten Investor:innen-Konsortiums werde in den kommenden Wochen verkündet. Gut möglich, dass es sich dabei um das junge Startup Salesy der 19-Jährigen Viktoria Izdebska handelt – dort ist Ruschin seit kurzem im Advisory Board tätig (Trending Topics berichtete).

Salesy: Gründerin Viktoria Izdebska über ihr Startup zur Vertriebs-Automatisierung

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