Ausblick

IPO Jahr 2026: Anthropic, SpaceX, Bitpanda und Revolut könnten Börsen aufmischen

So könnte die Börse 2026 aussehen. © Nano Banana Pro / Trending Topics
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Nach einigen durchwachsenen Jahren hat sich der IPO-Markt 2025 wieder gelichtet. Laut EY gingen im Vorjahr 1.259 Unternehmen an die Börse (+2%), das Emissionsvolumen ist deutlich um 32 Prozent auf 163,3 Milliarden US-Dollar gestiegen. 2026 könnte noch besser werden, weil es eine ganze Latte an Unternehmen alleine im Tech-Sektor gibt, die IPOs anpeilen oder ihnen diesbezügliche Pläne zumindest nachgesagt werden. Mit OpenAI, Anthropic und SpaceX sind gleich drei Firmen dabei, die es mit Bewertungen von 500 Milliarden Dollar und mehr sogar unter die Top 20 der wertvollsten Unternehmen der Welt schaffen könnten.

Wir geben den Überblick über die zu erwartenden IPOs 2026:

MiniMax

Das chinesische KI-Startup MiniMax plant seinen Börsengang in Hongkong bereits für den 9. Januar 2026. Berichten zufolge soll der Ausgabepreis am oberen Ende der Preisspanne liegen, wodurch das Unternehmen rund 538 Millionen US-Dollar einsammeln würde. Diese Transaktion würde MiniMax mit etwa 6,5 Milliarden US-Dollar bewerten und spiegelt das anhaltend hohe Interesse an generativer KI im asiatischen Raum wider.

Z.ai (Zhipu AI)

Das unter dem Namen Z.ai (international) bzw. Zhipu AI bekannte Unternehmen strebt ebenfalls im Januar 2026 an die Hongkonger Börse. Es wird erwartet, dass der Börsengang rund 560 Millionen US-Dollar einbringt, was dem Unternehmen eine Bewertung von ca. 6,6 Milliarden US-Dollar verleihen würde. Zhipu AI gilt als einer der führenden chinesischen Entwickler von großen Sprachmodellen (LLMs) und konkurriert direkt mit MiniMax um Investorengelder.

Anthropic

Anthropic, Hersteller des populären Claude-KI-Modells, hat bisher noch keinen offiziellen IPO-Antrag gestellt, wird jedoch als einer der heißesten Kandidaten für einen Börsengang in naher Zukunft gehandelt. Nach einer Finanzierungsrunde im November 2025 durch Microsoft und Nvidia wird der KI-Entwickler (bekannt für „Claude“) Berichten zufolge mittlerweile mit einer enormen Bewertung von bis zu 350 Milliarden US-Dollar taxiert. Ein Börsengang könnte 2026 erfolgen, sofern das Marktumfeld stabil bleibt. Das Zeitfenster wäre günstig, weil man derzeit nicht direkt in ein KI-Modell-Unternehmen investieren kann.

OpenAI

OpenAI wird weiterhin als der wohl gigantischste Börsengang der kommenden Jahre gehandelt, wobei aktuelle Berichte einen möglichen IPO für Ende 2026 andeuten. Die Bewertung hat nach jüngsten Finanzierungsrunden und Umstrukturierungen (hin zu einem gewinnorientierten Unternehmensmodell) die Marke von 500 Milliarden US-Dollar überschritten, wobei Spekulationen für einen IPO sogar in Richtung 1 Billion US-Dollar weisen.

SpaceX

Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX plant Berichten zufolge einen Börsengang für das Jahr 2026, wobei insbesondere das Satelliteninternet-Geschäft Starlink als Treiber fungiert. Die Bewertungserwartungen sind astronomisch und reichen bis hin zu spekulativen IPO-Zielen von 1,5 Billionen US-Dollar (mehr dazu hier). Ein solcher Schritt würde SpaceX nicht nur zum wertvollsten börsennotierten Raumfahrtunternehmen der Geschichte machen, sondern auch unter die 10 wertvollsten Unternehmen der Welt katapultieren, möglicherweise sogar vor Tesla.

Databricks

Der Daten- und KI-Spezialist Databricks hat vor wenigen Woche eine Finanzierungsrunde (series L!) abgeschlossen, die das Unternehmen mit 134 Milliarden US-Dollar bewertete. Bisher hat man den Weg von zahlreichen privaten Finanzierungsrunden gewählt, aber nun wird ein Börsengang für 2026 erwartet und gilt als einer der am meisten antizipierten Tech-IPOs weltweit. Das Unternehmen wartet auf optimale Marktbedingungen, da es durch die jüngste Kapitalspritze keinen unmittelbaren Cash-Bedarf hat.

Bitpanda

Das österreichische Fintech-Einhorn Bitpanda erwägt Berichten zufolge einen Börsengang. Die Bewertung dürfte deutlich über der Marke von 4 Milliarden US-Dollar liegen, die bei der letzten großen Finanzierungsrunde erzielt wurde (teilweise werden Werte um 4,5 Milliarden US-Dollar genannt). Als möglicher Börsenplatz wird Frankfurt diskutiert, während das Unternehmen seine Dominanz im europäischen Krypto-Markt weiter ausbaut.

Raisin

Die Berliner Zinsplattform Raisin (besser bekannt als WeltSparen) plant einen Börsengang, der für 2026 anvisiert wird. Nach profitablen Jahren und starkem Wachstum liegt die angestrebte Bewertung bei über 2 Milliarden Euro. Das Unternehmen hat seine Strukturen bereits auf einen öffentlichen Marktgang vorbereitet und nutzt die Phase hoher Zinsen, um seine Marktposition weiter zu festigen.

Helsing

Das deutsche Defense-AI-Startup Helsing hat im Juni 2025 eine Series-D-Finanzierungsrunde über rund 600 Millionen Euro abgeschlossen, was die Bewertung auf beeindruckende 12 Milliarden Euro katapultierte. Obwohl noch kein konkretes IPO-Datum feststeht, gilt das Unternehmen als einer der wichtigsten europäischen Tech-Börsenkandidaten, angetrieben durch die massive Nachfrage nach modernen Verteidigungstechnologien.

Quantum Systems

Der Münchner Drohnenhersteller Quantum Systems konnte seine Bewertung Ende 2025 auf über 3 Milliarden Euro steigern, nachdem eine Series-C-Erweiterung erfolgreich abgeschlossen wurde. Das Unternehmen profitiert stark von Regierungsaufträgen und der geopolitischen Lage, zuletzt wurden mehrere Zukäufe gemacht. Ein Börsengang wird mittelfristig als logischer nächster Schritt gesehen, um die internationale Expansion weiter zu finanzieren.

Celonis

Das Münchner Process-Mining-Decacorn Celonis wird seit Längerem als IPO-Kandidat gehandelt, wobei ein Listing nun für 2026 erwartet wird. Die Bewertung des Unternehmens liegt im Bereich von 11 bis 13 Milliarden US-Dollar. Celonis konzentriert sich derzeit auf Profitabilität und den Ausbau seiner Plattform, um in einem günstigen Markfenster den Schritt an die Börse (vermutlich in den USA) zu wagen.

GetYourGuide

Die Reisebuchungsplattform GetYourGuide ist mittlerweile profitabel und erzielt Umsätze von über 1 Milliarde Euro, hat jedoch keine unmittelbaren IPO-Pläne für 2026 bestätigt. Die letzte bekannte Bewertung lag bei rund 2 Milliarden US-Dollar, dürfte aber angesichts der jüngsten Geschäftszahlen mittlerweile deutlich höher liegen. Das Unternehmen nutzt derzeit vorrangig Secondary Sales, um Mitarbeitern und frühen Investoren Liquidität zu bieten, hält sich die Option eines IPOs aber offen.

Mobile.de

Für den deutschen Online-Fahrzeugmarktplatz Mobile.de plant der Eigentümer (ein Konsortium um Permira) Berichten zufolge einen Börsengang im Jahr 2026. Eine mögliche Bewertung von rund 10 Milliarden Euro steht im Raum. Dieser Schritt wäre Teil einer Strategie, Teile der ehemals börsennotierten Adevinta-Gruppe wieder separat an den Kapitalmarkt zu bringen, vorzugsweise an der Frankfurter Börse.

SumUp

Der Zahlungsdienstleister SumUp prüft Berichten zufolge derzeit Optionen für einen Börsengang, der das Unternehmen mit 10 bis 15 Milliarden US-Dollar bewerten könnte. Als Handelsplatz kommen London oder New York in Frage. SumUp hatte zuletzt 2022 eine Bewertung von 8 Milliarden Euro erzielt und wächst weiterhin stark im Bereich der Kleinunternehmer-Dienstleistungen.

KNDS

Der deutsch-französische Rüstungskonzern KNDS (KMW + Nexter) plant für 2026 ein duales Listing an den Börsen in Paris und Frankfurt. Die angestrebte Bewertung beläuft sich auf etwa 20 Milliarden Euro. Angesichts voller Auftragsbücher und steigender Verteidigungsetats in Europa gilt dieser Börsengang als einer der größten und sichersten im Industriesektor für das kommende Jahr.

Kraken

Die US-Kryptobörse Kraken plant ihren Börsengang aktiv für das erste Quartal 2026. Zuletzt stand eine Bewertung von 20 Milliarden Dollar im Raum, kursieren in sehr bullischen Krypto-Marktberichten auch deutlich höhere, spekulative Zahlen. Das Unternehmen hat seine Strukturen professionalisiert, um den regulatorischen Anforderungen eines öffentlichen Listings gerecht zu werden. Außerdem schloss man einen großen Deal mit der Deutsche Börse.

ConsenSys

MetaMask ist die Krypto-Wallet des Unternehmens ConsenSys, welches Berichten zufolge ebenfalls einen Börsengang vorbereitet. Die Bewertung von ConsenSys lag bei der letzten großen Runde bei rund 7 Milliarden US-Dollar. Ein IPO würde wahrscheinlich an der Nasdaq stattfinden und gilt als Indikator für das institutionelle Interesse an der Web3-Infrastruktur, wobei der genaue Zeitplan vom Krypto-Marktzyklus abhängt.

Revolut

Die britische Neobank Revolut bereitet sich auf einen Börsengang vor, der das Unternehmen mit bis zu 75 Milliarden US-Dollar bewerten könnte – ein massiver Sprung gegenüber der Bewertung von 45 Milliarden US-Dollar aus sekundären Aktienverkäufen im Jahr 2025. Das Unternehmen strebt ein Listing in London oder New York an und ist das wertvollste Fintech Europas.

Monzo

Die britische Challenger-Bank Monzo steuert auf einen Börsengang in der ersten Jahreshälfte 2026 zu. Das Unternehmen zielt auf eine Bewertung von 7,5 bis 9 Milliarden US-Dollar ab, was eine deutliche Steigerung gegenüber der letzten privaten Bewertung von 4,5 Milliarden Pfund darstellt. Monzo hat sich mittlerweile als profitabel erwiesen und favorisiert Berichten zufolge ein Listing in London.

Starling Bank

Die britische Starling Bank gilt als weiterer heißer Kandidat für einen Börsengang in London, wobei eine Bewertung von rund 4 Milliarden Pfund angestrebt wird. Das Unternehmen befindet sich derzeit in Gesprächen über sekundäre Aktienverkäufe, um die Bewertung zu festigen und die Aktionärsstruktur zu bereinigen. Starling ist seit Längerem profitabel und könnte zeitnah den Schritt aufs Parkett wagen.

Visma

Der norwegische Software-Riese Visma, der in Österreich etwa Finmatics zukaufte, plant Berichten zufolge einen Börsengang für 2026, der das Unternehmen mit rund 22 Milliarden US-Dollar (ca. 20 Mrd. Euro) bewerten könnte. Visma ist einer der größten Anbieter von Unternehmenssoftware in Europa und befindet sich mehrheitlich im Besitz von Private-Equity-Investoren wie Hg, die nun einen Exit über die Börse anstreben.

Stripe

Der Zahlungsdienstleister Stripe wurde Anfang 2025 im Rahmen eines Aktienrückkaufs mit mehr als 90 Milliarden Dollar bewertet. Obwohl Stripe als „IPO-reif“ gilt, hat das Unternehmen erklärt, keine Eile zu haben, an die Börse zu gehen, da es profitabel ist und Mitarbeitern über sekundäre Märkte Liquidität bietet. Ein Börsengang könnte dennoch 2026 Thema werden, ist aber nicht garantiert.

Bolt

Der estnische Mobilitätsanbieter Bolt (Ride-Hailing und Scooter) strebt einen Börsengang für 2026 an. Die Bewertung wird auf etwa 6,3 Milliarden Euro geschätzt. Bolt hat sich als harter Konkurrent zu Uber in Europa etabliert und arbeitet daran, seine Profitabilität vor dem Börsengang weiter zu verbessern, um Investoren ein nachhaltiges Geschäftsmodell zu präsentieren.

Canva

Die australische Design-Plattform Canva wird voraussichtlich 2026 an die Börse gehen, nachdem sie ihre Bewertung auf dem Sekundärmarkt bei rund 42 Milliarden US-Dollar im August 2025 stand. Das Unternehmen ist profitabel, machte 2025 deutlich mehr als 3 Mrd. Dollar Umsatz und wächst weiterhin stark, insbesondere durch neue KI-Funktionen. Ein US-Listing gilt als wahrscheinlichstes Szenario für den Tech-Liebling.

Dataiku

Das KI- und Daten-Startup Dataiku plant Berichten zufolge einen Börsengang in der ersten Jahreshälfte 2026. Das Unternehmen, das zuletzt mit 3,7 Milliarden US-Dollar bewertet wurde, könnte beim IPO eine Zielbewertung von 6 bis 9 Milliarden US-Dollar anstreben. Banken wie Morgan Stanley wurden bereits mandatiert, um den Prozess vorzubereiten.

Discord

Die im Gaming-Bereich groß gewordene Chat- und Community-Plattform soll seinen IPO für 2026 bereits eingeleitet haben, u.a. gemeinsam mit den Großbanken Goldman Sachs und JPMorgan Chase. Das Unternehmen gilt seit mehreren Jahren als Börsenkandidat und könnte eine Bewertung von 15 Milliarden Dollar bekommen.

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