Digitale Assets

Mastercard will Banken beim Anbieten von Krypto-Handel helfen

Die PayPal-Karte von Mastercard. © Mastercard
Die PayPal-Karte von Mastercard. © Mastercard

Erst im vergangenen Jahr hat der Kreditkartenanbieter Mastercard angefangen, Zahlungen mit Kryptowährungen anzubieten (wir berichteten). Nun startet das Unternehmen laut CNBC ein Programm, mit dem Banken ihren Kund:innen den Handel mit digitalen Assets anbieten können. Der Zahlungsriese will als „Brücke“ zwischen Paxos, einer Krypto-Handelsplattform, die bereits von PayPal genutzt wird, und Banken fungieren. Mastercard und Paxos werden sich um die Einhaltung von Vorschriften und die Sicherheit kümmern.

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Kund:innen fühlen sich bei Krypto-Handel mit Banken sicherer

Der Service durch die Banken soll laut Mastercard vielen Menschen die Angst vor dem Krypto-Handel nehmen. „Es gibt viele Verbraucher:innen, die sich wirklich dafür interessieren und von Kryptowährungen fasziniert sind, aber sie würden sich viel sicherer fühlen, wenn diese Dienstleistungen von ihren Finanzinstituten angeboten würden“, sagt Jorn Lambert, Chief Digital Officer von Mastercard.

Lambert zufolge zeigen Umfragen immer noch eine Nachfrage nach digitalen Assets, aber etwa 60 Prozent der Befragten würden lieber über ihre bestehenden Banken einsteigen und so eher vorsichtige erste Schritte in der Krypto-Welt machen. Schließlich sind Bitcoin und Co weiterhin sehr volatile Assets. „Es ist für einige Leute immer noch ein wenig beängstigend“, zitiert CNBC Jorn Lambert.

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Mastercard zuversichtlich über Mainstream-Appeal von Krypto

Große Investmentbanken wie Goldman Sachs, Morgan Stanley und JPMorgan verfügen über eigene Krypto-Teams, haben es aber bisher weitgehend vermieden, Kryptowährungen für Verbraucher:innen anzubieten. Wenn die Banken das Mastercard-Partnerschaftsmodell annehmen, könnte dies mehr Wettbewerb für Coinbase und andere große Krypto-Exchanges bedeuten. Das Zahlungsunternehmen gibt an, dass seine Rolle darin besteht, den Banken beim Einhalten der Regulierungen zu helfen, indem es Krypto-Compliance-Regeln befolgt, Transaktionen verifiziert und Anti-Geldwäsche- und Identitätsüberwachungsdienste anbietet.

Mastercard will den neuen Service im ersten Quartal 2023 in einem Pilotversuch testen. Das Unternehmen macht noch keine Angaben dazu, welche Banken sich bisher angemeldet haben. Lambert gibt sich trotz des aktuellen „Krypto-Winters“ zuversichtlich, dass sich die Branche wieder ankurbeln lässt. „Es wäre kurzsichtig, zu denken, dass ein kleiner Krypto-Winter das Ende der Branche einläutet – das sehen wir nicht“, sagte er. „Wenn die Regulierung kommt, wird es ein höheres Maß an Sicherheit für die Krypto-Plattformen geben und wir werden sehen, dass viele der aktuellen Probleme in den kommenden Jahren in den Quartalen gelöst werden.“ Ihm zufolge stehen Kryptowährungen bereits an der Schwelle zum Mainstream.

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Zahlungsriesen starten Partnerschaften mit Branchenfirmen

Der Zahlungsriese und auch Konkurrent Visa haben beide Partnerschaften im Bereich Krypto geschlossen. Mastercard hat sich bereits mit Coinbase bei NFTs und Bakkt zusammengetan, um Banken und Händlern in ihrem Netzwerk die Möglichkeit zu geben, kryptobezogene Dienstleistungen anzubieten. Letzte Woche ist Visa eine Partnerschaft mit FTX eingegangen, um Krypto-Debitkarten in 40 Ländern anzubieten, und unterhält mehr als 70 Krypto-Partnerschaften.

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