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mysms: Die Grazer Messaging-App wird um Millionenbetrag an das indische Unternehmen Lycos verkauft

Auf allen Plattformen zu haben. © Up To Eleven
Auf allen Plattformen zu haben. © Up To Eleven

Als kleine WhatsApp-Alternative von der Grazer Firma Up to Eleven (ehemals sms.at) gestartet, hat die Messaging-App mysms bald einen neuen Eigentümer. Wie Martin Pansy, Geschäftsführer bei Up to Eleven, jetzt die Öffentlichkeit wissen ließ, wird die indische Firma Lycos mit Sitz in Hyderabad bzw. ihre künftige Tochterfirma, die TriTelA GmbH, mysms übernehmen. Die TriTelA GmbH hat neben mysms außerdem noch SPH Wien (eine Content-Management-Plattform für Videos) und Kika Social (ein Tool für Social-Media-Monitoring) unter ihrem Dach. Lycos will für die gesamte TriTelA GmbH etwa 12 Mio. US-Dollar zahlen. Informationen von TrendingTopics.at zufolge soll mysms für eine siebenstellige Summe verkauft worden sein.

Dem Deal hat der Vorstand von Lycos bereits zugestimmt, noch müssen Regulierungsbehörden die Transaktion abnicken. Lycos rechnet damit, dass die TriTelA GmbH im ersten Jahr zwischen 1,5 und 2 Mio. US-Dollar zum Umsatz beitragen wird. Lycos will künftig vor allem auf mobile Lösungen und IoT-Anwendungen setzen, mysms sieht man deswegen als wichtigen Baustein in der Strategie. Geplant ist außerdem, den mysms-Nutzern Zugang zu allen Lycos-Diensten zu geben.

Drei Millionen Nutzer

mysms (verfügbar für iOS, Android, Mac, Windows und im Web) hält derzeit bei etwa drei Millionen Nutzern und zählt sich selbst zu den größten zehn Messaging-Apps weltweit. Laut Up to Eleven wird sich für die Nutzer, die mysms entweder gratis oder in einer Premium-Version (10 Euro/Jahr) nutzen, vorerst nichts ändern. Das Team werde das Messaging-Tool in der Überführungsphase weiter betreiben, die Daten bleiben physisch im bestehenden Rechenzentrum.

Lycos selbst hat neben einer Suchmaschine und seinem Online-Werbegeschäft auch Fitnessbänder im Programm und will mit seiner neuen Abteilung Lycos Life ins IoT-Geschäft einsteigen. Bei Up to Eleven, das sich selbst als Start-up-Builder beschreibt, will man sich künftig noch stärker auf Nuki (smartes Türschloss), Instahelp (psychologische Online-Beratung) und weitere neue Projekte fokussieren, so Pansy.

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