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Neobroker BUX wird an niederländische Bank ABN AMRO verkauft

© BUX
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Es war eine Zeit lang ein Herausforderer für Trade Republic, Scalable Capital und Co, doch jetzt gehört der niederländische Neobroker BUX einer Bank. Denn die ABN AMRO hat heute bekannt gegeben, dass sie BUX mit seinen etwa 500.000 Kund:innen übernommen hat. Für Beobachter:innen ist das keine Überraschung, denn immerhin gehört ABN AMRO Ventures, also der Investment-Arm der Bank in Startups, zu den frühen Geldgebern des Neobrokers.

BUX ist neben dem Heimatland Niederlanden auch in Deutschland, Österreich, Frankreich, Spanien, Italien, Irland und Belgien verfügbar. Zum Kaufpreis gibt es derzeit keine öffentlichen Informationen. Jedenfalls gab es Anfang 2023 Verhandlungen mit N26 über einen Verkauf, der dann offenbar an Uneinigkeiten über das künftige Management scheiterte – N26 kooperiert mittlerweile mit Upvest in Sachen Aktien- und ETF-Trading sowie mit Bitpanda bei Krypto. Bestehende Investoren wollten dann offenbar auch nicht mehr nachlegen, weswegen es sich eher um einen Notverkauf handeln dürfte.

Mit dieser Akquisition will ABN AMRO seine Präsenz im Bereich der Privatkundenanlagen stärken und sein digitales Angebot erheblich erweitern. Noch müssen die Kartellbehörden der Übernahme zustimmen. In den Niederlanden soll die Kombination aus der Bank und BUX nun Marktführerschaft haben. „Dieser Schritt ist eine zusätzliche Wachstumsinvestition für BUX, die eine ehrgeizige langfristige Skalierung und Innovation ermöglicht, gestärkt durch die umfangreichen Ressourcen und die Infrastruktur von ABN AMRO“, heißt es seitens der Bank. Man erwarte sich daraus, auch im Ausland die eigene Position zu stärken.

BUX: Neobroker schließt Finanzierungsrunde über 67 Millionen Euro ab

Neuer Eigentümer will Krypto-Angebot nicht fortführen

Interessant ist, dass die Übernahme umfasst nicht die Kryptowährungsaktivitäten von BUX umfassen. Anders als viele andere Banken, die derzeit aufgrund eines erwarteten spannenden Krypto-Jahres 2024 auf Bitcoin und Co setzen, lässt ABN AMRO vorerst die Finger davon. Das Krypto-Angebot bei BUX wurde 2019 eingeführt – was nun genau damit passiert, ist noch offen. Noch Ende 2022 hat BUX das Retail-Geschäft des seines spanischen Pendants Ninety Nine zugekauft, um auf der iberischen Halbinsel zu wachsen.

BUX hat bei weitem nicht so viel Kapital aufgenommen wie andere Neobroker wie Trade Republic oder Bitpanda, die mittlerweile sehr ähnliche Angebote wie BUX (z.B. Teilaktien, ETFs, Krypto usw) an den Start gebracht haben. Prosus und das chinesische Unternehmen Tencent haben 2021 eine Finanzierungsrunde von 80 Millionen US-Dollar (67 Millionen Euro) in BUX angeführt. 2022 machte BUX einen Verlust von 16 Millionen Euro bei einem Umsatz von 2,52 Millionen Euro. Der Käufer ABN AMRO sagt, dass sich die Transaktion „voraussichtlich nur geringfügig auf die CET1-Kapitalquote“ auswirken würde.

Niederländischer Neobroker BUX kauft Retail-Geschäft von spanischem Konkurrenten

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