Janet Yellen

Neue US-Finanzministerin will mehr Bitcoin-Regulierung

US-Finanzministerin Janet Yellen. © Screenshot
US-Finanzministerin Janet Yellen. © Screenshot

Diesen Namen wird man sich merken müssen: Janet Yellen ist die neue Finanzministerin der Biden-Administration und war vor ihrer aktuellen Tätigkeit Präsidentin der US-Notenbank Federal Reserve (FED). Insofern ist sie mit der Thematik der Kryptowährungen durchaus vertraut und hat in ihrem neuen Amt auch vor, diesbezüglich etwas zu tun.

Wie immer, wenn Politiker sich dem Thema Bitcoin annehmen, schmeckt das vielen in der stark libertär geprägten Crypto-Community nicht. Jedenfalls will die ehemalige Zentralbankchefin und ehemalige Notenbankchefin eine „effektive Regulierung“ für Krypto-Assets schaffen. Bei einer Anhörung sagte sie zuerst dass sie glaube, dass viele Krypto-Assets „vorwiegend für illegale Finanzierungen“ verwendet würden und dass man Wege finden müsse, um über diese Kanäle keine Geldwäsche zu ermöglichen.

Später betonte sich in einer schriftlichen Beantwortung auf Fragen des US-Senats dann auch positivere Aspekte von krypto-Assets. „Ich halte es für wichtig, die Vorteile der Kryptowährungen und anderer digitaler Vermögenswerte zu berücksichtigen, darunter ihr Potenzial zur Steigerung der Effizienz des Geldsystems. Gleichzeitig wissen wir, dass sie zur Finanzierung von Terrorismus, für Geldwäsche sowie zur Unterstützung schädlicher Aktivitäten, die die Nationale Sicherheit der USA und die Integrität des Finanzsystems bedrohen, genutzt werden können“, schreibt sie.

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Viele Vorschläge liegen am Tisch

Ihrer Meinung zufolge solle Regulierung sowohl illegale Tätigkeiten unterbinden als auch Innovationen in dem Bereich ermöglichen. Die Trump-Regierung hat gegen Ende noch versucht, strengere Regeln für Transaktionen mit Kryptowährungen einzuführen, was zu einem Aufschrei in der Branche und Kritik seitens Coinbase oder Square führte. Angedacht war, dass Krypto-Transaktionen von mehr als 3.000 bereits von Plattformen wie Coinbase dokumentiert werden müssen. Was aus diesen Plänen nun wird, bleibt abzuwarten.

Währenddessen hat aber auch ein Vorschlag des Office of the Comptroller of the Currency (OCC) für Aufsehen gesorgt. So soll es Banken erlaubt werden, ihre eigenen Stablecoins auf den Markt zu bringen. Das könnte Transaktionen für ihre Kunden schneller und günstiger machen. Beide Pläne schließen sich nicht gegenseitig aus und spiegeln vielleicht das wieder, was Yellen meint: mehr Kontrolle auf der einen Seite, aber auch Raum für Unternehmen, um neue Krypto-Produkte auf den Markt zu bringen.

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Mit der Forderung nach mehr Regeln und Gesetze für Bitcoin ist Yellen nicht alleine. In der EU äußerte sich zuletzt EZB-Chefin Christine Lagarde strengere Regeln für Bitcoin gefordert. Auch sie hat das (alte) Beispiel der vermuteten Geldwäsche mit Hilfe von Krypto-Assets hervorgekehrt und manche Geshcäfte mit Bitcoin als „funny business“ bezeichnet.

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