Markteinbruch

Nuri & Kontist: Kündigungswelle erfasst nun auch deutsche Fintechs

© Nuri / Kontist
© Nuri / Kontist

Inflation, Ukrainekrieg, Angst vor einer Rezession in Europa: Immer mehr Startups, Scale-ups und Unicorns werden von den Auswirkungen der wirtschaftlichen Lage getroffen. Nun sind es die beiden Berliner Fintechs Nuri und Kontist, die am Mittwoch Kürzungen bei Jobs bekannt geben mussten.

So werden beim Krypto-Anbieter Nuri (ehemals Bitwala) 45 von insgesamt 200 Mitarbeiter:innen gekündigt. „Die Zinswende in den USA, die rasant steigende Inflation sowie der Ukrainekrieg führen zu Unsicherheit am Finanzmarkt und resultieren bei Nuri in einem Strategiewechsel“, so Nuri-Chefin Kristina Walcker-Mayer gegenüber dem Handelsblatt. Man wolle weg vom reinen Wachstum hin zu mehr Umsatz und geringeren Kosten. Es handle sich nicht um kurzfristige Effekte am Markt

Auch beim deutschen Fintech Kontist, das digitales Banking und Steuer-Services speziell für Selbstständige anbietet, muss etwa ein Viertel seiner Belegschaft gehen lassen. Es handelt sich um etwa 50 Mitarbeiter:innen, die gekündigt werden. Man werde sich zudem in Zukunft auf das Thema Steuerberatung fokussieren, heißt es gegenüber FinanceFWD.com.

„Rezession im Anmarsch“: Fintech Klarna mit Massenkündigungen vor Downround

Investor: „Für das Schlimmste planen“

Zu Beginn der Woche war es der schwedische Fintech-Riese Klarna, der für seine Buy Now Pay Later-Dienste bekannt wurde, der ein Zehntel seiner Mitarbeiter:innen (ca. 700) kündigte. „Das Vertrauen der Verbraucher in die Zukunft hat sich verändert, die Inflation ist stark angestiegen, der Aktienmarkt ist sehr unbeständig und eine Rezession ist wahrscheinlich im Anmarsch“, begründete Klarna-CEO Sebastian Siemiatkowski die Entscheidung.

Währenddessen ist im Markt zu hören, dass vor allem Investor:innen Druck bei Startups und Scale-ups machen, Kosten zu kürzen. Y Combinator, ein sehr prominenter Startup-Accelerator aus dem Silicon Valley, riet seinen Gründer:innen: „Am sichersten ist es, für das Schlimmste zu planen. Wenn die derzeitige Situation so schlimm ist wie die letzten beiden Konjunkturabschwünge, ist es am besten, sich darauf vorzubereiten, indem man innerhalb der nächsten 30 Tage die Kosten senkt und die Startbahn verlängert.“

„Plan for the worst“: Y Combinator warnt Startups vor Rezession

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