Onono: Schweizer AI-Startup mit Wiener Gründer erhält sechsstelliges Investment
Das Schweizer AI-Startup Onono, das mit Kaiyue Li und Marko Göls zwei Wiener Gründer hat, konnte sich ein hohes sechsstelliges Angel-Investment sichern. Die Jungfirma entwickelt eine autonome kognitive KI. Ziel ist es, die AI-Branche mit dem Bau eines proprietären Betriebssystems für Kognition von der „Frozen Intelligence“ zu befreien.
„Wir durchbrechen die aktuellen KI-Limits“
„Mit der weltweit ersten ‚Progressive AI’ durchbrechen wir die aktuellen KI-Limits“, so das Onono-Gründerteam rund um CEO Kaiyue Li und Chief Business Officer (CBO) Marko Göls. Die beiden entwickelten ihre Idee und Vision während der gemeinsamen, bereits drei Jahre lang andauernden Zusammenarbeit. Göls war zuvor CEO bei der Wiener Kreativagentur Digitalsunray. Li war dort früher Lead AI Architect.
Bei der gemeinsamen Entwicklung von komplexen Multi-Agenten-Systemen haben die beiden harte Limitierungen aktueller generativer KI festgestellt. Mit Onono wollen sie diese überwinden. Dafür entwickeln sie ein „digitales Subjekt“, eine autonome AI, die innerhalb eines kontinuierlichen kognitiven Kreislaufs agiert.
Onono bekämpft „Frozen Intelligence“
„Diese KI rechnet nicht nur. Auf Basis biologischer Prinzipien wie Autopoiesis (Selbsterschaffung) und Schwarmintelligenz entwickelt sie ein fortlaufendes Verständnis für Ereignisse, Zeit, Kausalität und über sich selbst – und verbessert sich kontinuierlich weiter, eigenständig oder im Zusammenspiel mit dem Menschen. Das bedeutet einen Vorstoß in eine neue Form der kognitiven Autonomie: Die KI umschreibt, adaptiert und erweitert selbst ihr Weltmodell durch ständige Interaktion“, erklären die beiden Gründer.
Mit seiner Technologie will Onono das Problem der derzeitigen massiven, aber letztlich statischen Modelle der „Frozen Intelligence“ am aktuellen Markt lösen. Die herkömmlichen Intelligenz-Systeme erstarren dem Startup zufolge nach ihrem Training, leiden unter Erinnerungslücken, systemischem Abbau und Halluzinationen und warten als reaktive Werkzeuge passiv auf Prompts. Die kognitive KI von Onono soll diese Limitierungen durchbrechen.
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Startup entwickelt „Cognitive Consulting Modell“
„Unsere Vision ist tief im Konzept des ‚Wiener digitalen Humanismus’ verankert, wir setzen stark auf europäische Werte“, so Li und Göls. Das interdisziplinäre Team vereine Philosophie, Mathematik, Wirtschaft, Kunst und Ingenieurwesen. Um das Startup optimal für internationale Deep-Tech-Investoren aufzustellen, haben die Founder die Onono AI AG in Zürich registriert. Dadurch wollen sie eine kompromisslose Ausrichtung auf Datensicherheit und regulatorische Stabilität garantieren.
Mit dem frischen Kapital will Onono die Entwicklung seiner Architektur vorantreiben. Ein zentraler Fokus liegt dabei auf dem neuartigen „Cognitive Consulting Modell“. Das System agiert wie ein Senior Partner einer Top-Beratung. Um Enterprise-Kunden die Sorge vor dem Verlust der Datenhoheit zu nehmen, schafft Onono eine Architektur, die die Faktenstrukturen der Kunden (Project Semantic Net) technologisch von der erlernten Lösungslogik und Intuition (Cognitive Personality Net) der KI entkoppelt. Der Kunde soll dabei die absolute Datensouveränität behalten, während das digitale Subjekt parallel eine smarte, mitlernende Wissensarchitektur aufbaut.
