Hintergrund

OpenAI und Co: AI-Elite nimmt am geheimnisvollen Bilderberg-Treffen teil

Lissabon bei Nacht. © Unsplash
Lissabon bei Nacht. © Unsplash

Sie gehören zu den geheimnisvollsten – und teilweise auch umstrittensten – Treffen von einflussreichen Persönlichkeiten der Welt: die Bilderberg-Konferenzen. Dieses Jahr findet das Treffen von 18. bis 21. Mai in Lissabon in Portugal statt. Zwar dringt selten nach außen, was die hochrangigen Vertreter:innen aus Wirtschaft, Politik, Militär, Medien oder Geheimdiensten hinter verschlossenen Türen so zu besprechen haben, doch immerhin kann man an der Gästeliste ablesen, worum es geht.

Und dieses Jahr sind einige der einflussreichsten Persönlichkeiten aus dem Bereich Künstliche Intelligenz bzw. Großunternehmen, die führend auf dem Gebiet sind, bei der Bilderberg-Konferenz vertreten. Mit dabei sind laut offizieller Gästeliste:

  • OpenAI CEO Sam Altman
  • DeepMind CEO Demis Hassabis
  • Palantir CEO Alex Karp
  • Microsoft CEO Satya Nadella
  • Ex Google CEO Eric Schmidt
  • Feedzai CEO Nuno Sbastiao

Zu ihnen werden sich außerdem die CEOs von Ryan Air, Pfizer, Vattenfall, BASF, Merck BP, Goldman Sachs oder TotalEnergies. Zudem kommen eine Reihe von Politiker:innen, darunter auch der niederländische Premierminister Mark Rutte, die finnische Ministerpräsidentin Sanna Marin oder der NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg. Österreich ist auch mit zwei Vertreter:innen vor Ort, und zwar Kurier-Chefredakteurin Martina Salomon sowie Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP).

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Dass AI bei dem Bilderberg-Treffen, bei dem es auch um den Ukrainekrieg, das kriselnde Bankensystem, China, die Energiewende und die Führungskraft der USA gehen wird, hoch oben auf der Agenda steht. verwundert nicht. Derzeit steht das EU-Parlament davor, mit dem AI Act die rechtlichen Grundlagen für Künstliche Intelligenz in Europa zu definieren, während sich das Wettrennen zwischen den USA und China in dem Bereich zuspitzt.

Die Bilderberg-Konferenzen werden seit 1954 veranstaltet, zwei Drittel der Teilnehmer:innen sind aus Europa, der Rest zumeist aus Nordamerika. Ziel war damals, die transatlantische Zusammenarbeit zu festigen, die meisten Teilnehmer:innen kommen seither aus NATO-Staaten. Auf dem Event gilt die so genannte „Chatham House Rule“, die besagt, dass es den Teilnehmer:innen freisteht, die gewonnen Informationen zu nutzen, dass aber weder die Identität noch die Zugehörigkeit der Redner:innen oder eines anderen Teilnehmers preisgegeben werden darf.

Kritiker:innen meist aus dem rechten Spektrum mutmaßen in Verschwörungstheorien, dass die „Bilderberger“ eine Verschwörung der Familien Rockefeller und Rothschilds sind, und den Konferenz-Teilnehmer:innen wird gerne in die Schuhe geschoben, bei der Ölkrise oder dem Mauerfall die Finger im Spiel gehabt zu haben. Dass es wohl eher wenig Spielraum für so etwas gibt, zeigt unter anderem, dass Journalist:innen aus renommierten Medien wie The Economist, Financial Times, Bloomberg oder Le Temps zugegen sind – die würde man wohl nicht einladen, wenn Geheimpläne geschmiedet werden sollen.

Nicht abzustreiten ist aber auch, dass Geheimdienste an dem Treffen interessiert sind. So sind – ganz offiziell auf der Gästeliste – Fleming, Jeremy ehemaliger Direkt des UK-Geheimdienstes GCHQ, oder Avril Haines, Director of National Intelligence der USA, zugegen.

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