Davos

OpenAI: AI wird neue Jobs schaffen. CEOs: Nope, wir werden Jobs wegen AI kürzen.

OpenAI CEO Sam Altman und Microsoft CEO Satya Nadella. © OpenAI
OpenAI CEO Sam Altman und Microsoft CEO Satya Nadella. © OpenAI

Politiker:innen, Banker:innen und Corporate-CEOs schön und gut, die großen Stargäste des Weltwirtschaftsforums in Davos hießen dieses Jahr Sam Altman und Satya Nadella. Sie sind die CEOs der zwei treibenden Kräfte der AI-Revolution und haben OpenAI und Microsoft in eine Partnerschaft geführt, die das Startup Richtung 100 Milliarden Bewertung und den Software-Riesen zum wertvollsten Unternehmen der Welt machte.

Im Talk mit dem britischen The Economist diskutierten die beiden neben ihrer Partnerschaft und der Entwicklung in Richtung AGI natürlich auch die Job-Frage. Beide CEOs sind – wenig überraschend – der Ansicht, dass AI-Technologie mehr neue Arbeitsplätze schaffen wird als sie vernichtet. Nadella ist der Meinung, dass sie den Arbeitsmarkt dynamischer machen wird, da die Menschen neue Fähigkeiten erlernen und schneller den Arbeitsplatz wechseln können. Seiner Meinung werde das dazu führen, dass die Löhne in manchen Branchen steigen und in  anderen sinken werden. Beide sehen ChatGPT bzw. Microsofts Copilot nicht als Ersatz für ganze Jobs, sondern als Tool, das einzelne Tasks übernehmen kann. Es ersetzt also nicht den Anwalt, sondern lediglich eine seiner Tätigkeiten wie z.B. Dokumente verfassen.

IWF-Prognose: KI betrifft 40 Prozent der Jobs und verstärkt Ungleichheit

Studien und Umfragen besagen das Gegenteil

Doch wie sieht die restliche Wirtschaft die Job-Killer-Frage? Einer Studie des Internationalen Währungsfonds (IMF) zufolge wird AI in  fortgeschrittenen Volkswirtschaften einen großen Teil der Arbeitsplätze betreffen – schätzungsweise etwa 60 Prozent. Ebenso werden Löhne von Besserverdiener:innen im Verhältnis zu jüngeren Arbeitnehmer:innen unverhältnismäßig stark steigen, so die IMF-Prognose, während Einkommensschwächere und Ältere besonders gefährdet seien (mehr dazu hier).

Eine Umfrage von PwC unter 4.700 Firmenchefs in 105 Ländern wiederum kommt zu dem Ergebnis, dass ein Viertel der Führungskräfte weltweit erwartet, dass der Einsatz von generativer künstlicher Intelligenz in diesem Jahr zu einem Personalabbau von mindestens 5 Prozent führen wird. Diesen Entwicklungen werden sich nur wenige Unternehmen entziehen können. Eine Studie von Deloitte besagt, dass acht von zehn Führungskräften erwarten, dass Gen AI ihr Unternehmen innerhalb von drei Jahren verändern wird.

Dass AI aktuell kaum für die Schaffung neuer Arbeitsplätze sorgt, zeigt das Beispiel Google. Eigentlich ist der Search-Riese ja eine große Nummer in Sachen AI. Trotzdem startet das Jahr für Google wieder mit einer Entlassungswelle von mehr als 1.000 Menschen, und weitere Kündigungen sollen folgen (Trending Topics berichtete).

Google: Mehr als tausend Angestellte entlassen – weiterer Stellenabbau folgt

 

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