Porträt

Perigee: Startup aus Burgenland will Spendenwesen mit KI revolutionieren

Die Perigee-Gründer Emanuel Rudas und Markus Enenkel © Trending Topics
Die Perigee-Gründer Emanuel Rudas und Markus Enenkel © Trending Topics

„Wir revolutionieren das Spendenwesen“. Mit diesem höchst ambitionierten Ziel wollen Markus Enenkel und Emanuel Rudas mit ihrem Startup Perigee im nächsten Jahr an den Start gehen. Durch Künstliche Intelligenz will die vor drei Jahren gegründete Jungfirma aus dem Burgenland eine direkte Verbindung zwischen Hilfsorganisationen und potenziellen Spender:innen aufbauen. Dafür konzentriert sich die Datenanalyse des Unternehmens speziell auf humanitäre Themen, die Menschen wirklich interessieren.

„Hilfsorganisationen sind zu wenig digital“

„Ein Großteil der humanitären Hilfsorganisationen setzt nur etwa fünf Prozent seiner Spendenumsätze digital um. In einer Welt, wo wir das Metaverse, Facebook, Google, Amazon und E-Mail-Apps immer dabei haben, ist das zu wenig“, sagt Emanuel Rudas. „Wir reden momentan von zwischen 90 und 100 Milliarden Euro, die europaweit jährlich im Fundraising-Sektor umgesetzt werden. Das ist zwar sehr viel, aber es gibt noch Luft nach oben, in den USA ist es nämlich das Drei- bis Vierfache“, fügt Markus Enenkel hinzu.

Markus Enenkel hat in der Vergangenheit schon häufig mit und für Hilfsorganisationen gearbeitet und kennt daher die Bedürfnisse dieses Sektors. Perigee-CEO Emanuel Rudas dagegen steuert das Marketing-Know-how zu dem Startup bei. Das ist auch wichtig, denn humanitäre Organisationen müssen dringend ihre Öffentlichkeitsarbeit aufbessern. „Die meisten Spender:innen sind über 60 Jahre alt, der Sektor hat aber ein Problem dabei, mit den Jungen in Kontakt zu treten. Dabei wären diese eigentlich bereit zum Spenden, das besagen auch viele Studien“, so Rudas.

Perigee zeigt was Menschen wirklich bewegt

Es ist also wichtig, in der Flut an Informationen, mit der Menschen in der digitalen Welt konfrontiert sind, Aufmerksamkeit zu gewinnen. Dafür will Perigee weg vom generischen Targeting gehen, das sich nur auf bestimmte Demografien konzentriert. Vielmehr will die Jungfirma durch Datenanalyse mithilfe von KI herausfinden, was die Menschen wirklich bewegt. Der Algorithmus des Startups analysiert online Konversationen und stellt so fest, welche humanitären Notfälle besonders viel Zuwendung von einzelnen Personen erhalten. Die Notfälle selbst findet Perigee durch Satellitendaten, Klimaforschung und Analyse der medialen Berichterstattung. Anhand dieser Daten sollen Organisationen potenzielle Spender:innen schnell erkennen und kontaktieren können.

Zebras & Unicorns Podcast: Wie das Startup Share das Spenden smarter macht

Perigee selbst macht dabei keine Spendenaufrufe und ist nur der Datendienstleister. „Wir bieten ein Datenfundament für Fundraising-Entscheidungen“, erklärt Rudas. Im kommenden Jahr plant Perigee den Start im DACH-Raum. Der Fokus soll demnach zuerst auf Zentraleuropa liegen, jedoch planen die beiden Gründer eine schnelle Skalierung. Über die nächsten Jahre soll der Service des Startups zunehmend in ganz Europa zur Verfügung stehen. Die für die Analyse verwendeten Daten sind immer global. Das bedeutet, dass größere Organisationen sie auch für ihre internationalen Operationen übernehmen können.

Perigee hat das Südhub Accelerator Programm erfolgreich absolviert. Südhub ist die Gründerinitiative des Landes Burgenlands, die von der Wirtschaftsagentur Burgenland umgesetzt wird. Der Südhub Accelerator geht im März 2022 in die zweite Runde. Bewerbungen sind ab sofort unter www.suedhub.at möglich!

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