Künstliche Intelligenz

Perplexity will die Internetsuche revolutionieren und Google schlagen

Trotz technologischer Überlegenheit: Die größte Herausforderung bleibt, dass potenzielle User:innen „Perplexity" erst einmal entdecken und ihre Suchgewohnheiten ändern müssen. © Unsplash, Kevin Wu
Trotz technologischer Überlegenheit: Die größte Herausforderung bleibt, dass potenzielle User:innen „Perplexity" erst einmal entdecken und ihre Suchgewohnheiten ändern müssen. © Unsplash, Kevin Wu

Google hat einen neuen Konkurrenten und er heißt „Perplexity”. Das Suchmaschinen-Startup soll qualitativ alle Websuchmaschinen auf dem Markt schlagen. Finanzielle Unterstützung in der Höhe von 75 Millionen Dollar kommt dabei von Jeff Bezos, Shopify-CEO Lütke und weiteren Star-Investor:innen.

Finanzierung erfolgreich angelaufen

Eine neue Generation von Suchanbietern ist dabei, den Markt zu erobern. Geplant ist, eine Nische zu etablieren, die ein besseres Erlebnis immer mehr User:innen anlocken soll. Perplexity, das aus gerade einmal 40 Mitarbeiter:innen besteht und seinen Sitz in einem Co-Working Space in San Francisco hat, erhielt gerade in einer neuen Finanzierungsrunde 75 Millionen Dollar. Zu den Investor:innen zählen neben dem Risikokapitalgeber IVP unter anderem auch Amazon-Gründer Jeff Bezos, Shopify-CEO Tobias Lütke, Ex-GitHub-CEO Nat Friedman sowie AngelList-Mitgründer Naval Ravikant. Investitionen gab es auch von NEA, Databricks Ventures, dem ehemaligen Twitter-Vizepräsidenten Elad Gil und Vercel-Gründer Guillermo Rauch.

Perplexity wurde in der zweiten Finanzierungsrunde laut Wall Street Journal mit 520 Millionen Dollar bewertet – das Potenzial dürfte demnach als hoch eingeschätzt werden. Obwohl der Betrag in der Welt der GenAI-Startups keine allzu große Summe ist, ist die Entwicklung doch beeindruckend,  wenn man bedenkt, dass es Perplexity erst seit August 2022 gibt. Der Umsatz liege aktuell bei 3 Millionen Dollar pro Jahr.

Revolution der Websuche durch Large Language Models

Perplexity hebt sich von herkömmlichen Suchmaschinen ab, da es über eine Chatbot-ähnliche Schnittstelle verfügt, die den Nutzer:innen Suchanfragen in natürlicher Sprache ermöglicht. Nachdem eine Anfrage an die Plattform gestellt wurde, liefert die KI eine formulierte Antwort, stellt aber gleichzeitig eine Selektion verschiedener Quellenangaben bereit. Meistens werden Websites und Artikel vorgeschlagen.

Die zugrundeliegende Technologie ist der lizenzierbare Bing-Index, also die von Bing indizierten Websites sowie eine unternehmenseigene Index-Infrastruktur. Wenn ein:e Nutzer:in mit Perplexity sucht, wird die Suchanfrage an den auf GPT–4 und Claude–2 basierenden „Copilot” übergeben. Copilot muss man sich wie einen Suchexperten vorstellen. Er analysiert die Anfrage, stellt etwaige klärende Fragen und generiert oft mehrere leicht umformulierte Suchen, um ein bestmögliches Suchergebnis präsentieren zu können.

Exaktere Suchergebnisse für zahlende Kundschaft

In der kostenfreien Version liefert Perplexity Antworten durch GPT–3.5. In der Bezahlversion können Pro-User:innen zwischen GPT–4, Claude 2, Googles Gemini und dem eigenen Modell von Perplexity wählen. Zudem gibt es die Möglichkeit einer spezialisierten Suche mithilfe verschiedener Fokus-Arten. Mit „Academic” werden nur akademische Papers durchforstet, mit Wolfram|Alpha lässt sich direkt sprechen und bei Belieben kann die Perplexity-Suche auch auf YouTube oder Reddit beschränkt werden.Das Unternehmen wird im Laufe des Jahres vermutlich weitere Fokus-Arten rausbringen.

Perplexity hat nach eigenen Angaben etwa 10 Millionen monatliche Nutzer:innen. Jeff Bezos ist jedenfalls schon jetzt überzeugt. Er soll gesagt haben: „Google is going to be viewed as something that’s legacy and old”, wie die US-amerikanische Zeitschrift Fortune berichtet.

Perplexity lässt sich hier testen.

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