Peter Steinberger geht zu OpenAI; OpenClaw soll in Stiftung Open Source bleiben
In der Angelegenheit rund um den österreichischen Entwickler Peter Steinberger und den KI-Agenten OpenClaw geht es derzeit schlag auf Schlag. Vergangene Woche wurde klar, dass Steinberger nach dem Überraschungserfolg Angebote von Mark Zuckerbergs Meta und Sam Altmans OpenAI bekommen hat. Der gebürtige Oberösterreicher hat sich nun entschieden. Er wird von Wien nach San Francisco wechseln.
Denn Steinberger hat seinen Wechsel zu OpenAI bekannt gegeben. Gleichzeitig soll sein Open-Source-Projekt OpenClaw in eine Stiftung überführt werden und unabhängig weiterbestehen.
Von der Spielwiese zum Wellenbrecher
Steinberger bezeichnet sein Projekt OpenClaw als „Playground-Projekt“, das unerwartet große Aufmerksamkeit erregt hat. Innerhalb des letzten Monats entwickelte sich das Vorhaben zu einem vielbeachteten Projekt in der AI-Community. Der Entwickler, der bereits 13 Jahre Erfahrung mit dem Aufbau eines eigenen Unternehmens mitbringt, sieht in der Zusammenarbeit mit OpenAI die beste Möglichkeit, seine Vision schneller zu verwirklichen.
Bei OpenAI wird Steinberger an der Entwicklung von KI-Agenten arbeiten, die für eine breite Nutzerbasis zugänglich sein sollen. Sein erklärtes Ziel ist es, einen Agenten zu entwickeln, der so einfach zu bedienen ist, dass selbst seine Mutter ihn nutzen könne. Dafür benötige er Zugang zu den neuesten Modellen und Forschungsergebnissen sowie ein tieferes Verständnis für Sicherheitsfragen.
„Was ich will, ist die Welt zu verändern, nicht ein großes Unternehmen aufzubauen. Die Zusammenarbeit mit OpenAI ist der schnellste Weg, dies allen zugänglich zu machen.“
OpenClaw bleibt Open Source
Das OpenClaw-Projekt soll in eine Stiftung überführt werden und als Open-Source-Projekt erhalten bleiben. OpenAI hat bereits Unterstützung zugesagt und sponsert das Projekt. Die Plattform soll weiterhin ein Ort für Entwickler und Nutzer bleiben, die Wert auf Datenkontrolle legen und verschiedene Modelle und Anbieter unterstützen möchten.
Sam Altman, CEO von OpenAI, kommentierte die Zusammenarbeit mit lobenden Worten. Er bezeichnete Steinberger als „Genie mit vielen erstaunlichen Ideen über die Zukunft sehr intelligenter Agenten“. Die Entwicklung persönlicher Agenten werde schnell zu einem Kernbestandteil der Produktangebote von OpenAI werden. Altman betonte zudem die Bedeutung von Open Source für eine Multi-Agenten-Zukunft, weshalb OpenAI die Unterstützung von OpenClaw als Stiftung fortsetzen werde.
Entscheidungsfindung in San Francisco
Steinberger verbrachte die vergangene Woche in San Francisco, wo er Gespräche mit führenden KI-Laboren führte. Der Zugang zu Forschern und unveröffentlichten Studien habe ihn auf allen Ebenen inspiriert. Nach Gesprächen mit verschiedenen Organisationen kristallisierte sich für ihn heraus, dass OpenAI die gemeinsame Vision am besten teile und die Freiheit biete, OpenClaw weiterentwickeln zu lassen.
Interessant hierbei ist auch die Anekdote mit Anthropic: Diese drohten vor einigen Wochen mit rechtlichen Schritten, sollte Steinberger den ursprünglichen Namen Clawdbot (angelehnt an „Claude“, dem KI-Modell von Anthropic) nicht ändern. Daraus wurde dann Moltbot und schließlich OpenClaw. Vor der Umbenennung in OpenClaw fragte Steinberger bei Sam Altman nach, ob dies auch ok sei; dieser bejahte.

