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Proofcheck: Elon Musks xAI-Mitgründer Kyle Kosic steigt bei Wiener AI-Startup ein

Alexandre Paris und Tara Więckowska-Merrigan von Proofcheck. © Proofcheck
Alexandre Paris und Tara Więckowska-Merrigan von Proofcheck. © Proofcheck

Eine AI, die Bücher und PDFs auf Fehler in der Formatierung gegenliest: Das ist in etwa das Produkt, an dem das 2022 in Wien gegründete Startup Proofcheck von Tara Więckowska-Merrigan (CEO) and Alexandre Paris (CTO) arbeitet. Nun hat die junge Firma, die sich von Büchern hin zu Magazinen, Reports und Präsentationen entwickelt, frisches Geld aufgenommen.

Es ist eine halbe Million Euro, die der deutsch-schweizerische 5502 Fund von BackBone Ventures, Angel Invest von Partnerin Mara Larson-Richard, Business Angel Gernot Singer sowie der amerikanische Entwickler Kyle Kosic in Proofcheck fließen lassen. Letzterer Name ist dabei besonders spannend: Kosic war von 2021 bis 2023 an der Entwicklung von ChatGPT bei OpenAI mit beteiligt, bis er dann als technischer Mitgründer zu Elon Musks AI-Unternehmen xAI wechselte.

„Unsere Plattform schafft nicht nur eine qualitativ hochwertige redaktionelle Grundlage, die die Arbeitsabläufe für die Erstellung von Inhalten rationalisiert, sondern sorgt auch für eine sorgfältige Nachvollziehbarkeit der Arbeit“, sagt CEO Tara Więckowska-Merrigan, die zuvor im Buch-, Zeitschriften- und Wissenschaftsverlagswesen tätig war, unter anderem beim globalen Medienunternehmen Condé Nast. „Durch die Konsolidierung und Automatisierung verschiedener mühsamer Aufgaben sorgt Proofcheck für einen erheblichen Return on Investment durch beispiellose Effizienzsteigerungen und Zeiteinsparungen.“

AI auf der Jagd nach Design-Fehlern in PDFs und Co

Aktuell unterstützt Proofcheck die automatische Prüfung von PDF-Buchproofs und wird in Kürze ein EPUB-Tool auf den Markt bringen. Die Software geht dabei auf die Jagd nach typografischen und ästhetischen Fehlern, die unter Buchdrucker:innen als „Witwen“, „Waisen“, „Runten“ oder „Stapel“ bekannt sind – also Fehler, die es im Sinne einer besseren Lesbarkeit bisher händishc zu korrigieren galt. Proofcheck spürt diese Fehler automatisch auf.

Proofcheck befindet sich bereits bei Verlagen in den USA und in Deutschland im Einsatz. Das Besondere an dem Startup ist, das es nicht mit gängigen AI-Modellen wie GPT-4 arbeitet,  sondern sich eigenen Angaben zufolge ein „Ensemble aus individuell trainierten Open-Source-Modellen und proprietären Algorithmen“ gestrickt hat. Mit dem frischen Kapital soll das Tool nun ausgebaut werden, um bei der Erstellung von Unternehmensinhalten (z.B. Jahresberichte), einschließlich der Redaktions- und Designphasen, zu unterstützen. Das ist es auch, was Kosic so begeistert.

„Proofcheck geht über das hinaus, was ein Standard-LLM allein leisten kann, indem es raffinierte Tools für jede der vielen Aufgaben bietet, die Verlage belasten“, so xAI-Mitbegründer Kosic. „Das resultierende Produkt hat alle Fähigkeiten und den Komfort einer KI-Engine, aber es arbeitet mit der Gründlichkeit und Transparenz eines sorgfältigen Content-Editors.“

xAI ist jenes Startup rund um Elon Musk, das sich im Zuge des ChatGPT-Hypes formiert hat und bisher den bei X (ehemals Twitter) integrierten AI-Chatbot „Grok“ gebaut hat (Trending Topics berichtete). Das LLM ist auch aufgefallen, weil es ziemlich frech sein kann.

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