Kritik

Stark Defence: Drohnen-Startup vor Milliardendeal, Investor Peter Thiel sorgt für Gegenwind

Investor Peter Thiel. © Gage Skidmore via Flickr (CC BY-SA 2.0 DEED)
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Das Berliner Rüstungs-Startup Stark Defence steht kurz vor einem Milliardendeal mit der deutschen Bundeswehr – doch die Beteiligung des US-Tech-Milliardärs Peter Thiel sorgt für politischen Gegenwind. Verteidigungsminister Boris Pistorius hat nun Bedenken geäußert – und das wenige Tage bevor der Haushaltsausschuss des Bundestags über den Kauf von Kampfdrohnen im Wert von bis zu 2,9 Milliarden Euro entscheidet.

Thiel hat über seinen Founders Fund eine zweistellige Millionensumme in Stark investiert und hält einen einstelligen Prozentanteil an dem Unternehmen, das bei seiner jüngsten Finanzierungsrunde eine Bewertung von einer Milliarde Euro erreicht hat.

Pistorius will Thiels Einfluss klären lassen

Pistorius will klären, welchen Einfluss Trump-Unterstützer Thiel auf Stark Defence tatsächlich habe. Der deutsche Außenminister will einen Eingriff ins operative Geschäft des Unternehmens ausschließen. Die Bundeswehr plant, Kamikazedrohnen vom Typ „Virtus“ von Stark sowie das Modell HX-2 vom Münchner Konkurrenten Helsing zu beschaffen. Während Starks Vertrag initial 269 Millionen Euro umfasst und auf bis zu 2,86 Milliarden Euro anwachsen kann, liegt Helsings Volumen bei bis zu 1,46 Milliarden Euro.

Grüne fordern Ausstieg des Investors

Besonders scharf fällt die Kritik von den Grünen aus. Sebastian Schäfer, Verteidigungsspezialist der Grünen, sagte der Financial Times: „Ich will mich nicht auf Anteilseigner verlassen, die unsere europäischen Demokratien beenden wollen“. Er fordert, Stark solle einen anderen Investor finden, der Thiels Anteil übernimmt.

Thiel, Mitgründer von PayPal, ist bekannt für seine libertären und rechtskonservativen Positionen, seine Nähe zu Donald Trump – den er 2016 mit 1,25 Millionen Dollar bei seiner Kandidatur unterstützte – und seine Kritik an liberalen Demokratien. Zu Starks Investoren zählen auch der CIA-nahe Venture-Capital-Fonds In-Q-Tel sowie Döpfner Capital, gegründet von Moritz Döpfner, der zuvor für Thiel arbeitete.

Stark Defence sieht keinen Konflikt

Stark Defence weist die Bedenken zurück und betont, dass Thiel „keine Informationsrechte in Bezug auf Produkte oder Geschäftsabläufe“ habe. Das Unternehmen erklärte in einem Statement: „Jede Weitergabe technischer Details zu unseren Produkten unterliegt den deutschen Exportkontrollbestimmungen und würde eine vorherige Genehmigung durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle erfordern“. Die Beteiligung löse auch keine Prüfung nach deutschem Außenwirtschaftsrecht aus, da Thiel weder besondere Stimmrechte noch eine Sperrminorität halte.

Die geplante Beschaffung soll Deutschland bei Kampfdrohnen auf internationales Niveau bringen – ein Bereich, in dem die Bundeswehr jahrelang hinter anderen Nationen zurücklag. Nun steht ausgerechnet ein US-Investor im Weg, während Europa versucht, seine Abhängigkeit von amerikanischer Technologie zu reduzieren.

Stark Defence: Deutsches Drohnen-Startup erhält Bewertung von 500 Millionen Dollar

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