Seed-Runde

Tset: 13 Mio. Euro für Wiener Hidden Champion – sogar Mitarbeiter:innen investieren

Das Team von Tset. © Tset
Das Team von Tset. © Tset

Still und heimlich haben sie seit der Gründung 2018 an ihrer Software gearbeitet, sind im Herzen Wiens auf 70 Mitarbeiter:innen gewachsen – und gehen jetzt erstmals an eine größere Öffentlichkeit: Mit der Bekanntgabe einer stattlichen Finanzierungsrunde von 13 Millionen Euro ist das Wiener Tech-Scale-up Tset plötzlich voll da. Mit der Cloud-Software sollen Industriebetriebe – allen voran die Autohersteller – Kosten und CO2 für ihre neuen Produkte kalkulieren können – um etwa zu wissen, wie groß der CO2-Rucksack eines E-Autos ist, wenn er beim Konsumenten ankommt.

In der Seed-Finanzierungsrunde kommen die bekannten deutschen Automobilzulieferer Brose Ventures und ZF an Bord – sie haben die Software als Test-Kunden bereits im Einsatz. Außerdem ist bei der Runde auch der Impact Investor Alois Flatz aus Vorarlberg dabei, der den Dow Jones Sustainability Index mitinitiierte und außerdem den ehemaligen US-Vize-Präsidenten Al Gore und dessen Unternehmen Generation Investment Management berät. „Tset bietet die Lösung an, auf die wir 30 Jahre gewartet haben. Bislang war es in der Produktentwicklung kaum möglich, das Gewicht oder den Preis des ökologischen Rucksacks zuverlässig einzuschätzen. Die Technologie von Tset ändert das und könnte zum Standard-Tool für diese Aufgabe werden“, so Flatz in einer Aussendung.

Ebenfalls eine Besonderheit der Wiener Software-Firma: Bei der Finanzierungsrunde investieren mehrere Mitarbeiter:innen selbst mit, sie stecken gemeinsam einen siebenstelligen Betrag in das Unternehmen. Das ist ein ziemlich starker Vertrauensbeweis für die beiden Gründer Sasan Hashemi und Andreas Tsetinis. Aufmerksame Leser:innen haben schon gesehen – der Firmenname Tset steckt im Nachnamen von Tsetinis drinnen. Das hat einen guten Grund, immerhin ist das Startup aus Tsetini’s Beratungsunternehmen für Produktkostenoptimierung hervor gegangen. Davor hat Tsetinis bereits einmal eine Software-Entwicklung namens ProCalc an Siemens verkauft. Der Track Record stimmt also.

Mehr Details zu dem Deal und den Plänen von Tset verrät Mitgründer Hashemi im Trending Topics-Podcast:

Große deutsche Autozulieferer investieren

„Für unsere weitere Expansion ist die Expertise der Investoren genauso wertvoll wie die erzielte Summe. Deswegen haben wir uns ganz bewusst für Partner wie Alois Flatz, Brose Ventures und ZF entschieden, die langjährige Erfahrung und ein großes Netzwerk in der Industrie mitbringen“, so Sasan Hashemi, Co-Founder von Tset. Er war es, der von Tsetinis anfangs damit beauftragt werden sollte, ein IT-Projekt für das Beratungsunternehmen abzuwickeln. Hashemi, früher bei DealMatrix und Venionaire Capital tätig, überzeugte Tsetinis dann aber, eine eigene Firma daraus zu machen – die heutige Tset.

Die beiden strategischen Investoren ZF Friedrichshafen (Deutschlands zweitgrößter Autozulieferer hinter Bosch) und Brose (viertgrößter Automotive-Zulieferer) sowie Stabilus sind bereits Kunden. Es würden aber nicht nur Autobauteile mit Hilfe der Tset-Software entwickelt, auch Kühlschränke oder Gabelstapler würden damit hinsichtlich Kosten und CO2-Rucksack berechnet werden. Außerdem wird Tset auch eine Series-A-Finanzierungsrunde vorbereiten, die das SaaS-Unternehmen noch einmal weiter bringen soll.

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