Neue Initiative

Venture Space: Crowd-Investoren sollen ab 1.000 Euro Geld in Start-ups stecken – und dann auf den Exit warten

Michael Lipper von Conda und Christian Tiringer von Arax. © Conda
Michael Lipper von Conda und Christian Tiringer von Arax. © Conda

Ab 1.000 Euro in Start-ups investieren – das soll künftig der neue Venture Space der neu gegründeten Firma Araconda mit Sitz in Wien Kleinanlegern ermöglichen. Die Initiative, die heute startet, ist eine Kooperation zischen der Crowdinvesting-Plattform Conda (mehr dazu hier) und Arax Capital Partners, die bis dato eigenen Angaben zufolge mehr als 50 Millionen Euro in Hightech- und Biotechunternehmen (u.a. AFFiRiS, Airborne Robotics, Marinomed, VisoCon) haben. Der Ventures Space soll ab heute mindestens eine Million Euro sammeln, die anschließend über die Araconda in Jungfirmen gesteckt werden. Diese eine Million ist die Schwelle, soviel muss auf jeden Fall eingesammelt werden. Das Gesamtziel sind 10 Millionen Euro, heuer bis zu 3,65 Millionen.

„Die breite Masse kann mitmachen“, sagt Michael Lipper, der bei Conda für Investments zuständig ist. Gemeinsam mit Christian Tiringer, Mitbegründer und Partner von Arax Capital Partners, ist er in dem Projekt federführend. Venture Space funktioniert dabei so: Die Investoren, die ab 1.000 Euro dabei sind, werden dabei Kommanditisten von Araconda. Anschließend bekommen sie erste Investmentmöglichkeiten präsentiert, über ein Online-Tool erfolgt dann eine Abstimmung, welches Projekt finanziert wird. Die ersten drei Start-ups bzw. Projekte, die zur Auswahl stehen, sind Nativy, Symvaro und BeerJet. Geplant ist, ein Portfolio von 20 Investments aufzubauen, manche von ihnen sollen zusätzlich mit eigenen Crowd-Kampagnen gefördert werden.

Jene, die bei Venture Space bzw. Araconda investieren, bekommen dann Geld zurück, wenn eines der Start-ups einen Exit schafft, also verkauft wird. Damit unterscheidet sich das Modell von herkömmlichen Crowdinvesting-Kampagnen, wo Investoren Darlehen an Projekte vergeben und dafür Zinsen zurückbekommen. Zu beachten ist in beiden Fällen: Es handelt sich um Risikoinvestments, das investierte Geld kann auch verschwinden.

Weitere Investitionsmöglichkeiten

Conda weitet derzeit seine Geschäftstätigkeiten stark aus. Erst kürzlich startete man gemeinsam mit Wirtschaftsministerium, Hotel- und Tourismusbank (ÖHT), der WKO-Bundessparte Tourismus- und Freizeitwirtschaft, den Fachverbänden Hotellerie und Gastronomie sowie der Hoteliervereinigung die Plattform www.we4tourism.at. Dabei geht es darum, dass Investoren österreichische Tourismusbetriebe über Crowdinvesting-Kampagnen finanziell unterstützen.

Ähnlich, aber doch etwas anders wie Venture Space funktioniert PrimeCrowd (TrendingTopics.at berichtete). Dort können Geldgeber ab 5.000 Euro an Bord kommen und erhalten von jenen Start-ups, die das Kapital bekommen, als Darlehensgeber jährliche Zinsen.

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