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Akku-Unicorn Northvolt baut Gigafactory in Deutschland – dank großer Subventionen

© Northvolt
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Es war ein Tauziehen, in das sogar der deutsche Wirtschaftsminister Habeck (Grüne) involviert war, doch jetzt ist es geschafft: Das schwedische Batterie-Unicorn Northvolt, gegründet von ehemaligen Tesla-Managern, hat nun die Zusage gemacht, Milliardeninvestitionen in eine Gigafactory in Norddeutschland, in Schleswig-Holstein zu machen. Zuvor liebäugelte die Firma rund um Gründer und CEO Peter Carlsson vor allem mit den USA, wo hohe staatliche Subventionen und niedrigere Energiepreise winkten.

Nun sieht es so aus, als würde Northvolt doppelgleisig fahren wollen, und zwar mit einer Fabrik in Nordamerika und einer in Heide. Dass nun die Zusage dafür kam, hat viel damit zu tun, dass die Bundesrepublik Deutschland als auch das Bundesland Schleswig-Holstein höhere staatliche Fördergelder zugesagt haben. Wirtschaftsminister Habeck nannte den Bau einer solchen Fabrik „eines der wichtigsten Leuchtturmprojekte der Energie- und Verkehrswende“. Es soll großes Interesse an den Auto-Akkus seitens Autoherstellern geben.

Die Subventionen Deutschlands für die Fabrik müssen noch die beihilferechtlichen Genehmigung durch die Europäische Kommission erhalten. Die Förderung wird auf der Grundlage des „Temporary Crisis and Transition Framework“ (TCTF) der EU vorbereitet. „Es ist großartig, dass die EU mit dem TCTF den Weg für die Ansiedlung von Northvolt eröffnet und damit binnen kürzester Zeit eine Antwort auf den IRA der USA gegeben hat. In Deutschland wird jetzt das erste Mal dieser Weg beschritten“, so Daniel Günther, Ministerpräsident von Schleswig-Holstein. Das Land ringt bereits seit zwei Jahren um die Ansiedelung von Northvolt.

TCTF wurde 2022 von der Eu aufgelegt, läuft bis 2025, und bietet Mitgliedsstaaten die Möglichkeit, die Einführung von erneuerbaren Energien und Energiespeichern sowie die Dekarbonisierung von industriellen Produktionsprozessen 8auch vor dem Hintergrund der Energieabhängigkeit von Russland) zu beschleunigen – mit entsprechenden Förderungen.

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USA locken mit riesigen Subventionen

Klar ist auch, dass bereits Volvo, BMW und Volkswagen bei Northvolt sind bzw. Partner des Unternehmens sind, das sich auf die Fahnen schreibt, die grünsten Batterien der Welt mit großen Recycling-Anteil bauen zu wollen. Northvolt hatte den Bau der Gigafactory mit Mitteln von 4,5 Milliarden Euro in Schleswig-Holstein im März 2022 angekündigt. Dann aber schnürte die Biden-Administration mit dem „Inflation Reduction Act“ ein massives Subventionsprogramm für Technologien, die gegen den Klimawandel helfen – und dazu gehören auch die Batterien für die E-Mobilität.

„Wir sind dankbar für alle Bemühungen, die bisher von der Bundesregierung, der Schleswig-Holsteinischen Landesregierung, der EU-Kommission und lokal in Dithmarschen unternommen wurden. Mit diesem Engagement der Bundesregierung im Rücken hat Northvolt beschlossen, die nächsten Schritte für den Ausbau in Heide zu gehen“, so Peter Carlsson, Gründer und CEO Northvolt.

In Schleswig-Holstein erwartet man sich durch die Fabrik rund 3.000 Arbeitskräfte – und auch für das Image ist es wichtig, dass das europäische Batterie-Unicorn in Europa baut und nicht nur in den USA. Der Produktionsstart in Schleswig-Holstein wurde aber durch die verzögerte Entscheidung nun von 2025 auf 2026 verschoben. „Das jährliche Produktionsvolumen nach dem Hochlauf der Fabrik wird 60 GWh betragen und rund eine Million Elektrofahrzeuge mit hochwertigen Batteriezellen aus deutscher Produktion versorgen“, heißt es aus dem deutschen Wirtschaftsministerium.

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