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Angriff auf N26 & Revolut: Trade Republic will zur Vollbank werden

Die Trade Republic-Gründer. © Trade Republic
Die Trade Republic-Gründer. © Trade Republic

Zuerst die Einführung hoher Zinsen für das Geldguthaben des Verrechnungskontos, dann der Dreh der Kommunikation weg vom Neobroker hin zur Sparplattform, und jetzt diese Meldung: Der weitere Weg des Berliner Fintech-Unicorns Trade Republic geht in Richtung Vollbank. Wie Finanz-Szene aktuell berichtet, hat Trade Republic eine vollumfängliche Banklizenz bei der deutschen Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) beantragt – und nicht dementiert.

Würde sich Trade Republic diese Volllizenz wirklich holen, dann hätte Europa eine Neobank der besonderen Art. Das Fintech könnte dann unterschiedlichste Bankgeschäfte machen, unter anderem etwa die Annahme von Kundeneinlagen, die Vergabe von Krediten sowie andere Tätigkeiten als Finanzintermediär. Hier gibt es eine Übersicht über erlaubnispflichtige Bankgeschäfte.

Wichtig zu wissen ist: Das aktuelle Geschäftsmodell von Trade Republic basiert auf der Vermittlung von Aktienkäufen an Handelsplätze, für das man Provisionen erhält. „Payment For Order Flow“ (PFOF) ist aber in Verruf geraten, weswegen im schlimmsten Falle ein Verbot des PFOF-Modells in der EU droht. auch das könnte Trade Republic unter Druck setzen, sich ein neues Geschäftsmodell zu suchen – möglicherweise eben als Vollbank.

Trade Republic dreht mit neuem Zinsangebot stark in Richtung Spar-Plattform

Sparen statt Zocken

Der volle Name des Unternehmens, nämlich Trade Republic Bank GmbH, deutet ohnehin schon an, in welche Richtung sich das Unternehmen entwickeln wird. In der Vermarktung werden ETF-Sparpläne längst als das neue Sparbuch propagiert, seit der Zinswende und dem Einbruch bei Aktien und Kryptowährungen liegt der Fokus noch viel stärker auf dem Thema Sparen und langfristigem Anlegen.

Bisher ist Trade Republic als beaufsichtigte Wertpapierhandelsbank unterwegs. In Österreich holte sich das Unternehmen für das Krypto-Angebot eine Lizenz bei der Finanzmarktaufsicht (FMA) als Dienstleister in Bezug auf virtuelle Währungen. In Sachen Krypto-Angebot ist Trade Republic mit N26 und Revolut gleichgezogen. Nun wird spannend, wie der Angriff auf die Neobanken im Detail aussehen wird.

PFOF: EU will kontroverses Geschäftsmodell vieler Neobroker verbieten

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